Sie sind hier: Tagesnews-Politik > News

Politik

Krankenkassen und Gesundheitsfonds schwimmen im Geld. (Foto: Bilderbox)

Krankenkassen und Gesundheitsfonds schwimmen im Geld. (Foto: Bilderbox)

28 Milliarden Euro Überschuss

Politik schielt auf GKV-Rücklagen

Berlin - Die Rekordrücklagen der gesetzlichen Krankenkassen und des Gesundheitsfonds in Höhe von circa 28 Milliarden Euro lösen bei der Bundesregierung Begehrlichkeiten aus. Im Zuge der Haushaltsaufstellung im Wahljahr will Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) den Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds weiter kürzen. Dagegen wehrt sich nicht nur Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Auch der GKV-Spitzenverband protestiert.

Der Bundeszuschuss sei eingeführt worden, um die versicherungsfremden Leistungen, die die gesetzlichen Krankenkassen als eigentlich gesamtgesellschaftliche Aufgaben für den Staat erbringen, mitzufinanzieren. Von den über 30 Milliarden Euro, die die Krankenkassen für solche Leistungen ausgäben, werde weniger als die Hälfte vom Staat über den Bundeszuschuss refinanziert, so der GKV-Spitzenverband. „Vor diesem Hintergrund erscheinen die Pläne des Bundesfinanzministeriums, den Bundeszuschuss noch weiter zu kürzen, abwegig. Die Rücklagen im Gesundheitsfonds und bei den Krankenkassen haben die Beitragszahler finanziert und nicht das Bundesfinanzministerium. Deshalb muss dieses Geld für die zukünftige Versorgung der Versicherten gesichert und nicht für das Stopfen von Haushaltslöchern ausgegeben werden“, so Florian Lanz, Pressesprecher des GKV-Spitzenverbandes.

Nach einem Bericht der „Berliner Zeitung“ stiegen die Rücklagen der gesetzlichen Krankenversicherung sind dank der guten Konjunkturlage auf einen Rekordwert. Krankenkassen und Gesundheitsfonds verfügen mittlerweile über ein Finanzpolster von rund 28 Milliarden Euro. Demnach betragen die Reserven der Kassen fast 16 Milliarden Euro. Im Gesundheitsfonds liegen nach einer Übersicht des Bundesversicherungsamtes weitere 12,3 Milliarden Euro. Vor einem Jahr betrugen die Rücklagen insgesamt rund 20 Milliarden Euro. Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt hatte auch der Pflegeversicherung und der Rentenkasse ein dickes Polster beschert. Das BMG wird in Kürze die offiziellen Zahlen präsentieren. 

Lothar Klein / 07.03.2013, 11:17 Uhr

Kommentare:

Apotheker55 sagt:
07.03.2013 18:17

anzumerken wäre noch über die Machenschaften, dass die Maßnahmen zur Senkung der Renten eine Altersarmut in gigantischem Ausmaß (20 Mio Rentnern) erzeugen wird, die bestimmt durch keinen noch so manipulativen "Armutsbericht" geschönt werden kann.
Unsere Politiker sind tatsächlich korrupte Abzocker.

Apotheker55 sagt:
07.03.2013 15:55

@irmchen: ich auch.

irmchen sagt:
07.03.2013 15:54

@apo55:
ich bezog mich auf "christina"s ausfälle...

Apotheker55 sagt:
07.03.2013 15:19

Politiker wie Herr Schäuble, Frau Merkel, Herr Rößler, Herr Bahr usw tun alles, um die Sozialsysteme zu zerstören und um der Banken und Finanzwelt zu "helfen". Große Konzerne werden von den Lohnnebenkosten entlastet, obwohl die in der technisierten Welt kaum noch eine Rolle spielen. Dafür dürfen die "einfachen" Leute sich mit Riester und Rürup Renten betrügen lassen von den Versicherungen. So ein Verhalten ist wahrhaft nicht krank, sondern gewissenlos und gehört vor den Richter.
Das angehäufte und angesparte Kapital wird dann ebenso gewissenlos vereinnahmt. Übrigens sind die durch Lohnumwandlungen entstandenen Riester Renten nicht sozialversicherungspflichtig. Damit entgeht dem System viel Geld.
Allerdings sind die Ausfälle gegen Behinderte beleidigend mehr...

irmchen sagt:
07.03.2013 14:32

@jean blaireau:
als denunziant würde ich sie da nicht bezeichnen.
einfach nur peinlich, was manche leute- wie christina- "posten" müssen. um im bild zu bleiben: so eine "person ist sehr krank" und sollte mal in den eigenen spiegel kucken (und damit ist nicht das blättchen gemeint).

jean blaireau sagt:
07.03.2013 14:21

um mal den denunzianten zu spielen: ich denke, hier sollte die DAZ-zensur greifen. eher aus der schublade "peinlich", unten stehender kommentar.

Gunnar Müller / Detmold sagt:
07.03.2013 13:38

Hart erspartes Geld - nicht zuletzt auch von uns Deutschen Apotheken !!

Dennoch werden wir weiterhin (!) und ohne Grund ausgenommen !
www.basisapotheker-wl.de

Christina sagt:
07.03.2013 13:22

Hinweis: Der Kommentar wurde wegen Verstoßes gegen unsere Netiquette entfernt.
DAZ.online-Redaktion

Kommentar abgeben:

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

 

 

Sie können die News auch als RSS-Feed abonnieren:

 

RSS-Feed Tagesnews Alle

RSS-Feed Tagesnews Politik

Hier finden Sie weitere Informationen zum RSS-Feed der DAZ.online.