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Umstrittene Prämien an Berliner KV-Vorstände? (Foto: Bilderbox)
Sonderzahlungen an Ärztefunktionäre
Berlin: 549.000 Euro extra für den KV-Vorstand
Berlin - Sowohl der Berliner Senat als auch die Staatsanwaltschaft prüfen derzeit die Zahlung von rund einer halben Millionen Euro „Übergangsgeld“ an den Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin. Vorgesehen sind Übergangsgelder für die Fälle, in denen Vorstandsmitglieder aus ihrem Amt ausscheiden und wieder Vollzeit in eine Praxis zurückkehren. Die drei Vorstände wurden in ihren Ämtern jedoch für weitere sechs Jahre bestätigt. Die KV Berlin will die Zahlung nun als „erfolgsunabhängige Prämie“ verstanden wissen.
Die KV hatte die Zahlungen zunächst bestritten. Am vergangenen Freitag bestätigte dann ihr Kontrollorgan – die unter anderem über die Höhe der Bezüge des Vorstandes entscheidende Vertreterversammlung –, dass die drei Vorstandsmitglieder Dr. Angelika Prehn, Dr. Uwe Kraffel und Burkhard Bratzke „Übergangsgelder“ in Form von Prämien erhielten.
In ihrer Stellungnahme beruft sich die Vertreterversammlung auf die im Mai nach der Auszahlung erfolgte mehrheitliche Zustimmung. Eine Vorstandsvergütung setze sich zusammen aus dem Jahresgehalt, einem Zuschuss zur Sozial- und Rentenversicherung, gegebenenfalls einem Übergangsgeld und/oder einer Prämie. „Das Geldvolumen, das für das Übergangsgeld zur Verfügung stand, wurde prospektiv als erfolgsunabhängige Prämie verstanden“, heißt es dort. Im Gegenzug sei eine „nur moderate Steigerung der Jahresgehälter“ vereinbart worden.
Mario Czaja (CDU), als Senator für Gesundheit und Soziales in Berlin für die Rechtsaufsicht der KV zuständig, kündigte gegenüber dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) Konsequenzen für den Fall an, dass sich die Zahlungen als unrechtmäßig erweisen. Er bemängelte außerdem, dass die KV – obwohl sie dies erklärte – die entsprechenden Unterlagen über die Zahlungen nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellt habe. „Im Gegenteil, wir wurden über die Zahlung der Übergansgelder nicht informiert“, so Czaja. Die KV wurde daher schriftlich zur Stellungnahme aufgefordert und noch in dieser Woche sollen Gespräche zwischen Senator und KV-Vorstand stattfinden.
Auch die Staatsanwaltschaft Berlin prüft die umstrittenen Zahlungen. Die Behörde habe ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Untreue eingeleitet, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber DAZ.online.
Juliane Ziegler / 13.12.2011, 13:51 Uhr
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herbert Schwarzer sagt:
23.03.2012 16:00Die Ärzte an der Basis werden nach "Strich und Faden" gekürzt, die Vorstände der KBV Spitze und auch anderer KV´n bedienen sich einfach. Ich hjalte den Vorgang für skandalös.
Tim sagt:
17.12.2011 12:37Willkommen in Italien. Schön zu wissen wie ruhig und unproduktiv Ermittlungsverfahren laufen, wenn Veruntreuer in der richtigen Position sitzen. Wo zum Teufel leben wir und wofür zahle ich Steuern?
Martin Berck sagt:
13.12.2011 19:22Die Funktionäre der KV Berlin sind von der Realität weit entrückt und von der Gier getrieben.Nach dem Motto "merkt ja keiner" kassieren diese "Kollegen", was sie zuvor durch Honorarkürzungen bei den Niedergelassenen eingespart haben. Der Ärztekammerhäuptling Jonitz kommentiert das mit "guter Arbeit" und outet sich als Vertreter seiner Klasse von abgehobenen Funktionären. Schlimm ist die Mittäterschaft der sog. Vertreter der KV, welche mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit für die Umwidmung der "Übergangsgeldes" in eine "erfolgsunabhängige Prämie" finanziell beteiligt wurden. Man fragt sich auch, ob diese Damen und Herren die von den DRK-Betrügern zurückgezahlten Millionen unter sich aufgeteilt haben. Die eigentlich mehr...