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Tod dreier Säuglinge an Mainzer Uniklinik
Oberstaatsanwalt: Klinik hat keine Schuld am Babytod
Mainz - Entwarnung für die Mainzer Klinik-Apotheke: Das Mainzer Personal der Universitätsklinik trifft nach Angaben der Staatsanwaltschaft keine Schuld am Tod dreier Babys, die eine verseuchte Nährlösung bekommen haben. Das sagte der Leitende Oberstaatsanwalt von Mainz, Klaus-Peter Mieth, am 27. August vor der Presse.
Als Ursache für die Verkeimung gilt eine mutmaßlich defekte Infusionsflasche. An ihr wurde eine starke Keimbelastung entdeckt. „Wir haben Anlass zu der Annahme, dass es irgendwo zwischen Abfüllung und Eintreffen in die Uniklinik zu der Beschädigung und der Verkeimung gekommen ist“, sagte Mieth der Nachrichtenagentur dpa. Die Flasche sei vermutlich während des Transports beschädigt worden.
In der Flasche sei eine „sehr hohe Belastung“ mit Bakterien nachgewiesen worden, sagte Professor Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene der Universität Bonn, in Mainz. Ob die Keime in der Nährlösung zum Tod der drei Babys auf der Intensivstation führten, ist noch unklar. Der Staatsanwaltschaft zufolge werden die Obduktionsergebnisse erst in einigen Wochen vorliegen.
Erleichterung bei der Leiterin und den Mitarbeitern der Klinik-Apotheke: Nach Darstellung von Mieth ist auszuschließen, dass die Kontamination an den Schläuchen entstand, in denen die Infusionslösung in der Klinikapotheke hergestellt wurde. Dies ergab die mikrobiologische Untersuchung. Der Betrieb in der Apotheke könne demzufolge wieder aufgenommen werden.
Insgesamt hatten vor einer Woche elf Kinder auf der Intensivstation die verseuchte Nährlösung bekommen, drei von ihnen waren gestorben.
dpa/Peter Ditzel / 27.08.2010, 13:42 Uhr
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