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Wirtschaft

Geplantes Pick-up-Verbot
dm hält an Pick-up-Stellen fest
Berlin - Die Drogeriemarktkette dm lässt sich von den Plänen der schwarz-gelben Koalition, Pick-up-Stellen für Arzneimittel zu verbieten, nicht beeindrucken. Erich Harsch, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung erklärte im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) vom 22. November, man werde den Service nicht einstellen.
Harsch erläuterte, dass dm nicht beabsichtige, selbst apothekenpflichtige Arzneimittel zu verkaufen: „Wir wollten nie Apotheke sein“. Die Kooperation mit der Europa-Apotheek Venlo sei ein „Service in unserem Gesundheitsangebot, das für uns sehr wichtig ist“. Auch wenn es Verträge gebe: Ein „Geschäft zur Gewinnmaximierung“ sei das Bestell- und Abholangebot nicht. Dazu taugt der Service offenkundig auch nicht: „Pro Filiale sind es höchstens ein paar Päckchen pro Tag, die wir herausgeben. Die Entwicklung ist nicht so, dass der Apotheker nebenan Angst haben muss“, räumt Harsch gegenüber der FAS ein.
Dass die neue Regierungskoalition die Abholstellen für Medikamente verbieten will, ist für den dm-Chef nicht nachvollziehbar: Es sei „erstaunlich, dass gerade Menschen mit einer liberalen Grundhaltung hier eine einzelne Branche vor Wettbewerb beschützen. Da ist ein Lobbyismus aktiv, der sich entlarven wird“. Wenn jeder Verbraucher zu Hause im Internet Medikamente bestellen könne, wieso sollte er das nicht auch bei dm tun können, fragt Harsch. Für ihn besteht jedenfalls derzeit keinerlei Anlass, den Pick-up-Service einzustellen.
Kirsten Sucker-Sket / 21.11.2009, 19:01 Uhr
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