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Ein Krankenhausaufenthalt kostet in Deutschland durchschnittlich 3.854 Euro. (Foto: Bilderbox)
Statistisches Bundesamt
Krankenhauskosten erneut gestiegen
Berlin - Die Gesamtkosten der über 2.000 Krankenhäuser in Deutschland beliefen sich 2010 auf insgesamt 79,7 Milliarden Euro – umgerechnet auf rund 18 Millionen stationär behandelte Patienten sind dies 3.854 Euro pro Fall. Das meldet das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis vorläufiger Ergebnisse. Die durchschnittlichen Kosten je Fall liegen damit um 2,2 Prozent über denen des Vorjahrs (3.772 Euro).
Die Krankenhauskosten setzten sich im Wesentlichen aus Personalkosten von 47,4 Milliarden Euro (+ 3,4 Prozent gegenüber 2009), Sachkosten von 30,2 Milliarden Euro (+ 3,3 Prozent) sowie Aufwendungen für den Ausbildungsfonds von einer Milliarde Euro (+ 1,7 Prozent) zusammen. Weitere 1,1 Milliarden Euro entfielen auf Steuern, Zinsen und ähnliche Aufwendungen und Kosten der Ausbildungsstätten.
In diesen Gesamtkosten waren jedoch auch die Ausgaben für nichtstationäre Leistungen – wie Ambulanz, wissenschaftliche Forschung und Lehre – mit einem Volumen von 10,3 Milliarden Euro enthalten. Die Kosten der rein stationären Krankenhausversorgung lagen bei rund 69,5 Milliarden Euro.
In den einzelnen Bundesländern variierten die durchschnittlichen Kosten je Fall: Am niedrigsten waren sie mit 3.516 Euro je Fall erneut in Mecklenburg-Vorpommern – schon 2009 gab es dort die niedrigsten Durchschnittskosten. Die höchsten durchschnittlichen Kosten pro Fall hatte in 2010 dagegen Bremen mit 4.311 Euro – das Bundesland löste damit den Spitzenreiter des Vorjahres Hamburg ab. Die teilweise starken Abweichungen entstehen durch ein unterschiedliches Versorgungsangebot in den jeweiligen Bundesländern und werden auch von der Art und Schwere der behandelten Erkrankungen beeinflusst.
Juliane Ziegler / 11.11.2011, 11:55 Uhr
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Heiko sagt:
12.11.2011 10:27@Jungspund
Danke für die kurze, prägnante und richtige Darstellung. Es ist ja falsch, wenn jemand behauptet die KV-Kosten steigen, wenn man z.B. Marcumar mit seiner geringen therap. Breite mal eben so austauscht. Der Schlaganfall, Herzinfarkt (bei plötzlicher Unterdosierung) und die Magen-und Darmblutungen (bei erhöhter Wirkung des Austauschpräparates)kostet dem Gesundheitssystem ja nichts, bis auf die paar Tausend Euro im Krankenhaus. Aber bei den Arzneimittel hat man ja ordentlich was gespart. Bitte mal durchrechnen, wie viele Patienten bei nur einem unerwünschten Ereignis (siehe oben) mit einem Austauschpräparat behandelt werden müssen, um ein paar Tausend Euro einzusparen! Aber wie schon gesagt, man brüstet sich nur damit, wieviel Geld bei Arzneimittel gespart werden mit den tollen mehr...
Jungspund sagt:
11.11.2011 17:55Kein Wunder bei der durch Rabattverträge entstehenden Verwirrung bei geriatrischen Patienten und die darauf folgenden Hospitalisierungen!