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Was für ein Husten plagt mich? (Foto: Mucosolvan)
Erkältungszeit
Hustendiagnose übers Telefon
Berlin - Seit heute können sich Hustenleidende wieder bei einer kostenlosen Telefonhotline die Art ihrer Beschwerden bestimmen lassen. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie (IDTM) entwickelten in Zusammenarbeit mit dem Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim eine entsprechende Diagnose-Software. Den Besuch bei Arzt oder Apotheker soll der Anruf allerdings nicht ersetzen.
Weil vielen Menschen gerade in der kalten Jahreszeit der Husten oftmals hartnäckig im Hals sitzt, entwickelten die Wissenschaftler des IDTM im Jahr 2010 eine entsprechende Erkennungssoftware. Diese läuft auf einem Rechner, der an das Telefonnetz angeschlossen ist. Wer nun wissen möchte, ob sein Husten produktiv – also verschleimt – oder trocken ist, kann das in Erfahrung bringen, indem er zum Hörer greift, die kostenlose Hotline anruft und mehrmals aus ungefähr 30 cm Entfernung in den Hörer hustet.
„Unsere Software analysiert in Echtzeit das akustische Signal, also das Husten des Anrufers, anhand typischer Hustenmerkmale. Diese Merkmale haben wir im Vorfeld durch viele verschiedene Hustenaufnahmen ermittelt. Nun werden diese mit den neuen Signalen des Anrufers verglichen und entsprechend eingeordnet“, erklärt Stefan Goetze, verantwortlich für das Husten-Telefon bei der Fraunhofer Projektgruppe. Nach circa anderthalb Minuten erfährt der Anrufer dann, unter welchem Husten er höchstwahrscheinlich leidet.
Bereits im vergangenen Winter wurde das Angebot ausgiebig genutzt – rund 30.000 Anrufer husteten der Software etwas vor. Einen Besuch beim Arzt oder Apotheker soll das System jedoch nicht ersetzen – es soll vielmehr hustengeplagten Patienten eine erste Orientierungshilfe bieten. Die Anrufer sollten sich in jedem Fall fachkundig untersuchen lassen, um die Hustenart zuverlässig einzuordnen und richtig behandeln zu lassen. Zu erreichen ist das „Silometer“ unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/0007178 von heute an bis März 2012 – dann ebbt die Hustenwelle meist ab.
Juliane Ziegler / 18.11.2011, 14:53 Uhr
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dino sagt:
21.11.2011 22:42Ja aber was bringt dann das Programm wenn das den Arztbesuch nicht ersetzt, also keine Kostensparen fär die Krankenkassen!
petiso sagt:
18.11.2011 17:11Prima ! Kurz und bündig,so soll es sein.Für eine schnelle Diagnose oder eher als Verdachtsdiagnose ist dieses System für den Benutzer sehr angenehm. Vor allem ohne " Kosten " in der heutigen Zeit,wo alle nur das eine wollen : - Geld -