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Die ratiopharm-Firmenzentrale in Ulm: Bald in den Händen des israelischen Mitbewerbers Teva? (Foto: ratiopharm)

Die ratiopharm-Firmenzentrale in Ulm: Bald in den Händen des israelischen Mitbewerbers Teva? (Foto: ratiopharm)

Ratiopharm-Verkauf

Zeitung: Teva hat die Nase vorn

Ulm - Der israelische Weltmarktführer für Nachahmermedikamente Teva hat im Rennen um den Kauf des Pharmaherstellers Ratiopharm einem Medienbericht zufolge die Nase vorn. Das israelische Wirtschaftsmagazin "TheMarker" berichtete am Mittwoch, Teva stehe kurz vor der Übernahme des Ulmer Generikaherstellers. Ein Ratiopharm-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Weiterer Bieter ist dem Vernehmen nach die schwedische Investorengruppe EQT. Die Zeitung berichtete, es werde am Donnerstag zu einer entscheidenden Auseinandersetzung zwischen beiden Interessenten kommen. Bislang hätten sich die Angebote im Bereich zwischen 2,5 und 3 Milliarden Euro bewegt.

Der Erlös soll weitgehend zur Entschuldung des bisherigen Eigners, der Ulmer Merckle-Gruppe, verwendet werden, die sich vor gut einem Jahr auf Druck ihrer Gläubigerbanken zum Verkauf von Ratiopharm verpflichtet hatte. Das Verkaufsverfahren startete offiziell im vergangenen Juni.

Tevas Vize-Präsident Jossi Koren wollte sich am Dienstagabend nicht zu den Verhandlungen um Ratiopharm äußern. "Wir sprechen nicht über Gerüchte und niemand von Teva wird jetzt etwas sagen", erklärte er. Er könne auch nicht über Tevas strategische Pläne in Europa reden. Das Unternehmen, das bislang in Deutschland einen Marktanteil von etwa fünf Prozent hat, könnte mit dem Zukauf seinen Stand in Europa erheblich verbessern.

dpa-AFX / 03.02.2010, 11:31 Uhr

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