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Desaster an der Uniklinik Mainz: Möglicherweise waren Schläuche der Apparatur für die Mischung der Infusionslösungen verunreinigt. 
(Foto: Imago-stock)

Desaster an der Uniklinik Mainz: Möglicherweise waren Schläuche der Apparatur für die Mischung der Infusionslösungen verunreinigt. (Foto: Imago-stock)

Uniklinik Mainz

Verunreinigte Schläuche als Ursache?

Mainz - Zwei Säuglinge sind gestorben, ein dritter Säugling schwebt in Lebensgefahr: Die Säuglinge hatten am 21. August 2010 im Mainzer Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Mainz eine durch Bakterien verunreinigte Infusionslösung erhalten. Wie die Staatsanwaltschaft Mainz mitteilt, waren möglicherweise Schläuche nicht steril – über sie könnte es zur Verunreinigung der Infusionslösungen für die Neugeborenen gekommen sein.

Laut Staatsanwaltschaft sei es als wahrscheinlich anzusehen, dass die Verunreinigungen im Bereich der Universität passiert seien und nicht bei den Herstellern der Einzelkomponenten für die Infusionslösungen. Daher seien die Schläuche der Apparatur sichergestellt, der Reinraum geschlossen worden.

Derzeit werden die Mitarbeiter der Apotheke des Klinikums befragt, heißt es von Seiten der Oberstaatsanwaltschaft.

Gleichwohl sei die mit Darmbakterien verunreinigte Infusion noch nicht als Todesursache bestätigt worden, der Keim sei allerdings bei einem der Kinder nachgewiesen worden.

Siehe hierzu auch den Bericht: Uniklinik Mainz: War verunreinigte Infusionslösung Ursache für den Tod zweier Kinder?

Peter Ditzel / 23.08.2010, 15:36 Uhr

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