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ApBetrO

Die Apothekenbetriebsordnung wird novelliert. (Foto: Sket)
Apothekenbetriebsordnung
QMS für alle
Berlin - Der neue Entwurf für die Apothekenbetriebsordnung sieht nunmehr ein verpflichtendes Qualitätsmanagementsystem (QMS) für alle Apotheken vor. Eine Zertifizierung des QMS wird dabei nicht gefordert. Zunächst war die QMS-Pflicht nur für bestimmte Apotheken geplant– etwa solche, die Defekturarzneimittel herstellen.
Im neuen § 2a ApBetrO soll es künftig heißen: „Der Apothekenleiter muss ein Qualitätsmanagementsystem entsprechend Art und Umfang der pharmazeutischen Tätigkeiten betreiben. Mit dem Qualitätsmanagementsystem müssen die betrieblichen Abläufe festgelegt und dokumentiert werden. Das Qualitätsmanagementsystem muss insbesondere gewährleisten, dass die Arzneimittel nach Stand von Wissenschaft und Technik hergestellt, geprüft und gelagert werden und dass Verwechslungen vermieden werden sowie eine ausreichende Beratungsleistung erfolgt“.
In der Begründung zu dieser Vorschrift heißt es, wesentliche Grundlage des QMS ist die schriftliche Festlegung der qualitätsbestimmenden Vorgänge und der Nachweis ihrer Einhaltung. Die Tätigkeiten einschließlich der für diese Tätigkeiten erforderlichen Räume, Ausrüstungen und Personalschulungen sind in das QMS einzubeziehen. Ziel des QMS ist die Fehlerquote zu minimieren. Für seine Einführung ist für bestehende Apotheken eine 24-monatige Übergangsfrist vorgesehen. Wer zwei Jahre nach Inkrafttreten der neuen Apothekenbetriebsordnung noch kein QMS unterhält, begeht eine Ordnungswidrigkeit
Für eine Kontrolle des QMS werden Selbstinspektionen als eigenverantwortliche Überprüfungen verpflichtend eingeführt. Als externe Qualitätsüberprüfungen kommen insbesondere Ringversuche in Betracht.
Zusätzliche Anforderungen an das QMS werden für Apotheken aufgestellt, die Arzneimittel patientenindividuell stellen oder verblistern und Arzneimittel zur parenteralen Anwendung herstellen.
Kirsten Sucker-Sket / 25.01.2012, 18:01 Uhr
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genervte QM-Beauftragte sagt:
11.02.2012 11:16@Pillenliesl
"Eine Klitsche bleibt eine Klitsche auch mit QMS. Gute kommunikative Mitarbeiter und ein Chef,der anwesend ist und mit dem Team gute Leistung abliefern will,mit dieser Vision arbeiten sie täglich an der OPtimierung."
Sie haben vollkommen recht!!
Auch mit QMS ist unsere Apotheke eine Klitsche!Mein Chef ist fast nie da,bekomme keine EXTRA Arbeitszeit eingeräumt,auch ohne QMS zuwenig Mitarbeiter,erhalte keinerlei Unterstützung von Mitarbeitern/Chef,muß mir viele Prozesse ausdenken,die wir so garnicht einhalten.Komme langsam an meine Grenzen mit meiner Loyalität!Ich glaube meinem Chef ist garnicht bewußt was QMS ausmacht..Man kann es nicht einkaufen und ein Zertifikat erhalten.Das ist eine Menge Arbeit gerade in der Anfangszeit.Ein sehr hoher Druck lastet mehr...
Kasper sagt:
03.02.2012 16:52Warum diese Aufregung? Es geht hier doch nicht um Dokumentation der Kloreinigung sondern um den Nachweis einer qualitativ hochwertigen Arbeit. Es arbeitet eben nicht jede Apotheke gleich und nicht jeder Apotheker hat ein Studium zur Prozessoptimierung absolviert. Auch im Bereich der Personalführung gibt die Ausbildung der Pharmazie nicht viel her. Das erinnert manchmal an Gutsherrenart. QMS wird einfach nur standardisierte Abläufe für alle durchsichtig machen und Schwachstellen offenlegen. Eine gute Chance zu positiven Veränderungen. Im Interesse der Kunden, denn damit wird Qualität messbarer.
Lösung sagt:
27.01.2012 11:56"Eine Zertifizierung wird nicht gefordert" = keine Ausgaben für externe Überprüfungen. Jeder baut sich sein eigens QMS, indem er seine bisher mündlichen Arbeitsanweisungen in den Computer hackt, vom Drucker ausspucken läßt,in einen Ordner packt und diesen neben die anderen unsinnigen Ordner, die wir noch so haben müssen, stellt. Und schon ist unser Blutdruck wieder normal.
Winfried Meyer sagt:
27.01.2012 10:43@ Christian Springob 27.01.2012 09:17
Machen Sie mal bitte einen themenbezogenen "Seitensprung" :-) zum sog. Selbstverständnis des apothekerlichen Berufsfeldes >
www.deutsche-apotheker-zeitung.de/spektrum/news/2012/01/26/52-prozent-bewerten-vitamine-ueberwiegend-positiv/6341.html
Dort finden Sie in den Kommentaren Hinweise auf Ihre Fragestellung "Fehlerquote" , (noch) nicht öffentlich verifizierbar, doch für jeden einzelnen e.K. selbstkritisch zu hinterfragen.
www.apointernetclub.blogspot.com
Christian Springob sagt:
27.01.2012 09:17"Ziel ist es, die Fehlerquote zu minimieren"
Welche öffentlichen Daten zu Fehlerquoten in Apotheken liegen da vor? Gibt es die überhaupt? Ich glaube "NEIN". Ein QMS muss freiwillig bleiben. Es gibt sehr viel Argumente für und gegen QMS. Eine Apotheke, in der untereinander seit jeher viel kommuniziert wird, benötigt kein QMS. Eine Apotheke die von sich aus Standards in der Rezeptur setzt bzw. sich an die guten Herstellungsregeln hält, hat im Prinzip schon eins. Durch die ApoBetro incl. Gefahrstoffverordung ist uns m.E. ein Rahmen gesteckt, der sämtliche Bereich klar definiert. Sinnvoll ist ein QMS sicherlich im Bereich der Heimversorgung, für die "gewöhnlichen" Abläufe reichen aber doch wohl die Vorschriften aus. Diese dann neu auf Papier zu bringen, wem nutzt das? mehr...
Winfried Meyer sagt:
26.01.2012 22:34"In der Begründung zu dieser Vorschrift heißt es, wesentliche Grundlage des QMS ist die schriftliche Festlegung der qualitätsbestimmenden Vorgänge und der Nachweis ihrer Einhaltung."
Hier liegt doch die CHANCE, INDIVIDUAL-unternehmerisch in Gestaltungsfreiheit, jedoch DOKUMENTIERT und damit messbar nachvollziehbar im wettbewerblichen Vergleich, jeweils seine eigene VORORT-Geschäftsphilosophie auch zu leben, d.h. sich entsprechend "ÖFFENTLICH" zu POSITIONIEREN, statt "beamtenlike" im Gruppendruck der "Einheits-Apotheke" sich diverse ABDA-gesteuerte QMS-Zertifikate teuer erkauft ins Chefzimmer zu hängen. Wer den letzteren Weg der "Bequemlichkeit" weiter wie bisher vorzieht, der wandelt auf der Verliererstrasse mehr...
Pillenliesl sagt:
26.01.2012 21:08Ich habe QMS seit Jahren. Arbeite nicht anders als vorher, nur, dass ich mehr Geld los bin. Halte es für eine gigantische Abzocke. Eine Klitsche bleibt eine Klitsche auch mit QMS. Gute kommunikative Mitarbeiter und ein Chef,der anwesend ist und mit dem Team gute Leistung abliefern will,mit dieser Vision arbeiten sie täglich an der OPtimierung. Nicht mit Zetteln und Prozessen, und Prozessen zur Überprüfung von Prozessen und Anlagen zur Kenntnissnahme mittels diverser Unterschriften. Und Arbeitsplänen auf dem Klo, wo die Putzfrau jeden Tag unterschreibt. Und wie will man die Rabattvertragsbelieferung in einem Prozess unterbringen ? Mit 2 oder 5 Anlagen für alle Fälle von NL bis Verweigerung.Ich halte das QMS im überregulierten Dienstleistungsbereich für die größte Verarsche.Wir haben eine mehr...
Peter Fuchs sagt:
26.01.2012 18:48Wozu die Aufregung?
Es gab noch nie eine Apotheke ohne QMS!
Oder definieren Sie Ihre Arbeitsweise täglich neu? Arbeiten Ihre Mitarbeiter nach Lust und Laune, heute so, morgen so?
Nein, natürlich nicht. Sie haben doch alles geregelt in Ihrem Pillentempel, also haben Sie auch ein QM-System.
@Peter K.: Sie reißen sich jeden Tag den Arsch auf, können Sie das auch belegen? Dokumentieren Sie das doch mal.
Winfried Meyer sagt:
26.01.2012 17:18zu eimer 26.01.2012 11:54
"QM für kleine und kleinstbetriebe ist absoluter bürokratischer schwachsinn."
RICHTIG !
doch meine Ohren hören die apothekerlichen Rufe in deren Betriebsstätten:
"WIR sind der Mittelstand"
Der "Tante-Emma-Laden" um die Ecke ist out, wenn nicht gar tot. Und der Pharmazeuten-e.K., Betonung auf "e.K.", ist halt kein Freiberufler im Sinne der Berufsfelder "Arzt" oder "Rechtsanwalt" u.ä., eher vergleichbar mit einem akademischen "Meister" auf der Verkaufsfläche mit AnwendungsWARE/-Produkten, zumal in Zeiten überwiegender FERTIGarzneien.
Also ein akademisch-"ausgebildeter" FACHeinzelhändler im Haifischbecken des mehr...
Bernhard sagt:
26.01.2012 14:16zu eimer
voll getroffen!
man kann der politik aber als apotheker
noch mehr anbieten:
wie wärs mit:
führerscheinprüfung alle 3 jahre , damit man beim auslifern von AM nicht im Strassengraben landet und die Umwelt
mit Omeprazol verseucht
oder
alle 2 Jahre Vorstellung beim Amtsarzt
damit man bei der Rezeptur ja nicht mit hohem blutdruck arbeitet.
er gäbe noch viel mehr , natürlich alles auf Kostenrechnung für die Apotheke, man kann sie ja absetzen