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Cortison wird seit Jahren zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis eingesetzt. Im Vergleich zu unbehandelter Arthritis (Abb. a) nehmen die entzündeten, lila eingefärbten Bereiche bei Cortison-Therapie (Abb. b) deutlich ab. (Grafik: K. Wagner, Fritz-Lipmann-Institut)
Rheumatoide Arthritis
Wie Cortison wirkt
Jena - Forscher des Leibniz-Instituts für Altersforschung in Jena deckten jetzt wichtige Details des Wirkungsmechanismus von Cortison bei der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis auf.
Sie konnten zeigen, dass vor allem die T-Zellen des Immunsystems durch Cortison beeinflusst werden. Diese T-Zellen verstärken die Entzündungsreaktion durch Freisetzung von Zytokinen wie Interleukin-17 oder Interferon gamma.
Normale Mäuse mit antigeninduzierter Arthritis sind durch Cortison therapierbar. Dagegen sind genetisch veränderte Mäuse, die keinen Glucocorticoid-Rezeptor in ihren T-Zellen besitzen, gegenüber der Therapie mit Glucocorticoiden resistent.
Durch die Glucocorticoid-Bindung werden Glucocorticoid-Rezeptoren aktiviert. In der Regel können sie ihre entzündungshemmende Wirkung als Monomer oder als Dimer entfalten. Bei den T-Zellen der Mäuse war das Glucocorticoid-Rezeptor-Dimer für die Hemmung verantwortlich.
Literatur: Baschant, U., et al.: Proc. Natl. Acad. Sci. 2011, Online-Publikation: doi: 10.1073/pnas.1105857108.
Dr. Bettina Hellwig / 07.12.2011, 09:28 Uhr
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