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21.09.2011 Recht

Ein Fall für Justizia: Wann entfällt für die Krankenkasse der Anspruch auf den Apothekenrabatt? (Foto: Bilderbox)

Landessozialgericht Hamburg

Anspruch auf Apothekenabschlag trotz verspäteter Teilzahlung

Teilerfolg für den Hamburger Apothekerverband: Bei einer teilweise verspäteten Zahlung einer Krankenkasse für Arzneilieferungen von Apotheken entfällt zwar nicht der gesamte Apothekenabschlag, wohl aber dessen Anteil für die nicht gezahlte Summe. Dies hat jetzt das Landessozialgericht Hamburg entschieden. ...mehr

19.09.2011 Recht

Acht Euro Zusatzbeitrag - im Januar 2010 wurde er bei mehreren gesetzlichen Kassen fällig. (Foto: Sket)

Gemeinsam angekündigte Zusatzbeiträge

LSG: Kein Fall fürs Kartellrecht

Das gemeinsame Handeln einiger Krankenkassen bei der Erhebung von Zusatzbeiträgen war rechtmäßig: Gesetzliche Krankenkassen sind keine Unternehmen im Sinne des Wettbewerbsrechts, weshalb auf sie das Kartellrecht keine Anwendung findet. Dies entschied jetzt das Hessische Landessozialgericht. ...mehr

08.09.2011 Recht

Alle deutschen Apotheken müssen die Arzneimittelpreisverordnung einhalten - generelle Discount-Apotheken kann es daher nicht geben. (Foto: Sket)

Oberlandesgericht Dresden

Bezeichnung als „Discount-Apotheke“ unzulässig

Apotheker dürfen ihre Apotheke weder als „Discount-Apotheke“ noch als „preiswerte Apotheke“ bezeichnen. Das Oberlandesgericht Dresden lehnt Formulierungen dieser Art in einem aktuellen Urteil als irreführend und wettbewerbswidrig ab. Der Grund ist einleuchtend: Ein Großteil des Apothekensortiments – nämlich verschreibungspflichtige Medikamente – ist preisgebunden. ...mehr

AOK Baden-Württemberg stellt Strafanzeige gegen sieben Apotheker. (Foto: Bilderbox)

Metoprolol

AOK-Anzeigen gegen sieben Apotheker - Staatsanwaltschaft bejaht Anfangsverdacht

Die AOK Baden-Württemberg hat bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen sieben Apotheker Anzeige wegen Abrechnungsbetruges mit Zusammenhang mit dem Arzneimittel Metoprolol-Succinat des Herstellers Betapharm erstattet. ...mehr

31.08.2011 Recht

Rx-Barrabatte - weiterhin ein Thema für die deutschen Gerichte. (Foto: Bilderbox)

OLG Stuttgart

Skonti bei Rx-Rezepten sind stets unzulässiger Barrabatt

Die Gewährung von Skonti auf Privatrezepte und Patientenzuzahlungen stellt eine unzulässige Umgehung des durch die Arzneimittelpreisverordnung bewirkten Barrabattverbotes dar. Dies hat das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart in einem aktuellen Urteil entschieden. ...mehr

19.08.2011 Recht

Soll das potenzielle Freiwahl-Sortiment in der Apotheke noch größer werden? (Foto: DAZ-Archiv)

Grundsatzentscheidung erwartet

Gehören OTC in die Freiwahl?

Das Bundesverwaltungsgericht wird darüber entscheiden, ob rezeptfreie apothekenpflichtige Arzneimittel in der Freiwahl angeboten werden dürfen. Es ließ Ende Juli die Revision eines Apothekers zu, der seit 2003 eine gerichtliche Entscheidung darüber begehrt, ob das Selbstbedienungs-Verbot bei OTC-Medikamenten einen Verstoß gegen die Berufsfreiheit darstellt. ...mehr

18.08.2011 Recht

Novartis konnte sich erfolgreich gegen eine wettbewerbsrechtliche Unterlassungsklage durchsetzen. (Logo: Novartis)

Arzneimittel-Werbung

OLG München: Keine Bedenken gegen Werbeflyer auf Voltaren-Packung

Das Oberlandesgericht (OLG) München hält es für wettbewerbsrechtlich unproblematisch, wenn auf der Faltschachtel eines OTC-Arzneimittels mittels Klebepunkten ein aufklappbarer Werbeflyer für ein anderes rezeptfreies Medikament angebracht ist. Anders als die Vorinstanz geht das OLG nicht davon aus, dass der Flyer ein Bestandteil der äußeren Umhüllung des Arzneimittels sei. Damit unterliege sie auch nicht der Kennzeichnungspflicht des § 10 Abs. 1 AMG. ...mehr

17.08.2011 Recht

(Foto: Bilderbox)

Ärztliches Berufsrecht

Zytostatikaversorgung: Empfehlung einer bestimmten Apotheke unzulässig

Die gesellschaftsrechtliche Beteiligung eines Arztes an einem Zytostatika herstellenden Unternehmen verstößt gegen die ärztliche Berufsordnung, wenn der Arzt seinen eigenen Gewinn messbar steigert, indem er dem Patienten einen Apotheker empfiehlt, der an dem Unternehmen ebenfalls beteiligt ist. ...mehr

16.08.2011 Recht

Das LSG in Darmstadt hat entschieden, dass eine gesetzliche Krankenkasse unter Umständen auch für private Leistungen erstatten muss. (Foto: Bilderbox)

Hessisches Landessozialgericht

Unzureichende Aufklärung: Kasse muss zahlen

Lässt ein Vertragsarzt einen Patienten durch unzureichende Aufklärung in dem Glauben, er erbringe eine zum Leistungsspektrum der GKV gehörende Behandlung, so liegt ein sogenanntes Systemversagen vor. Die Konsequenz: Die Kasse muss die Behandlungskosten auch dann übernehmen, wenn der Versicherte einen Privatbehandlungsvertrag unterzeichnet hat. ...mehr

11.08.2011 Recht

Fonds können riskant sein - dessen muss sich ein Anleger bewusst sein. (Foto: Bilderbox)

Wertpapieranlagerecht

Berufung gegen ApoBank auf Schadensersatz zurückgewiesen

Das OLG Düsseldorf hat in einem aktuellen Urteil die Schadensersatzklage eines Anlegers gegen die ApoBank in der Berufungsinstanz zurückgewiesen. Der Kläger hatte der Bank eine nicht korrekte Beratung und Aufklärung vorgeworfen. ...mehr

Der Bayerische VGH hatte sich mit Spezialproblemen der Leitung einer Filialapotheke zu befassen. (Foto: Bilderbox)

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof

OHG-Apotheker darf auch Filialleiter sein

Ein Apotheker, der mit Kollegen in der Rechtsform einer OHG eine Haupt- und eine Filialapotheke betreibt, kann auch verantwortlicher Leiter dieser Filialapotheke sein. Dies hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden. Dezidiert hat sich das Gericht dabei mit den einschlägigen Vorschriften des Apothekengesetzes und der Apothekenbetriebsordnung auseinandergesetzt. ...mehr

10.08.2011 Recht

Die Zusatzbeiträge der DAK sind ein Fall für die Justiz. (Foto: DAK)

Sozialgericht Berlin

DAK-Zusatzbeiträge unwirksam

Auch die DAK hat ihre Versicherten nicht hinreichend über ihr Sonderkündigungsrecht aufgeklärt, als sie im letzten Jahr begann, einen Zusatzbeitrag zu erheben. Dies entschied heute das Sozialgericht Berlin. Die DAK ist allerdings ganz anderer Meinung. ...mehr

09.08.2011 Recht

Notdienste können nicht auf eine Apotheke im Filialverbund übertragen werden. (Foto: ABDA)

Bundesverwaltungsgericht

Warum sich alle Filialapotheken am Notdienst beteiligen müssen

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Gründe zu seinen beiden Notdienst-Urteilen vorgelegt: Nach der Apothekenbetriebsordnung besteht kein Anspruch auf eine generelle Befreiung von der Beteiligung am Notdienst aus rein wirtschaftlichen oder betrieblichen Gründen. ...mehr

08.08.2011 Recht

"Bier macht nicht dick" - wahrheitsgemäße und belegte Information oder unzlässige Werbung? (Bild: DBB)

Wettbewerbsrecht

Gericht untersagt gesundheitsbezogene Bier-Werbung

Das Landgericht Berlin hat dem Deutschen Brauer-Bund e.V. untersagt, mit positiven gesundheitsbezogenen Wirkungen von alkoholischen Getränken zu werben. Der Verband preist Bier auf seiner Homepage jedoch nach wie vor als „gut fürs Herz“, „für starke Knochen“ und Vitaminlieferant an. ...mehr

Chefarztbehandlung gegen "Spende" - Freiheitsstrafe für Mediziner ist rechtens. (Foto: Bilderbox)

„Spenden“-Annahme für Chefarztbehandlung

BGH bestätigt Verurteilung wegen Bestechlichkeit

Die Verurteilung des Star-Chirurgen Professor Broelsch zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe hat Bestand: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Revision des Chefarztes, der vom Landgericht Essen unter anderem wegen Bestechlichkeit und Betrug verurteilt worden war, als offensichtlich unbegründet verworfen. ...mehr

05.08.2011 Recht

Vitalsana will Grundsatzurteil beim BGH erstreiten. (Foto: )

Revision beim BGH

Vitalsana will Grundsatzurteil erstreiten

Die niederländische Versandapotheke Vitalsana, Kooperationspartner der Drogeriekette Schlecker, will im Rechtsstreit über ihre Geschäftsaktivitäten in Deutschland ein Grundsatzurteil erstreiten. Dazu hat Vitalsana beim Bundesgerichtshof (BGH) gegen das Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart vom Februar dieses Jahres Revision eingelegt. ...mehr

21.07.2011 Recht

Immer mehr Gerichte wollen die Frage geklärt wissen, ob ein Vertragsarzt Amtsträger ist. (Foto: Bilderbox)

Großer Senat für Strafsachen

Weiterhin ungeklärt: Sind Vertragsärzte Amtsträger?

Die Frage, ob Vertragsärzte Amtsträger sind, treibt die Gerichte weiterhin um. Wenn ja, dann könnten Ärzte sich der Amtsdelikte der Vorteilsannahme/-gewährung und der Bestechlichkeit bzw. Bestechung strafbar machen. Beantworten soll die Frage der Große Senat für Strafsachen. Diesem liegt seit gestern ein entsprechender weiterer Vorlagebeschluss eines Strafsenates vor. ...mehr

Die fristlose Kündigung einer Arbeitnehmerin wegen der Veröffentlichung von Missständen bei ihrem Arbeitgeber verstößt gegen die Menschenrechtskonvention, so der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einem aktuellen Urteil (Foto: bluedesign - Fotolia)

Europäischer Gerichtshof

Meinungsfreiheit von Arbeitnehmern ist geschützt

Wer öffentlich auf Missstände oder Skandale bei seinem Arbeitgeber aufmerksam macht, riskiert in Deutschland oft seinen Job. Das könnte sich nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ändern. ...mehr

18.07.2011 Recht

Die ApoBank hat nach einem Urteil des LG Düsseldorf gegen die Grundsätze der anlegergerechten Beratung verstoßen. (Foto: ApoBank)

Wertpapieranlagerecht

LG Düsseldorf verurteilt ApoBank zu Schadenersatz

Das Landgericht Düsseldorf hat die ApoBank wegen Verstoßes gegen die Grundsätze der anlegergerechten Beratung zu Schadenersatz in Höhe von 220.445,46 Euro verurteilt. Die Bank hatte Wertpapiere der „Risikoklasse D - Chancenorientiert“ empfohlen, obwohl nachweislich nur Produkte bis maximal „Risikoklasse C - Wachstumsorientiert“ gewählt worden waren. ...mehr

Bei der Steuererklärung können nun auch Kosten für Zivilprozesse als abzugsfähig geltend gemacht werden. (Foto: Bilderbox)

Bundesfinanzhof

Zivilprozesskosten steuerlich absetzbar

Ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) dürfte auch Apotheker interessieren, die sich über die Kosten von Zivilprozessen ärgern: Diese Kosten können bei der Einkommensteuer als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden – und zwar unabhängig vom Streitgegenstand. ...mehr

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