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Hetzkampagne?
„Apotheker – die Profiteure der Gesundheitsreform“
Delmenhorst - Mehrere Apothekeninhaber in Delmenhorst fanden heute Morgen ein Plakat an ihrem Schaufenster, das die Apotheken übel beschimpft und in Misskredit bringt. Das Plakat wurde, so vermutet ein betroffener Delmenhorster Apotheker, über Nacht angebracht. Wer hinter dieser Hetzkampagne steckt, ist unklar.
Der Text auf dem Plakat:
„Viel Geld für wenig Leistung
DIE SCHUBLADENZIEHER
Nirgendwo sind die Arzneimittelpreise so hoch wie in Deutschland
Und fast nirgends gibt es so viele Pillenläden wie bei uns
Die Apotheker sind die Weltmeister im Jammern – tatsächlich aber die Profiteure der Gesundheitsreform
103500 Euro
ist der Durchschnittsverdienst der Apotheker
STERN 46/2003“
Nicht unschuldig an einer solchen Aktion könnten die von Medien, von der Politik und von Krankenkassen ausgehenden Anfeindungen und die Hetze gegen Apotheken sein, vermutet ein betroffener Apotheker. Manche Menschen könnten sich berufen fühlen, ihrem Unmut, geschürt durch die öffentlichen negativen Äußerungen gegen Apotheken, auf diese Weise Luft zu machen. Die Apotheken in Delmenhorst hoffen, dass dies ein Einzelfall bleibt.
Peter Ditzel / 13.01.2011, 17:24 Uhr
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Anonymus sagt:
15.01.2011 18:39...ich denken,dass wir Kollegen uns langsam Nadel und Faden bereitlegen sollten, da wir vermutlich in absehbarer Zeit Symbole auf unsere Kleidung nähen müssen.
Apothekerin sagt:
15.01.2011 17:05Man fragt sich schon ob jemand aus böser Absicht oder aus Unkunde Zahlen aus dem Jahr 2003 (vor den zahlreichen Gesundheitsreformen) zitiert.
pharmi sagt:
14.01.2011 20:16Es ist wirklich schade, dass in dieser Gesellschaft nur noch mit aggressiven Parolen gearbeitet wird. Dadurch wird die medizinische Versorgung und Betreuung auch nicht besser. Meist sind die Personen, die am lautesten auf Arzt/ Apotheke schimpfen auch nie schwer krank gewesen, sonst würde mit Sicherheit so manche Leistung auch gewürdigt werden.
Gunter Ullmann sagt:
14.01.2011 14:41Ich bin ja auf die Kommentare gespannt, wenn sich rumspricht, dass es immer mehr Apotheken gibt, in denen noch nicht mal Schubladen gezogen werden (automaten).........
Reinhard Rokitta sagt:
14.01.2011 07:32Nicht nur weil das ein Mitglied unseres Apothekenforums betrifft, Einzelfall hin oder her, das ist einfach schlimm. Jede/r Inhaber/in sollte sich vorstellen, wenn das an der eigenen Apotheke gehangen hätte. Und da hat sich jemand, der nicht blöd ist, Arbeit gemacht. Früher wäre man davon ausgegangen, dass das von Linken stammen könnte, heute nach dem AMNOG kann man solche Tat ja eher FDP/CDU-Anhängern zutrauen. Wer bricht die Macht der Medien?
Apothekerin sagt:
14.01.2011 00:44Und wann ziehen wir mit Pinsel und Kleister in einer Nacht- und Nebelaktion los und kleben Plakate an die Geschäftsstellen der Krankenkassen? Es muss doch endlich mal Stimmung aufkommen! Ansonsten läuft alles weiter wie bisher, immer weiter abwärts...
Apatsche sagt:
13.01.2011 21:52Nur nicht irre machen lassen von ein paar wenigen leichtgläubigen und naiven Schwachmaten, die auf jede Dummenverhetzung hereinfallen. Das kommt von interessierten Kreisen, die den ganzen Lügen-Schmarrn in ein paar wenige (meist immer die selben) überforderte und ahnungslose Massenmedien "public relaten".
Wie wäre es, wenn einmal alle Apotheken Deutschlands am selben Tag einen QMS-Tag abhalten, an denen die Offizinen zubleiben? Die zertifizierten Apotheken warten und pflegen ihr QMS und die anderen machen eine Mitarbeiter-Versammlung zur Einführung des selben. Und genauso - also als Qualitätsoffensive - wird dies auch in die Öffentlichkeit dargestellt. Das sollten unsere Verbandsvertreter so in die Fernsehkameras sprechen. Alle 50-60 km gibt es dann eine mehr...
Gast2011 sagt:
13.01.2011 20:57So sehen Wege in den Kommunismus aus! Wenn das der Jahresverdienst eines Apothekers ist, ist das weniger als Herr Ernst und Frau Loetzsch bekommen. Einheitslohn für alle?
Was für ein armseliger Versuch, eine Neidkampagne zu starten. Wer kommt als nächstes dran? Ärzte, alle Selbstständigen, Unternehmer? Wird Zeit, dieses Land sich selbst zu überlassen...
PTA sagt:
13.01.2011 20:36Das es nirgends so viele "Pillenläden" wie in Deutschland gibt, halte ich ebenfalls führ ein Gerücht. In den Städten mag es einem vielleicht so vorkommen. Aber mal ehrlich, wenn mann durch Füßgängerzohnen läuft gibt es ja auch alle 100 m einen Frisör und einen Imbis. Dagegen gibt es immernoch viel zu wenig Apotheken auf dem Land, ganz einfach aus dem Grund weil es sich für die Apotheker nicht rentiert.
Gabriele Barth sagt:
13.01.2011 19:29Wer behauptet, daß nirgendwo die Arznei-
mittelpreise so hoch sind wie in Deutschland, hat einfach keine Ahnung, es stimmt nicht! Außerdem scheint derjenige auch keine Ahnung zu haben, daß unser Staat mit 19%MWSt auf Arzneimittel am meisten kassiert.
Bloß nicht aufregen über soviel Ignoranz!