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Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind wieder öfter krankgeschrieben. (Foto: DAK/Wigger)

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind wieder öfter krankgeschrieben. (Foto: DAK/Wigger)

BKK Gesundheitsreport

Krankenstand im Jahr 2011 erneut gestiegen

Berlin - Der Krankenstand in Deutschland lag im ersten Quartal dieses Jahres 10 Prozent höher als im Vorjahr. Laut BKK Gesundheitsreport 2011 setzt sich der langsam ansteigende Trend der letzten Jahre damit auch in diesem Jahr fort. Die in den Betriebskrankenkassen (BKK) pflichtversicherten Mitglieder waren im Jahr 2010 durchschnittlich 14,8 Tage arbeitsunfähig – die Arbeitslosen einbezogen waren es sogar 15,3 Tage. Im Gesundheitsbereich Beschäftigte waren dagegen seltener krank als ein Jahr zuvor.

Der jährlich erscheinende BKK Gesundheitsreport erfasste für das Jahr 2010 die Gesundheitsdaten von 12,1 Millionen BKK-Versicherten. Das entspricht den Befunden jedes fünften sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Bei der Analyse zeigte sich, dass Frauen (14,5 Tage) im vergangenen Jahr weniger häufig krankgeschrieben waren als Männer (15,2 Tage). Außerdem waren die Beschäftigten in Bayern (12,9 Tage) und Baden-Württemberg (13,4 Tage) im letzten Jahr am seltensten krankgeschrieben – am häufigsten die Brandenburger (17,9 Tage) und Berliner (18,3 Tage).

Die beiden Hauptgründe für eine Arbeitsunfähigkeit waren weiterhin Muskel-/Skelett- und Atemwegserkrankungen. Zugleich wuchs aber erneut die Bedeutung der psychischen Erkrankungen. Frauen waren dabei deutlich häufiger als die Männer wegen psychischer Probleme krankgeschrieben – die Männer dagegen konnten überdurchschnittlich häufig wegen Muskel-/Skeletterkrankungen und Verletzungen nicht arbeiten gehen. Der Grund dafür liegt häufig an einer Fehlbeanspruchung im gewerblichen Bereich, so der Gesundheitsreport.

Die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen – die mit rund 562.000 Mitgliedern eine bedeutende Gruppe darstellen – waren 2010 jedoch weniger häufig krank als noch ein Jahr zuvor: Der Krankenstand fiel im Jahr 2010 um einen halben Tag auf durchschnittlich 14 Tage (2009: 14,5 Tage). Die Frauen, die 82,4 Prozent dieser Branche ausmachen, waren mit 14,3 Tagen dabei um 1,4 Tage länger krank als die Männer. Die Berufsgruppe im Gesundheitsbereich mit den niedrigsten Arbeitsunfähigkeitstagen waren wie im Jahr zuvor die Ärzte mit 5,8 Tagen je Mitglied.

Juliane Ziegler / 16.12.2011, 09:05 Uhr

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