Mobile Gesundheitsversorgung

EU will Mobile-Health-Dienste erschließen

Berlin - 11.04.2014, 13:39 Uhr


Die Europäische Kommission will mobile Gesundheitsdienste fördern und führt dazu ab heute eine öffentliche Konsultation zum Thema „Mobile-Health-Dienste“ (#mHealth“) durch. Darin ruft sie alle Interessenten auf, ihr bei der Suche nach Mitteln und Wegen zu helfen, wie die Gesundheit und das Wohlergehen der Europäer durch den Einsatz mobiler Geräte wie Mobiltelefone, Tablets, Patientenüberwachungsgeräte und andere drahtlos angebundene Geräte verbessert werden kann.

Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, sagte hierzu: „Durch die mobile Gesundheitsversorgung werden weniger teure Krankenhausaufenthalte erforderlich, und die Bürgerinnen und Bürger können ihre Gesundheit leichter selbst in die Hand nehmen. Sie wird auch dazu beitragen, den Schwerpunkt von der Behandlung auf die Vorbeugung zu verlagern. Außerdem ist sie eine großartige Chance für die boomende App-Branche und für Unternehmer. Bitte schicken Sie uns Ihre Beiträge zu dieser Konsultation, damit wir auf diesem faszinierenden Gebiet weltweit führend werden können.“

Auch für EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg bieten mobile Gesundheitsdienst ein „enormes Potenzial“. Die Entwicklung und Nutzung von Mobile-Health-Lösungen könne zu modernen, effizienten und nachhaltigen Gesundheitssystemen beitragen.“

Die Nutzung von Mobile-Health-Diensten böten einen dreifachen Vorteil: Diese gäben den Patienten mehr Kontrolle, so dass sie selbständiger werden und Gesundheitsproblemen besser vorbeugen können, machten das Gesundheitssystem effizienter und böten vielfältige Kostensenkungsmöglichkeiten und schafften gewaltige Chancen für innovative Dienste, Unternehmensneugründungen und die App-Wirtschaft. Bei voller Ausschöpfung ihres Potenzials könnten Mobile-Health-Dienste Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen in Höhe von 99 Milliarden EUR bewirken.


Lothar Klein


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