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Schlaganfallpatienten profitieren einer aktuellen Studie zufolge von der frühen Gabe von EPO. (Foto: manipulateur - Fotolia.com)
Schlaganfall
Erythropoetin schützt Nervengewebe
Göttingen - Erythropoetin (EPO) kann nach einem Schlaganfall helfen, die Krankheitsfolgen zu vermindern und Nervengewebe zu schützen.
Das zeigten jetzt Göttinger Wissenschaftler. Zuvor konnten sie in einer großen klinischen Studie nachweisen, dass EPO bei Schlaganfallpatienten wirkt, bei denen der verursachende Thrombus nicht medikamentös aufgelöst werden kann. In der neuen Studie zeigte sich, dass Schlaganfallpatienten durch die frühe Gabe von EPO profitieren und sich wieder besser erholen. Bei diesen Patienten wurden außerdem weniger Eiweißstoffe, die eine Schädigung des Gehirns anzeigen, freigesetzt als bei Schlaganfallpatienten ohne EPO-Behandlung.
Diese Eiweißstoffe - sogenannte Schadensmarker UCH-L1, S100B und GFAP - findet man bei Patienten mit akutem Schlaganfall und schweren Krankheitsfolgen in erhöhter Konzentration im Blut. Durch die Analyse dieser spezifischen Schadensmarker ist außerdem jetzt eine frühe Möglichkeit gegeben, den Erfolg einer Behandlung des Schlaganfalls biochemisch zu überprüfen.
Literatur: Ehrenreich, H., et al.: Molecular Medicine 2011; doi: 10.2119/molmed.2011.00259.
Dr. Bettina Hellwig / 13.10.2011, 09:15 Uhr
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pillenmehrwert sagt:
14.10.2011 09:36interessant und nicht ganz so unplausibel. Die anti-apoptotischen und somit Zyto-(insbesondere neuro-)protektiven eigenschaften von EPO sind schon länger (und nicht nur in Göttingen) Gegenstand intensiver Forschung. Mittlerweile sind auch schon EPO-Derivate (CEPO)entwickelt, die gar keine Wachstumsfaktor, sondern nur noch cytoprotektive Eigenschaften besitzen
Apotheker B sagt:
13.10.2011 21:53Das ist ja sehr interessant.
Aber wie kommen die Göttinger Wissenschaftler darauf EPO bei Apoplex einzusetzen?