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Wirtschaft

Apo-Bank
Mit sechs Punkten in eine neue Zukunft
Düsseldorf - Bei der Überprüfung ihres strukturierten Finanzinstrumenteportfolios hat die Apo-Bank neue Risikoaspekte ausgemacht. Daher werden im nächsten Jahresabschluss zusätzliche Wertberichtigungen stattfinden. Doch will sich die Bank mit einem neuen Sechs-Punkte-Programm auf das Kerngeschäft fokussieren und dort ihre Stärken ausspielen.
Die Apo-Bank veröffentlichte ihr neues Programm am 27. November. Demnach sollen erneut Wertberichtigungen im „niedrigen dreistelligen Millionenbereich“ stattfinden. Dieser Betrag könne weitgehend durch das gute operative Kerngeschäft kompensiert werden. Sollte es dennoch zu einem Jahresfehlbetrag kommen, könne aus den Rücklagen ein Bilanzgewinn sichergestellt werden. So sei die Bedienung der Genussrechte und der nachrangigen Verbindlichkeiten gesichert. Aus Kreisen der Bank wurde jedoch deutlich, dass ohne einen Jahresüberschuss für das laufende Geschäftsjahr keine Dividende für die Anteilseigner zu erwarten sei. Doch ist auch zu hören, dass mit den neuen Wertberichtigungen alle jetzt bekannten Risiken berücksichtigt würden. Das noch bestehende Finanzinstrumenteportfolio solle dagegen „wertschonend“ bis 2014 halbiert werden. Demnach erwartet die Bank, die betreffenden Anlagen bei Fälligkeit zurückzuerhalten.
Als weitere Maßnahme sollen erneut Papiere an die genossenschaftliche Sicherungseinrichtung des BVR ausgelagert werden, um das eigene Rating zu entlasten. Eine solche Maßnahme hatte bereits im Sommer stattgefunden und soll am 20. Dezember enden. Die Bank erwartet für diese Papiere weiterhin ein planmäßige Rückzahlung.
Außerdem verlässt der bisherige Risikovorstand Günther Herion die Bank „im gegenseitigen Einvernehmen“. Dies wird seitens der Bank als Zeichen für die klare Fokussierung der künftigen Ausrichtung auf das Kerngeschäft dargestellt. Die Bank hat bereits eine Vertriebsoffensive gestartet und ist mit den operativen Ergebnissen im laufenden Jahr sehr zufrieden. Dazu erklärte Vorstandschef Herbert Pfennig, das Geschäftsmodell sei eine stabile Basis für die nachhaltige Ertragsstärke.
Dr. Thomas Müller-Bohn / 30.11.2009, 13:01 Uhr
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