Sie sind hier: Tagesnews-Spektrum > News

Spektrum

Arzneimittelexperte Professor Glaeske gibt Arzneimitteltipps auf SAT1.

Arzneimittelexperte Professor Glaeske gibt Arzneimitteltipps auf SAT1.

SAT1-Sendung Akte 20.11

„Verbraucherschützer“ Glaeske: Verfallsdatum als Empfehlung betrachten

Stuttgart - Der Einkauf in der Versandapotheke kann sich durchaus lohnen, die Beratung ist diskreter, und das Verfallsdatum auf den Packungen kann als Empfehlung betrachtet werden – Aussagen von Prof. Dr. Gerd Glaeske in der SAT1-Sendung Akte 20.11 am 6. September.

Die SAT1-Ratgeber-Sendung unternahm erneut den üblichen Preisvergleich zwischen Präsenz-, Discount- und Versandapotheke. Als Experten hatte sich SAT1 Deutschlands „Experten für Arzneimittel von der Uni Bremen“, wie er im Magazin vorgestellt wird, eingeladen, den Verbrauchern zum Thema Einsparmöglichkeiten bei Arzneimitteln Tipps zu geben.

Seine Empfehlungen in der Sendung sind entsprechend schlicht und fallen wie erwartet aus:

Präsenzapotheken sind am teuersten und lohnen sich nur in Akutfällen, ansonsten gibt es günstigere Arzneimittel in Discountapotheken und noch günstigere in den Versandapotheken. Dort ist auch die Beratung besser, so Glaeske, da sie vertraulich am Telefon stattfindet und nicht wie in der Präsenzapotheke andere Kunden mithören können.

Vor Ort lohnt es sich auch, so der Arzneimittelexperte, nach Generika zu fragen und nicht das von der Apotheke oft angebotene Originalpräparat zu akzeptieren. Bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, z. B. bei der Pille, lässt sich mit Importen sparen, so ein weiterer Tipp des Bremer Professors.

Interessant, was Glaeske zum Thema Verfallsdatum anmerkt. Zunächst stellt das Datum den Zeitpunkt dar, bis zu dem das Arzneimittel optimal wirkt. Bei Überlagerung kann sich die Wirksamkeit verringern. Der Verbraucher sollte dann das Arzneimittel erstmal anschauen, ob beispielsweise Tabletten bröseln, Dragees rissig sind und sich in Flüssigkeiten etwas absetzt - dann sollte man vielleicht zurückhaltend sein. „Ansonsten sind es Empfehlungen“, so Arzneimittelexperte Glaeske, ein Verfallsdatum bedeute nicht, dass von einem Tag auf den anderen das Mittel nicht mehr wirke.

Wenn Sie die Sendung ansehen möchten, klicken Sie bitte hier. (Die Sendung startet nach einer kurzen Werbung.)

Peter Ditzel / 08.09.2011, 15:08 Uhr

Kommentare:

12  nächste 
Robert Stan sagt:
10.09.2011 14:49

Ich finde es nicht richtig 80 % eines Berichtes über eine Versandapotheke zu machen, ohne diesmal einmal mit Namen zu erwähnen.

Falls es der eine oder andere nicht erkannt, die Onlineapotheke, über die hier größtenteils berichtet wird, ist APONEO.

http://www.aponeo.de

Udo sagt:
09.09.2011 14:06

Wir sollten uns auch (wie der Professor)mit obsoleten Standgefäßen umgeben und öfters an Propanolflaschen riechen. Das erhöht unsere Glaubwürdigkeit ungemein!

Jean Blaireau sagt:
09.09.2011 12:01

Glaeske, Schnauze!

banane sagt:
09.09.2011 11:47

Da sträuben sich mir die Nackenhaare! Beratung ist diskreter. Klar, wenn aber in 98% aller Fälle KEINE Beratung erfolgt, ist dies besser?! Dann sollten wir vielleicht alle PTA und Apotheker im HV abschaffen und durch ein Callcenter mit Warteschleife ersetzen. Immerhin haben wir dann "diskret" beraten.

Übernimmt Herr Glaeske die Haftung, falls ein Patient überlagerte Arzneimittel einnimmt und es zu Gesundheitsschäden kommt? Hat er schon mal was von Zerfall von Arzneimitteln und toxischen Abbauprodukten gehört?
Welcher Verbraucherschützer zeigt ihn aufgrund solch abstruser Empfehlung an?

Auf solche Experten kann Deutschland verzichten.

Johannes Deppe sagt:
09.09.2011 10:58

Daß die Versandapotheken besser beraten als der Glaeske glaube ich gern, aber er sollte doch nicht verallgemeinern.

orhon sagt:
09.09.2011 10:03

Schade dass einige Menschen ihre seelische
Krankheiten nicht behandeln lassen wollen und immer Glück beim Unsinn suchen müssen.
Dr.Göbel hat total recht.

MeckPommer sagt:
09.09.2011 08:46

Der Kerl tickt doch nicht mehr richtig. In D gilt immer noch das AMG, und da heißt es in § 5 (Verbot zum Schutz vor Täuschung): Verfallene AM dürfen nicht in Verkehr gebracht werden!!! Herr G. macht sich mit einem solchen Hinweis strafbar! Wer zeigt ihn an?

norbert brand sagt:
09.09.2011 07:56

ei ei, was dieses fehlgezündete Mietmaul wohl an Text absondern würde, wenn sich irgendwann einmal herausstellen würde, daß ein armes Präsenz-Apotheker-Schwein auf GKV-Rezept Arzneimittel abgerechnet hat, die "etwas bröseln" und sub"optimal wirken" wegen überschrittenen Verfalldatums?? ich glaube bzw. hoffe, daß es nun im Hirn unseres Experten auch langsam zu "bröseln" begonnen hat.

Experte sagt:
09.09.2011 00:24

Ab sofort verkaufe ich Arzneimittel, die zur Entsorgung abgegeben werden. Die Umwelt muss geschont werden und auch Medikamente können so "recycelt" werden.

OffizinApotheker sagt:
08.09.2011 18:37

Seltsam !
Anstelle mich (wie üblich) über Prof. Dr. G. oder oberflächliches Infotainment (hier sogar in Kombination !) zu ärgern, kommen mir bei der Lektüre dieses Artikels (ein Schmunzeln und) folgende Gedanken:

- ob dieser Prof. Dr. G. wohl wirklich so unabhängig ist

- wann denn nun die (kostenpfichtigen ?) Hotlines der Versand-Apos anfangen zu glühen, weil man da ja so gut und diskret beraten wird

- ob jetzt alle aufgeklärten Verbraucher bei ihrer discountigsten aller Versandapotheken nur noch schön nach den günstigeren Generika und Importen "fragen"

- welcher arme Mensch in der Pressestelle der Universität Bremen sich jetzt Gedanken über Verfalldaten und das Arzneimittelgesetzt machen muss

- ob das vielleicht alles nur mehr...

12  nächste 

Kommentar abgeben:

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

 

 

 

Sie können die News auch als RSS-Feed abonnieren:

RSS-Feed Tagesnews Alle

RSS-Feed Tagesnews Spektrum

 Hier finden Sie weitere Informationen zum RSS-Feed der DAZ.online.