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Stiftung Warentest rät von DrEd ab. (Logo: Stiftung Warentest)

Stiftung Warentest rät von DrEd ab. (Logo: Stiftung Warentest)

Online-Arztpraxis

Stiftung Warentest warnt vor DrEd

Berlin - Reale Patienten gehören nicht in virtuelle Arztpraxen. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherorganisation „Stiftung Warentest“. Sie testete das Onlineangebot der deutschen Ärzte in London und rät jetzt „dringend“ davon ab: Das Risiko einer Falschbehandlung sei „immens“.

Die Warentest-Tester wandten sich mit zwei vermeintlichen Krankheiten an DrEd: Blasenentzündung und Chlamydien-Infektion. In beiden Fällen bekamen sie ein Antibiotikum verordnet – obwohl die angegebenen Symptome nur teilweise zum Krankheitsbild passten und ohne Urintests vorlegen zu müssen. Im ersten Fall genügte es, sich durch einen Fragebogen mit typischen Symptomen zu klicken, und im Fall der Chlamydien-Infektion gab der Online-Arzt sich mit der Aussage zufrieden, die Infektion habe ein Selbsttest diagnostiziert – der aber tatsächlich gar nicht durchgeführt worden war.

„Patienten können also das Blaue vom Himmel erzählen“, stellt Stiftung Warentest abschließend fest. Patienten müssen, um die Arzneimittel zu bekommen, die Wahrheit ihrer Angaben bestätigen - Ärzte dürfen sich nach Auffassung der Stiftung dennoch nicht einfach mit solchen Angaben begnügen. Nach der Diagnose können Patienten wählen, ob DrEd das Rezept an eine kooperierende Versandapotheke oder nach Hause schicken soll. Die Wahl der Tester viel auf Letzteres, woraufhin ein Rezept nach drei und eines nach fünf Werktagen ankam: „Sehr spät für die brennenden Probleme“, befand die Verbraucherorganisation.

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Juliane Ziegler / 18.07.2012, 11:25 Uhr

Kommentare:

Pillenliesel sagt:
19.07.2012 16:38

...und die Analfissur wird über Webcam diagnostiziert , wie coooool!!!
....share !!!

Jean Blaireau sagt:
19.07.2012 13:29

@Muendigerbuerger: Sie sind entmündigt!
Ich stufe Sie auch als Verfechter einer Schulbildung via Internet ein. Wie armselig!

Muendigerbuerger sagt:
19.07.2012 09:02

Es ist völlig gleich, ob ich einem Arzt in der Praxis oder virtuell im Internet meine Symptome schildere oder ihm was vormache. In jedem Fall kommt eine Schnellschussdiagnose heraus. Werde ich in der Praxis besser "bedient"? Wohl kaum!
Solange ich als Patient ohne weiteres eine Krankschreibung verlangen und auch kriegen kann (immerhin will mich der Arzt als Schein nicht verlieren), sind die Praxen kein Deut besser als DrEd.
Die Niedergelassenen in D sollten sich nicht so wichtig nehmen. Sie sind es nicht!

Apatsche sagt:
18.07.2012 20:19

Es zeigt sich einfach: "Online-Ärzte" sind genausowenig Ärzte wie "Online-Apotheken" etwas mit Pharmazie zu tun haben. Beide Möchtegern-Spielarten sind ein jämmerlicher Abklatsch des jeweiligen Originals. Nichts weiter als Attrappen. Und ganz genau so ist es, wie mein Vorredner sagte: Diese Online-Klitschen ziehen exakt jene an, die solche dubiose Dienstleister benötigen.

Apotheker73 sagt:
18.07.2012 11:50

Auch eine Form der Werbung ist Negativ-Werbung.
Solange es Dr. Ed gibt, wird er von jenen genutzt, die dort bekommen, was Sie wollen - um nichts anderes geht es!

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