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Das Robert Koch Institut sucht eine neue Leitung.
Robert Koch Institut
Nachfolge für Hacker noch ungeklärt
Berlin - Das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) steht vorläufig ohne Präsidenten da. Der bisherige Amtsinhaber Jörg Hacker wurde am Montag von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) verabschiedet und wird Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle. Nach seiner Wahl 2009 wird der Mikrobiologe an diesem Freitag festlich in sein Amt eingeführt. Am RKI ist noch unklar, wer Hacker nachfolgt. Für die Stellenbesetzung ist das Ministerium zuständig, da das RKI ein Bundesinstitut ist.
Die Stelle sei ausgeschrieben worden und die Bewerbungsfrist im November abgelaufen, hieß es im Bundesgesundheitsministerium. Im Moment laufe das Auswahlverfahren. Das RKI werde in der Zwischenzeit von dem Vizepräsidenten Reinhard Burger geführt. Das sei nicht ungewöhnlich.
Für Hacker (58) war der RKI-Chefposten nur eine kurze Zwischenstation. Er trat sein Amt im März 2008 als Nachfolger von Reinhard Kurth an, der das Institut 18 Jahre lang geleitet hatte. Minister Rösler würdigte Hacker in seiner Verabschiedung: „In Zeiten der Influenzapandemie war es beruhigend zu wissen, dass eine Person mit einer solch großen Erfahrung die größte Behörde im Geschäftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums leitet“. Auch sei das RKI unter seiner Leitung dem Ziel, ein modernes Public-Health-Institut zu werden, ein großes Stück nähergekommen.
Hackers neue Wirkungsstätte, die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde am 14. Juli 2008 zur Nationalen Akademie der Wissenschaften ernannt. Aufgabe der Akademie ist es, die Politik zu beraten, Brennpunkte der Gesellschaft zu benennen und Empfehlungen zu geben. Die Leopoldina gilt als die älteste deutsche Gelehrtengesellschaft. Zu den Mitgliedern zählen mehr als 1300 Wissenschaftler aus der ganzen Welt, darunter mehr als 30 Nobelpreisträger.
dpa/Kirsten Sucker-Sket / 23.02.2010, 07:15 Uhr
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