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Medikamente für Bedürftige 50% günstiger - das ermöglicht die Dülmener Tafel. (Foto: lu-photo_fotolia.com)

Apotheken und Medikamenten-Tafel

Arzneimittel zum halben Preis für Bedürftige

Dülmen - Im Rahmen des Stuttgarter Projekts „Medikamente für die schwäbische Tafel“ erhalten verarmte Menschen nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel ein Viertel günstiger. Eine ähnliche Medikamenten-Tafel hat jetzt auch die Stadt Dülmen im Münsterland eingerichtet: Rezeptfreie Tabletten, Säfte und Salben gibt es für Dülmener Bürger, die von der Sozialhilfe leben, zum halben Preis. Alle Dülmener Apotheken beteiligen sich daran.

Damit arme Menschen nicht auf notwendige Arzneimittel verzichten müssen, bietet die Dülmener Tafel Bedürftigen nicht nur verbilligte Lebensmittel an, sondern hat ihr Angebot  auf Medikamente erweitert. Die Medikamenten-Tafel möchte auch Sozialhilfeempfängern ermöglichen, benötigte Arzneimittel zu erwerben, damit nicht durch Nichteinnahme von Arzneimitteln chronische Krankheiten entstehen. Patienten, die diese Hilfe in Anspruch nehmen wollen, lassen sich ein Grünes Rezept beim Hausarzt ausstellen, gehen zur Tafel, wo sie nachweisen, dass sie von der Sozialhilfe leben. Sie lassen dann das Rezept von der Tafel abstempeln und gehen damit in eine der Dülmener Apotheken, wo sie das benötigte Arzneimittel 50% günstiger bekommen. Die andere Hälfte übernimmt die Schirmherrin der Dülmener Tafel, Gabrielle Herzogin von Croy.

Ein ähnliches Projekt hat sich bereits in Stuttgart bewährt. Dort erhalten verarmte Menschen über das Projekt „Medikamente für die Schwäbische Tafel“ nicht verschreibungsfähige Arzneimittel ein Viertel günstiger. Unterstützt werden dort Menschen, die nachweislich verarmt sind, die „Bonuscard“ der Stadt Stuttgart haben und in den Läden der Schwäbischen Tafel Stuttgart einkaufen dürfen. Gesponsert wird die Aktion vom Pharmagroßhandel Gehe. Der Stuttgarter Ärzteschaft liegt eine Liste mit rund 20 Wirkstoffen und den entsprechenden Produkten vor, die über eine Verordnung mit dem „Grünen Rezept“ in den am Modell  beteiligten Apotheken verbilligt abgegeben werden.

Peter Ditzel / 10.02.2010, 17:30 Uhr

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