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01.03.2015 Spektrum

Rückblick auf die letzte Woche (gavran333 - Fotolia.com)

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Das Jahr 2018, angestellter Apotheker im Nachtdienst zwischen 22.00 und 8 Uhr. Mindestlohnzeit. Um 2. 27 h halbstündige Beratung einer jungen Frau (U 20) zur „Pille danach“. Sie geht am nächsten Morgen lieber zum Arzt wegen eines Rezepts, weil sie’s dann umsonst bekommt. 3.12 h: Patient holt PPI-Magenmittel als Generikum und wünscht einen Eintrag auf seiner eCard im Medikationsplan des Arztes. Apotheker ergänzt den Plan – ohne Extrahonorar und bietet Medikationsanalyse für 35 Euro an. Patient sagte nein, danke. 6.41 h, immer noch Mindestlohnzeit: Patient mit GKV-Rezept, hochpreisig, Rabattvertragsarzneimittel, zum Glück am Lager, wegen Müdigkeit kleinen unbedeutenden Formfehler übersehen, zwei Monate später Nullretax. 7.45 h: Kunde verlangt Thomapyrin, Grippostad und Medinait gegen Erkältung und Diclo gegen Rücken. Apotheker verweigert und rät zu Kamillenblüten. Liebes Tagebuch, was stimmt nicht in diesem Nachtdienst-Szenario 2018? ...mehr

28.02.2015 Pharmazie

(Fotos: scottchan, gena96 - Fotolia.com; Montage: DAZ/ekr)

DAZ.online Wochenschau

Rote Karte für MMS, grünes Licht für Pille danach, Probleme mit Genuair

Die rezeptfreie „Pille danach“ kommt, muss aber für eine Erstattung verordnet werden. Infliximab-Biosimilars sind da, dürfen aber nicht ausgetauscht werden. Die Wundermittel MMS und MMS2 wurden nach langer Diskussion endlich vom BfArM als Arzneimittel eingestuft und sollen vom Markt. Genuair-Inhalatoren werden bei COPD eingesetzt, doch viele Patienten scheinen Probleme mit diesen Pulverinhalatoren zu haben. Mehr dazu in unserer Wochenschau. ...mehr

27.02.2015 Spektrum

Sicherheitsmerkmale auf Arzneipackungen dienen der Absicherung. (Foto: DAZ)

Neue europäische Organisation

EMVO kämpft gegen gefälschte Medikamente

Die bedeutendsten europäischen Akteure des Gesundheitswesens haben einen wichtigen Schritt unternommen, um die legale Arzneimittelvertriebskette in Europa gegen gefälschte Arzneimittel zu sichern: Sie haben die „European Medicines Verification Organisation“ (EMVO) gegründet. ...mehr

27.02.2015 Politik

Montgomery fordert höheres Honorar. (Foto: Adam Gregor/Fotolia bzw. BÄK)

Honorar-Forderung

Ärzte wollen mehr Geld für Beratung

Gespräche des Arztes mit Patienten sollen nach Angaben des Präsidenten der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, besser honoriert werden. Montgomery fordert im „Focus“ ein Umdenken bei der Honorierung ärztlicher Leistungen. „Die Gebührenordnungen favorisieren technische Leistungen“, sagte er dem Magazin. ...mehr

27.02.2015 Spektrum

Zusatzstoffe in Impfstoffen sind laut Öko-Test unbedenklich. (Foto: DAK)

Öko-Test

Unbedenkliche Impfstoffe

Nach dem Masern-Ausbruch in Berlin ist das Thema Impfen in den Medien allgegenwärtig. Impfskeptiker melden sich ebenso zu Wort wie Befürworter einer Impfpflicht. Was ist zu erwarten, wenn sich das Verbrauchermagazin Öko-Test Impfstoffe vornimmt? In seinem „Jahrbuch Kleinkinder für 2015“ findet sich ein Test von 31 Impfstoffen für Kinder. Sie hat Öko-Test hinsichtlich umstrittener Hilfsstoffe unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Alle Vakzine wurden mit „sehr gut“ bewertet. ...mehr

Rare disease day: Den Seltenen eine Stimme geben! (Bild: rarediseaseday.org)

Rare Disease Day am 28. Februar

Aufmerksamkeit für Seltene Erkrankungen

Menschen mit Seltenen Erkrankungen haben oft lange Leidenswege hinter sich, bis sie endlich wissen, was ihnen fehlt. Dabei steht der Einzelne häufig allein auf weiter Flur, Therapiemöglichkeiten sind oft noch gar nicht vorhanden. Auf dieses Problem aufmerksam machen soll der Tag der Seltenen Erkrankungen am morgigen Samstag. Seit acht Jahren vereinen sich immer am letzten Tag im Februar Menschen auf der ganzen Welt, um gemeinsam auf Anliegen der „Waisen der Medizin“ aufmerksam zu machen. ...mehr

27.02.2015 Wirtschaft

Auf den monoklonalen Antikörper Infliximab soll es Rabatt geben. (Bild: bluedesign/Fotolia)

Sechs Kassen tun sich zusammen

Gemeinsamer Rabattvertrag für Infliximab

Die Techniker Krankenkasse, die DAK-Gesundheit, die KKH Kaufmännische Krankenkasse, die BKK vor Ort, die pronova BKK und die HEK haben sich auf ein gemeinsames Verfahren zum Abschluss einheitlicher Rabattverträge für den biotechnologisch hergestellten Wirkstoff Infliximab verständigt. Gemeinsam wollen wie sogenannte Open-house-Verträge mit den Anbietern schließen. ...mehr

27.02.2015 Spektrum

Zur Behandlung einer Erkältung versuchen es viele mit OTC-Präparaten aus der Apotheke. (Foto: Sket)

Umfrage

OTC gefragter als der Arzt

Die Influenza und grippale Infekte haben Deutschland derzeit fest im Griff. Bei der Behandlung ihrer Erkältung werden die Deutschen gerne selbst aktiv, wie eine Umfrage des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov zeigt, für die zwischen dem 17. und 19. Februar 1.025 Bundesbürger befragt wurden. Danach ist die Selbstmedikation mit OTC-Produkten beliebter als ein Arztbesuch. ...mehr

27.02.2015 Wirtschaft

Der Run auf Masern-Impfstoffe ist groß, Lieferengpässe gibt es aber nicht. (Foto: Dan Race/Fotolia)

Entwarnung

Kein Lieferproblem bei Masern-Impfstoff

Trotz regional vor allem in Berlin vermehrt auftretender Fälle von Masernerkrankungen gibt es keine Versorgungsprobleme mit Masern-Impfstoff. Nach Angaben von Herstellern und Großhändlern sind die Lagervorräte ausreichend und die Lieferfähigkeit „vollumfänglich“ gesichert. Es könne allenfalls zu kurzfristigen zeitlichen Verzögerungen kommen, bis der Impfstoff die Apotheken erreiche. ...mehr

27.02.2015 Politik

Der VdK fordert die Regierung auf, bei den GKV-Zusatzbeiträgen die Notbremse zu ziehen. (Foto: Coloures-pic/Fotolia)

GKV-Zusatzbeiträge

VdK: Regierung muss Notbremse ziehen

Der Sozialverband VdK hat die Bundesregierung aufgefordert, höhere Zusatzbeiträge für die gesetzlich Versicherten im kommenden Jahr abzuwenden. „Es darf nicht sein, dass durch die Zusatzbeiträge die steigenden Ausgaben allein und ungebremst zulasten der Versicherten gehen“, sagte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. Deshalb dürfe nicht mehr jede Kasse die Möglichkeit haben, einseitig von ihren Versicherten Zusatzbeiträge ohne Deckelung zu erheben. ...mehr

27.02.2015 Spektrum

Die französische Arzneiagentur ANSM macht sich fit. (Foto: corun/Fotolia)

Frankreich

Arzneimittelagentur macht sich fit

Die französische Arzneimittelagentur ANSM will sich im laufenden Jahr schwerpunktmäßig um fünf strategische Bereiche kümmern: den schnelleren Zugang zu Innovationen, die Belange der Sicherheit, Transparenz und Information, das Engagement auf europäischer Ebene und um die Modernisierung der Agentur. So ist es in dem jetzt vorgestellten Arbeitsprogramm 2015 der ANSM niedergelegt. ...mehr

27.02.2015 Politik

Der Bundestag hat grünes Licht gegeben: Die „Pille danach“ soll für junge Frauen auch künftig kostenfrei sein – wenn sie ein Rezept haben. (Foto: Thomas Trutschel)

„Pille danach“ im Bundestag

Breite Mehrheit für Werbeverbot

Der Bundestag hat gestern am späten Nachmittag das 5. SGB IV-Änderungsgesetz verabschiedet. Dieses enthält auch Regelungen zur Erstattungsfähigkeit und einem Publikumswerbeverbot für die „Pille danach“. Der Anspruch junger Frauen auf eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse wird rückwirkend zum 1. März in Kraft treten. Für das Gesetz stimmten neben den Regierungsfraktionen auch die Grünen, die Linksfraktion enthielt sich. ...mehr

27.02.2015 Pharmazie

Informierten über Gute Substitutionspraxis und die Folgen: Dr. Thomas Friedrich und Prof. Dr. Theo Dingermann. (Foto: Müller-Bohn)

Arzneimittelaustausch im Apothekenalltag

Neue Trends bei Retaxationen

Die jüngsten Entwicklungen zu Retaxationen beim Arzneimittelaustausch und der wissenschaftliche Hintergrund zur Guten Substitutionspraxis waren die Themen bei zwei Veranstaltungen am Dienstag in Kiel und am Mittwoch in Hamburg. Jeweils etwa 200 Teilnehmer besuchten die Informationsabende des Apothekerverbandes Schleswig-Holstein und des Hamburger Apothekervereins mit Geschäftsführer Dr. Thomas Friedrich und Prof. Dr. Theo Dingermann. ...mehr

27.02.2015 Wirtschaft

Das Bayer-Kreuz leuchtet: Die Leverkusener haben ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich. (Foto: Bayer AG)

Neuer Umsatzrekord

Bayer war 2014 „überaus erfolgreich“

Bei Bayer brummt das Geschäft. Erfolgreiche neue Medikamente haben das Unternehmen zu einem der am schnellsten wachsenden großen Pharmahersteller der Welt gemacht, wie Konzernchef Marijn Dekkers am Donnerstag bei der Präsentation der Konzernbilanz 2014 berichtete. Der Umsatz stieg um 5,2 Prozent auf 42,2 Milliarden Euro, das Konzernergebnis um 7,4 Prozent auf 3,4 Milliarden. Einen Dämpfer gab es zum Jahresende: Im Schlussquartal halbierte sich das Konzernergebnis. ...mehr

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Hilfe bei Atemwegsinfekten

Umfassender Patientennutzen bei Sinusitis und Bronchitis wissenschaftlich belegt

Wenn Ihre Kunden über typische Symptome einer akuten Rhinosinusitis und Bronchitis klagen, kann GeloMyrtol® forte rasche Abhilfe bieten. In Studien (1-5) zeigte sich eindrucksvoll der konkrete Nutzen: ...mehr

26.02.2015 Politik

Der BAH bleibt Bonn treu - auch wenn er nun auf ein zweites Standbein in Berlin setzt. (Foto: BAH)

Ausbau in der Hauptstadt

BAH verstärkt seine Präsenz in Berlin

Seit einiger Zeit schon hat sich der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) immer häufiger in Berlin blicken lassen. Umzugspläne wurden jedoch stets prompt zurückgewiesen. Jetzt aber baut der Verband seine Berlin-Präsenz aus. ...mehr

26.02.2015 Pharmazie

Das BfArM hat MMS als bedenkliches Präsentationsarzneimittel eingestuft. (Foto: Sket)

„Wundermittel“ als Arznei eingestuft

MMS sind jetzt offiziell bedenklich

Nach zahlreichen Warnungen unter anderem von Behörden und durch die Medien wird jetzt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aktiv: Es hat zwei „Miracle Mineral Supplement“-Produkte als zulassungspflichtige und bedenkliche Arzneimittel eingestuft. Es bestehe der begründete Verdacht, erklärt die Behörde, dass die Produkte bei bestimmungsgemäßem Gebrauch schädliche Wirkungen haben, die über ein vertretbares Maß hinausgehen. ...mehr

Laut Hersteller Eisai könnte Fycompa vielen Patienten helfen. In Deutschland ist es aber nur unter erschwerten Bedingungen erhältlich (Bild: Eisai).

Epilepsie und AMNOG

Gefährdet die Nutzenbewertung die Patientenversorgung?

Mit Perampanel (Fycompa®) ist im letzten Jahr nach Retigabin (Trobalt®) das zweite neue Antiepileptikum an den Hürden der frühen Nutzenbewertung gescheitert. In der Lesart des Herstellers Eisai, aber auch von Patientenverbänden, wird Tausenden Patienten ein hilfreiches Medikament vorenthalten. Und Vertreter von Fachgesellschaften wittern beim Gemeinsamen Bundesausschuss „methodischen Dogmatismus“. Sie fordern eine Überarbeitung des derzeitigen Prozederes. ...mehr

Alle gleich oder nur ähnlich? Neue Infliximab-Präparate sind zwar identisch, aber nicht austauschbar. (Foto: nbiebach/Fotolia.com)

Remicade-Biosimilars im Markt

Inflectra und Remsima: identisch, aber nicht austauschbar

Der Patentschutz des monoklonalen TNF-alfa-Antikörpers Infliximab (Remicade®) ist zum 15. Februar 2015 ausgelaufen. Ein schon 2013 von der EU zugelassenes Biosimilar, entwickelt von der südkoreanischen Firma Celltrion, ist inzwischen unter den Handelsnamen Remsima® (Mundipharma) und Inflectra® (Hospira) auf dem deutschen Markt. Das wirft Fragen zur Austauschbarkeit auf. ...mehr

26.02.2015 Spektrum

Prof. Dr. Lothar H. Wieler ist ab März RKI-Präsident. (Foto: RKI)

Neuer RKI-Präsident

Wieler übernimmt von Burger

Führungswechsel im Robert Koch-Institut (RKI): Heute hat Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, die von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichnete Ernennungsurkunde an den neuen Präsidenten Prof. Dr. Lothar H. Wieler überreicht. Wieler wird ab dem 1. März die Leitung des Instituts übernehmen. Der bisherige Amtsinhaber Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Burger scheidet aus Altersgründen aus. ...mehr

26.02.2015 Recht

Vorm Bundesverwaltungsgericht ging heute das verwaltungsrechtliche Verfahren um die deutsch-ungarische Apotheken-Pick-up-Kooperation zu Ende. (Foto: M. Töger)

Bundesverwaltungsgericht

Keine Bedenken gegen deutsch-ungarisches Pick-up-Modell

Das deutsch-ungarische Pick-up-Modell, das die Gerichte schon seit Jahren beschäftigt, hat heute vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig seinen Schlusspunkt gefunden. Die Bundesverwaltungsrichter schlossen sich der Vorinstanz an und entschieden, dass eine inländische Apotheke auf Bestellung ihrer Kunden durchaus Arzneimittel von einer Apotheke aus dem EU-Ausland beziehen darf und die bestellten Medikamente mit Rechnung dieser Apotheke an die Kunden abgeben kann. ...mehr

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