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Die Mitgliederversammlung hat sich gegen einen weiteren Hauskauf in der Berliner Jägerstraße ausgesprochen. (Logo: ABDA)

Die Mitgliederversammlung hat sich gegen einen weiteren Hauskauf in der Berliner Jägerstraße ausgesprochen. (Logo: ABDA)

Erweiterung des Apothekerhauses gescheitert

Mitgliederversammlung sagt Nein

Berlin - Mit großer Mehrheit hat die ABDA-Mitgliederversammlung den Kauf des Nachbargrundstücks zur geplanten Erweiterung des Deutschen Apothekerhauses abgelehnt. Damit scheiterte der ABDA-Vorstand mit seinen Plänen, neben dem Apothekerhaus einen modernen sechsstöckigen Bürokomplex zu errichten.

Die Mitgliederversammlung erteilte dem ABDA-Vorstand zudem keinen Auftrag, mit dem Verkäufer weiter über einen niedrigeren Gesamtpreis für das 23,5 Millionen Euro teure Projekt zu verhandeln. Nach Angaben von Teilnehmern verlief die Debatte in der Mitgliederversammlung sachlich, aber in „erkennbar gereizter Atmosphäre“. Wie es jetzt mit den Erweiterungsplänen für den Verbandssitz der ABDA in Berlin weitergeht, ist offen.

Die Ablehnung erfolgte mit einer Mehrheit von 64 zu 35 Prozent der Stimmen. Zustimmung fand der Kauf der Immobilie Jägerstraße 48 nach DAZ.online-Informationen unter anderem bei Kammer und Verband Westfalen-Lippe und Sachsen, der Kammer Brandenburg, den Verbänden Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Rheinland-Pfalz.

In der Diskussion spielte vor allem der geforderte Projektpreis von 23,5 Millionen Euro sowie die allgemeine politische Landschaft für die Apotheken im Zusammenhang mit dem AMNOG eine Rolle. Gegenstand der Diskussion war nach Teilnehmerangaben auch die negative Wertentwicklung des bestehenden Apothekerhauses, die den damaligen Erwartungen des ABDA-Vorstandes nicht entsprochen habe.

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Lothar Klein / 23.02.2011, 14:19 Uhr

Kommentare:

Winfried Meyer sagt:
24.02.2011 10:37

zu
"[...] überwiegend die Verbände den Zukauf unterstützt haben [...]

noch nicht einmal das !!! , obwohl vorallem letztendlich die zustimmenden Landesverbände ("institutionell") durch dieses "NEIN" Vermögenwerte "indirekt" verlieren werden.

Vielmehr verteidigten nach meinen Informationen die zustimmenden VerbandsFÜHRER , Betonung auf "Diktator-Führung" mit personifizierter Listendelegiertenerpressung, im auch heute noch gültigem SYSTEM

www.apothekenforum.com/htm/abdafilz.html

ihre monetären "Besitz"tümer , unglaublich aber leider erschreckend wahr !

Deshalb werden Köpfe rollen, nicht durch das lästige (Wahl)Volk, sondern viel schneller durch die mehr...

Landapotheker sagt:
24.02.2011 09:39

Interessant, dass scheinbar überwiegend die Verbände den Zukauf unterstützt haben, während die Kammern doch recht zurückhaltend in der Zustimmung waren...

Cui bono?

Klaus sagt:
23.02.2011 23:32

Danke für die gut recherchierte und erhellende Berichterstattung. Ohne DAZ wäre das Ganze nicht so glimpflich ausgegangen, da bin ich sicher. Und die adhoc-Stellungnahme von Bellartz im Interview mit seinem eigenen(!) Branchendienst ist auch ganz schön frech.

Kirsten Conrad sagt:
23.02.2011 20:36

genau so ist es!!!
@ Frau Skapatetti
sie haben recht. Wir werden von der ABDA wirklich schlecht vertreten. Daran ändert auch der Neubau in Berlin nicht. Aber warum sollte man die 23Mille nicht ausgeben, die ABDA muss das Geld doch nicht verdienen. Die bekommen das Geld doch so und so, ob sie gute Arbeit leisten, schlechte oder gar keine. Bei dem Gedanken, liebe ABDA-Chefs, wie wäre es denn mal wieder mit einer Gehaltserhöhung für euch?

Uta Skapatetti sagt:
23.02.2011 20:30

Nahme am Zentrum der Macht? Wohl kaum. Wie Herr Meyer schon sagt, gemacht hat die ABDA in den letzten zehn Jahren wirklichts, zumindest nichts an das man sich groß erinnert. Ich finde es wirklich peinlich, wie die ABDA sich wirklich für die wahren Interessen von uns Apothekern einsetzt. Den Umzug nach Berlin hätte man sich sparen können.
Aber wen wundert es? Ich würde auch lieger in Berlin die Füße hochlegen als in Eschborn.

Winfried Meyer sagt:
23.02.2011 19:00

zu
"Wie es jetzt mit den Erweiterungsplänen für den Verbandssitz der ABDA in Berlin weitergeht, ist offen."

Na, da sagen sowohl apotheke-adhoc als auch "meine" Informanten doch was anderes !

„Es gab in den vergangenen Monaten eine intensive Debatte“, sagt ABDA-Sprecher Thomas Bellartz in heutiger apotheke-adhoc und weiter : „Seit Ende November haben sich die Gremien intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt."

Geschlagene 4 (in Worten VIER ! ) MONATE haben die "Gremien" benötigt, um politisches und zahlensicheres Gespür zu entwickeln ??? Diese Art von "Geschäftsführer"arbeit mit unnötigem Porzellan-Zerschlagen in Aussenwirkung ist miserabel, gar unverantwortlich gegenüber der mehr...

Michael Zeimke sagt:
23.02.2011 17:22

Es sitzen selten die besten im Vorstand.
Die einfachen Mitglieder sind meist die
besseren.
Siehe LAV Niedersachsen

Klasse sagt:
23.02.2011 15:27

Klasse.

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