Sie sind hier: Tagesnews-Spektrum > News
Spektrum
USA: Forschungsgelder fließen in umstrittene Projekte. (Foto: Bilderbox)
US-Forschung
Fördergelder für dubiose Weinforschung
Berlin - Die Ergebnisse des amerikanischen Weinforschers Dr. Dipak K. Das haben nur wässrige wissenschaftliche Substanz. Die University of Connecticut ermittelt gegen ihren eigenen Forscher, da er staatliche Fördergelder in beträchtlicher Höhe erhalten haben soll für Forschungsarbeiten von geringer Qualität. Letzten Mittwoch gab die Universität selbst staatliche Förderungen für seinen Arbeitskreis im Wert von 890.000 Dollar an den Staat zurück.
Laut „The New York Times“ erhielt Dr. Das trotz undurchsichtiger Forschung jahrelang Fördergelder des Staates. Der in der Abteilung für Biomedical Engineering des Health Centres der Universität arbeitende Das forsche an Inhaltsstoffen des Rotweins, vor allem zu Resveratrol. Seine Artikel und seine Person seien jedoch selbst Fachleuten, wie dem führenden Resveratrol-Experten David Sinclair von der Harvard Medical School unbekannt. Darüber hinaus seien die Inhalte seiner zahlreichen Publikationen streitbar.
An diesem Fall werde deutlich, so schreibt die „New York Times“, dass das generelle System zur Verteilung von Forschungsgeldern in den Vereinigten Staaten überdacht werden müsse. So sei es auf der einen Seite für Forscher immer schwieriger staatliche Gelder zugesprochen zu bekommen, wohingegen auf der anderen Seite Gelder scheinbar ohne Prüfung der Wissenschaftlichkeit „frei geflossen“ seien.
Dem Bericht zufolge hat die Universität Connecticut schon im Januar 2009 mit einer Ermittlung zu Dr. Das‘ Forschung begonnen, nachdem sie eine anonyme Meldung über Unregelmäßigkeiten in seinem Labor erhalten hatte. Der 60.000 Seiten starke Bericht sei an das „Office of Research Integrity“ geschickt worden und enthielt in seiner Zusammenfassung laut „The New York Times“ 145 Anhaltspunkte für Fälschungen und Erfindungen von Daten. Oftmals seien Fotos von Western Blots kopiert und verwendet worden. Diese haltbar gemachten Ergebnisse dokumentierten wissenschaftliche Forschung und seien in der Vergangenheit häufig gefälscht worden. Viele Fachzeitschriften würden daher nur Fotos in unbearbeitetem Zustand und nur mit explizierten Angaben zur Durchführung annehmen.
Die elf betroffenen Journale, die Artikel des Wissenschaftlers veröffentlichten, seien von der Universität über die Ermittlungen in Kenntnis gesetzt worden.
Das „National Heart, Lung and Blood Institute“, welches die Gelder bereitgestellt hatte, ließ über eine Sprecherin gegenüber der „The New York Times“ erklären, dass wissenschaftliches Fehlverhalten auch unter der striktesten Überwachung und Prüfung unentdeckt bleiben könne.
Almuth Schmidt / 17.01.2012, 17:41 Uhr
Sie können die News auch als RSS-Feed abonnieren:
Hier finden Sie weitere Informationen zum RSS-Feed der DAZ.online.




Winfried Meyer sagt:
18.01.2012 09:27@ leser :
Es ist m.E. sehrwohl wichtig, "durch die Blume sprechend" einen Wink mit dem Beispiel-Zaunpfahl zu geben, wenn die DAZ Solches nicht direkt-transparent ausdrücken will/"darf" .
Wenn die ABDA nicht weiter weiß, dann bildet auch sie einen Arbeitskreis. Deja-vue ?
... und versteckt (Hinterzimmerpolitik) sich dabei selbstberäuchernd hinter einem ZERTIFIKATITIS-Anspruch gegenüber Andersdenkenden.
www.welt.de/debatte/kommentare/article13792773/Deutschland-leidet-unter-schwerer-Zertifikatitis.html
Haben SIE, "leser" , sich bereits stark gemacht auf Regional/-Kammerbezirksebene zur ANTRAGstellung in Kammerversammlungen zwecks einer AUSSERORDENTLICHEN ABDA-Hauptversammlung noch VOR Ostern-2012 mehr...
leser sagt:
17.01.2012 20:10was bitteschön soll diese Meldung bei DAZ.online? ist schon Saure-Gurken-Zeit? Gibt es nichts wichtigeres?
Winfried Meyer sagt:
17.01.2012 18:24Forschungsergebnisse sind u.U. allgemeinverständlicher und kostengünstiger zu haben :-)
LINGO VINO , ob die Sprache beherrschbar bleibt ?
http://www.youtube.com/watch?v=nRpuE_JYpwQ
33-minütiger Kurzfilm
Merke : "Eile mit Weile" ! (senegalesisches Sprichwort)