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Wirtschaft

Celesio-Bilanzpressekonferenz am 23. März in Stuttgart: 21,5 Milliarden Euro Konzernumsatz, Jahresüberschuss 2,3 Millionen Euro.

Celesio will weiter wachsen

Mehr Apothekenneugründungen, mehr DocMorris-Partnerschaften

Stuttgart - Celesio zieht für 2009 ein positives Fazit: Trotz schwerster Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit sei das Geschäft operativ „stabil und robust“ gewesen, so Celesio-Vorstandsvorsitzender Dr. Fritz Oesterle auf der Bilanzpressekonferenz am 23. März in Stuttgart. Im Apothekengeschäft wolle man sich in den nächsten Jahren auf „organisches Wachstum“ und „auf kapitalschonende Neueröffnungen“ konzentrieren.

Statt wie in der Vergangenheit sich auf Käufe bestehender Apotheken zu konzentrieren, wolle man in Zukunft durch „kapitalschonende Neueröffnungen“ wachsen. Darüber hinaus setze man auf Markenpartnerschaften und auf Franchisesysteme (DocMorris)  – „und vor allem auf unser Versandapothekengeschäft“, betonte Oesterle.

Positive Entwicklungen verzeichnete auch das operative Geschäft der Präsenzapotheken in Großbritannien und Norwegen, die „mit Abstand wichtigsten Apothekenländer“ für Celesio. Mit „Lloydspharmacy (GB) und Vitusapotek (N) hält das Unternehmen bedeutende  Marktanteile. Oesterle: „Wir erwirtschaften allein mit diesen beiden Apothekenketten rund 80 Prozent des Umsatzes aller unserer rund 2300 Präsenzapotheken.“

Nach dem EuGH-Urteil zum Fremdbesitzverbot konzentriere man sich in Deutschland auf den Ausbau der DocMorris-Markenpartnerschaften. Insbesondere will man diese stärken durch eine Optimierung des Sortimentskonzepts, der Marketingkonzepte und des Servicekonzepts. Für dieses Jahr ist beispielsweise noch eine große Werbekampagne für die DocMorris-Apotheken geplant.

Die Marke DocMorris und die DocMorris-Markenpartner- und Franchisekonzepte sollen außerdem ein wichtiger Baustein im internationalen Wachstum werden. Für Schweden ist geplant, in den kommenden Jahre eine Kette mit mindestens 100 DocMorris-Apotheken aufzubauen. Der Anfang mit fünf neuen DocMorris-Apotheken ist gemacht, zahlreiche Mietverträge für attraktive Apothekenstandorte in Schweden seien bereits unterschrieben. In Irland werde die Marke DocMorris bereits für Unicare-Apotheken getestet.

Apothekenkäufe wolle man in Zukunft nahezu auf null zurückfahren, das bestehende Apothekenportfolio werde kritisch überprüft. Man wird sich, wie Oesterle hinzufügte, auf andere Möglichkeiten als den Kauf von bestehenden Apotheken konzentrieren. Dazu gehöre vor allem der europaweite Ausbau des Versandapotheken- und Franchisegeschäfts.

In Deutschland gibt es derzeit rund 160 DocMorris-Markenpartnerschaften. Ein Apotheker, der diesem Franchisesystem beitreten möchte, muss zunächst  5000 Euro "Eintrittsgebühr" bezahlen - neben der notwendigen Umgestaltung der Apotheke. Als monatliche Franchisegebühr fallen 2000 Euro an.

Peter Ditzel / 23.03.2010, 16:55 Uhr

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