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Neue Therapien lassen Kosten bei Nierenzellkarzinom explodieren. Foto: CDC/Dr. Edwin P. Ewing, Jr

Neue Therapien lassen Kosten bei Nierenzellkarzinom explodieren. Foto: CDC/Dr. Edwin P. Ewing, Jr

Nierenzellkarzinom

NICE setzt Grenzen für den Einsatz teurer Therapeutika

Stuttgart - Das britische National Institute for Health and Clinical Excellence hat die Behandlungsmöglichkeiten von Patienten mit fortgeschrittenem und/oder metastasiertem Nierenzellkarzinom eingeschränkt.

 

Lediglich Sunitinib (Sutent®) wird damit noch in der First-line-Behandlung bei metastasiertem und fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom in Großbritannien vom NHS erstattet. Als Grund für diese Entscheidung werden die extrem hohen Kosten genannt, die durch die betroffenen Medikamente verursacht werden. Sie stehen nach Ansicht der Experten des NICE in keinem Verhältnis zu dem zu erwartenden Benefit. Es sei nicht zu rechtfertigen, dass dem staatlichen Gesundheitsdienst mit den neuen teuren Therapieoptionen (die Jahrestherapiekosten werden beispielsweise für Bevacizumab mit ca. 60 000 Euro angegeben) Geld für kosteneffizientere Behandlungsmöglichkeiten entzogen würde. Schon vor einem Jahr hatte das NICE mit dem Vorschlag, die Kosten für die vier innovativen Medikamente nicht mehr zu erstatten, für Diskussionen gesorgt. Die Einsprüche der Hersteller haben jetzt dazu geführt, dass zumindest Sunitinib in der First-line-Behandlung erstattet werden kann. Prof. Peter Littlejohns, Direktor des NICE betont, dass damit eine dieser neuen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen würde.

 

 

 

Quelle: NICE-Pressmitteilung vom 26. August 2009

 

Doris Uhl / 03.09.2009, 10:56 Uhr

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