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28.03.2015 Pharmazie

((Fotos: scottchan, gena96 - Fotolia.com; Montage: DAZ/ekr)

DAZ.online-Wochenschau

Beratungstests: Apotheker punkten, Ärzte fallen durch

Mal wieder gab es Beratungstests. Bei der „Pille danach“ schneiden die Apotheker aber gut ab. Dafür trifft es diese Woche die Ärzte, deren Beratungskompetenz Stiftung Warentest unter die Lupe genommen hat. Außerdem warnt die Techniker Krankenkasse vor Wechselwirkungen bei Sofosbuvir und die Kontraindikationen für Metformin wurden gelockert. Mehr dazu in der Wochenschau. ...mehr

26.03.2015 Recht

Die Verordnung der „Pille“ fällt nicht unter die Zahnheilkunde. (Foto: Brigitte Meckle/Fotolia)

Unterschiedliche Auffassungen

Dürfen Zahnärzte die „Pille“ verordnen?

Dürfen Zahnärzte Arzneimittel verschreiben, die nicht in Zusammenhang mit der zahnärztlichen Heilkunde stehen? Oder konkret, darf eine Zahnärztin sich selbst die „Pille“ verschreiben? Eine Meldung zu dieser Thematik hatte vergangene Woche für Aufsehen gesorgt. Kommentare und Nachfragen zeigen, dass die Auffassungen zu dieser Frage unter Apothekern auseinandergehen. Und auch die Bundes-Zahnärztekammer bewertet die Lage anders als die Apothekerkammern. ...mehr

24.03.2015 Recht

Der EuGH wird über die Rx-Boni-Frage befinden. (Foto: nmann77/Fotolia)

EU-Versandapotheken

Rx-Boni-Frage in Händen des EuGH

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat darüber zu entscheiden, inwieweit die deutsche Arzneimittelpreisbindung auch für ausländische Versandapotheken gilt – ob Rx-Boni also auch für Versender wie DocMorris tabu sind. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat die Frage der Vereinbarkeit deutscher Preisbindungsklauseln mit europäischem Recht heute dem EuGH vorgelegt. ...mehr

23.03.2015 Recht

Das Bundessozialgericht ist im hessischen Zytostreit angerufen. (Foto: Jörg Lantelme/Fotolia)

Zytostatikaversorgung in Hessen

Das Bundessozialgericht ist am Zug

Das Bundessozialgericht wird sich bald mit den Zytostatika-Ausschreibungen der AOK Hessen beschäftigen: Die AOK hat Sprungrevision eingelegt gegen das Urteil des Sozialgerichts Darmstadt, demzufolge die Nullretaxation eines Apothekers, der Zytostatikazubereitungen an AOK-Versicherte abgab, obwohl er keinen Vertrag mit der AOK Hessen hatte, rechtswidrig war. Beim VZA ist man zuversichtlich, dass das Gericht die freie Apothekenwahl der Versicherten bestätigen wird. ...mehr

19.03.2015 Recht

Die Antibaby-Pille: Darf eine Zahnärztin sie sich selbst verschreiben? (Foto: Fotolia/rainbow33)

Arzneimittelverschreibungsverordnung

Darf eine Zahnärztin die Pille verschreiben?

Eine Frau kommt in die Apotheke und legt ein Privatrezept über die Antibaby-Pille vor. Auf den zweiten Blick erkennt die Apothekerin: Das Rezept hat eine Zahnärztin ausgestellt. Auf Nachfrage der Apothekerin legt die Kundin einen Nachweis vor, aus dem hervorgeht, dass sie selbst Zahnärztin ist und das Rezept für sich (ad usum proprium) ausgestellt hat. Darf die Apothekerin das Rezept beliefern oder nicht? ...mehr

13.03.2015 Recht

Wartezimmer-TV: Dürfen auch Apotheken werben? Ob die BGH-Entscheidung hierüber Aufschluss gibt, ist noch offen. (Foto: TV-Wartezimmer)

Bundesgerichtshof

Wartezimmer-TV gewinnt

Gestern stand das „Wartezimmer-TV“ beim Bundesgerichtshof auf dem Prüfstand: Ein Angebot, das Apothekern ermöglicht, in Wartezimmern von Arztpraxen auf Bildschirmen für sich zu werben. Während die Vorinstanzen das Geschäftsmodell für wettbewerbswidrig hielten, hoben die Karlsruher Richter diese Urteile nun auf und wiesen die Klage ab. ...mehr

12.03.2015 Recht

Engelhard muss bei den Hinweisen zu Prospan-Nebenwirkungen nachbessern. (Foto: reinhard sester/Fotolia)

Nebenwirkungsangaben zu Efeu

Engelhard muss bei Prospan nachbessern

Bei der Einnahme von Efeu-haltigen Arzneimitteln kann es „gelegentlich“ zu allergischen Reaktionen kommen. Zu diesem Ergebnis kam das Committee on Herbal Medicinal Products der EMA vor vier Jahren nach einer Prüfung. Das BfArM lehnte daher die Änderungsanzeige von Engelhard ab, derzufolge bei der Einnahme von Prospan® Husten-Lutschpastillen allergische Reaktionen „sehr selten“ erfolgen – und bekam mit dieser Entscheidung vor Gericht auch recht. ...mehr

Das Landgericht Aschaffenburg wird sich nun mit der Zulässigkeit von Großhandels-Skonti befassen. (Foto: Bilderbox)

Skonti-Streit

Klage gegen AEP eingereicht

Die Wettbewerbszentrale hat diese Woche ihre Klage gegen AEP beim Landgericht Aschaffenburg eingereicht. Das Verfahren soll grundsätzlich die Frage klären, ob Rabatte des Großhandels – auch Skonti – zulässig sind, wenn sie über die disponible Großhandelsspanne von 3,15 Prozent hinausgehen. ...mehr

10.03.2015 Recht

Arzneimittel dürfen nicht mit dem Siegel eines Apothekerverbands beworben werden. (Foto: Brian Jackson/Fotolia)

Wick MediNait

Werbung mit BVDA-Siegel verboten

Vergangenes Jahr warb Procter & Gamble damit, dass sein Präparat Wick MediNait vom Bundesverband Deutscher Apotheker (BVDA) zum „Erkältungsmedikament des Jahres 2014“ gewählt wurde. Das sorgte vielfach für Kritik. Zurecht, wie das Oberlandesgericht Frankfurt nun bestätigte: Die Werbung mit einer im Gesundheitswesen tätigen Person sei schließlich wettbewerbswidrig. Das gelte auch, wenn mit dem von einem Apothekerverband verliehenen Preis geworben wird. ...mehr

09.03.2015 Recht

Der BGH sorgt in letzter Zeit mit seinen Urteilen immer wieder für Verwunderung. (Foto: BGH)

Rabatte auf Fertigarzneimittel für Blister

BGH weist Klage gegen Ratiopharm ab

Die Verwunderung der Prozessbeobachter der Bayerischen Landesapothekerkammer war groß: Während die Vorinstanzen sich einig waren, dass ein Arzneimittelhersteller die Preise von Fertigarzneimitteln, die patientenindividuell verblistert werden sollen, nicht frei mit den einzelnen Apotheken verhandeln darf, entschied der Bundesgerichtshof am 5. März in letzter Instanz, die Klage gegen den Hersteller Ratiopharm abzuweisen sei. Die Urteilsgründe liegen noch nicht vor. ...mehr

Brötchen-Gutscheine sind für Apotheken tabu. (Foto: stockpics/Fotolia)

Unzulässige Boni

Wasserweck und Ofenkrusti vom Apotheker

Für Rx-Arznei gilt ein generelles Zuwendungsverbot. Spitzfindige Apotheker suchen aber immer wieder neue Möglichkeiten, ihre Kunden dennoch zu locken. Gerichtsentscheidungen gibt es zahlreiche. Von einem weiteren Beispiel berichtete Christiane Köber von der Wettbewerbszentrale beim ApothekenRechtTag in Hamburg: Eine Apotheke gewährt einen „Brötchen-Gutschein“, für den der Kunde in einer nahegelegenen Bäckerei „zwei Wasserweck oder ein Ofenkrusti“ erhält. ...mehr

05.03.2015 Recht

Metoprolol-Vertragsstrafe: Das Sozialgericht Mannheim hat der AOK BaWü eine deutlich Absage erteilt. (Foto: Joachim Lechner/Fotolia)

Nicht belieferbare Rabattverträge

AOK hält an Metoprolol-Vertragsstrafe fest

Die AOK Baden-Württemberg streitet weiter für ihre Metoprolol-Vertragsstrafen: Im Sommer 2011 hatte die Kasse mit betapharm einen Rabattvertrag geschlossen, obwohl der Hersteller Metoprolol noch gar nicht liefern konnte. Weil viele Apotheker wirkstoffgleiche Präparate abgaben, aber die PZN der betapharm-Präparate aufdruckten, sprach die AOK gegen einige Vertragsstrafen aus. Zu Unrecht, entschied das Sozialgericht Mannheim – doch damit will die Kasse sich nicht abfinden. ...mehr

04.03.2015 Recht

Beim ApothekenRechtTag in Hamburg gibt es Antworten auf viele Fragen! (Bild: Bilderbox)

Interpharm Hamburg

Update im Apothekenrecht

Im Apothekenalltag lauert so manche rechtliche Falle. Und so haben Apotheker und Juristen zahlreiche gemeinsame Themen. Das zeigt auch das Programm des ApothekenRechtTags, der diesen Freitag, am 6. März, im Rahmen der Interpharm in Hamburg stattfindet. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich auf den neuesten Stand zu bringen und mit Experten und Kollegen ins Gespräch zu kommen! ...mehr

02.03.2015 Recht

Nach wie vor gibt es viele Hürden für den Zugang zu Cannabis zu medizinischen Zwecken (Foto: William Casey/Fotolia.com).

Landessozialgericht Stuttgart

Kasse muss nicht für Cannabisblüten zahlen

Während die Politik sich zum Ziel gesetzt hat, Schwerkranken den Zugang zu Medizinalhanf zu erleichtern und auch für eine Erstattung durch die Krankenkassen zu sorgen, laufen betroffene Patienten derzeit noch vor Gericht auf. Letzten Freitag unterlag vor dem Landessozialgericht in Stuttgart ein 50-jähriger Mann, der seine Krankenkasse verklagt hatte, weil diese die Kosten für den Erwerb von Medizinal-Cannabisblüten nicht übernehmen wollte. ...mehr

26.02.2015 Recht

Vorm Bundesverwaltungsgericht ging heute das verwaltungsrechtliche Verfahren um die deutsch-ungarische Apotheken-Pick-up-Kooperation zu Ende. (Foto: M. Töger)

Bundesverwaltungsgericht

Keine Bedenken gegen deutsch-ungarisches Pick-up-Modell

Das deutsch-ungarische Pick-up-Modell, das die Gerichte schon seit Jahren beschäftigt, hat heute vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig seinen Schlusspunkt gefunden. Die Bundesverwaltungsrichter schlossen sich der Vorinstanz an und entschieden, dass eine inländische Apotheke auf Bestellung ihrer Kunden durchaus Arzneimittel von einer Apotheke aus dem EU-Ausland beziehen darf und die bestellten Medikamente mit Rechnung dieser Apotheke an die Kunden abgeben kann. ...mehr

25.02.2015 Recht

Das OVG NRW hält den Widerruf der Zulassungen Kava-Kava-haltiger Arzneimittel ebenfalls für rechtswidrig. (Foto: Heike Rau/Fotolia)

Vorinstanz bestätigt

Kava-Kava-Widerruf war rechtswidrig

Auch nach Meinung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen war der Widerruf der Zulassungen von Kava-Kava-haltigen und Kavain-haltigen Arzneimitteln durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte rechtswidrig. Heute bestätigte das Gericht die Vorinstanz in acht Verfahren zu 15 Arzneimitteln. Nun wird sich vermutlich das Bundesverwaltungsgericht mit der Frage beschäftigen, da das OVG die Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung zugelassen hat. ...mehr

24.02.2015 Recht

Wirkt bei der Arzneimittelwerbung eine Selbstkontrolle? (Bild: Maksym Yemelyanov/Fotolia.com)

Arzneimittelwerbung

Versagt die Selbstregulierung der Industrie?

In vielen europäischen Ländern wird die Arzneimittelwerbung durch freiwillige Verhaltenskodizes im Rahmen der Selbstkontrolle der pharmazeutischen Industrie überwacht. Doch sind diese Systeme auch wirksam? Nicht besonders, meint eine Forschergruppe von der Universität Lund in Schweden. Sie hat die Länder Großbritannien und Schweden beispielhaft unter die Lupe genommen, die diesbezüglich als besonders effizient gelten. Das Ergebnis ist in der Zeitschrift PLoS Medicine veröffentlicht. ...mehr

23.02.2015 Recht

Außenprüfer müssen den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz beachten. (Bild: Light Impression/Fotolia)

Betriebsprüfung

Datenträgerzugriff nur mit Augenmaß

Finanzbehörden müssen bei der Frage, ob und in welcher Form sie einen Apotheker im Rahmen der Betriebsprüfung zur Mitwirkung – etwa zur Datenträgerüberlassung – verpflichten, mit Augenmaß vorgehen: Stets ist dabei der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu beachten. Das hat das Finanzgericht Münster klargestellt. Im konkreten Fall lehnte es die Forderung eines Außenprüfers, der die Daten des Warenwirtschaftssystems in elektronischer Form als Excel-Datei verlangte, ab. ...mehr

18.02.2015 Recht

Wenn „Stoppen“ nicht für einen Endzustand steht, darf damit nicht geworben werden. (Foto: bluedesign/Fotolia)

Irreführende Werbung

„Stoppen“ steht für einen Endzustand

Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen: Hersteller dürfen daher nur mit Aussagen für ihre Arzneimittel werben, die auch erfüllt werden können. Der Werbeslogan „Stoppt Durchfall“ erzeugt beim Verbraucher etwa die Erwartung, dass der Durchfall binnen weniger Stunden vollständig beendet wird. Weil das so beworbene Medikament diese Erwartung objektiv aber nicht erfüllen kann, wurde dem Hersteller vom Gericht die entsprechende Werbung verboten. ...mehr

17.02.2015 Recht

Apotheker dürfen Kunden für einen Arztbesuch belohnen. (Foto: Gina Sanders/Fotolia)

Nicht zu beanstanden

Apotheken-Taler für Arztbesuch zulässig

Apotheken dürfen ihren Kunden Taler für den nachgewiesenen Besuch eines Arztes gewähren. Ein solches Bonusmodell verstößt nicht gegen das Wettbewerbsrecht. Das hat das Landgericht Bochum entschieden und damit das Modell einer Apotheke aus Herne bestätigt. Das Gericht hatte keine Bedenken. ...mehr

16.02.2015 Recht

Mit dem TÜV-Prüfsiegel lässt sich werben - aber mit Bedacht. (Bild: TÜV Rheinland)

Oberlandesgericht Düsseldorf

„TÜV-geprüft“-Werbung muss auf Fundstelle verweisen

Zertifizierungen sind auch für Apotheken längst kein Neuland mehr. Wer ein Zertifikat hat, etwa ein vom TÜV verliehenes, kann damit auch werben. Allerdings muss nach einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf in der Werbung ein Verweis auf die Fundstelle zu finden sein. Die niederländische Versandapotheke DocMorris hatte in einer Werbung mit den Worten „TÜV-geprüft“ einen solchen Verweis vermissen lassen – und wurde deshalb verurteilt, eine solche Werbung zu unterlassen. ...mehr

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