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Hubmann setzt auf Unterstützung durch Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml. (Foto: BAV)

Hubmann setzt auf Unterstützung durch Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml. (Foto: BAV)

Apothekenvergütung

Unterschriften für die bayerische Staatssekretärin

Berlin - Zur Unterstützung ihrer Forderung nach einer leistungsgerechten Vergütung haben die Apotheken in Oberfranken Ende letzten Jahres 3.377 Unterschriften von Patienten und Kunden gesammelt. Heute hat Dr. Hans-Peter Hubmann, 1. Vorsitzender des BAV Bayerischer Apothekerverband e.V., die Unterschriftenlisten an Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml (CSU) überreicht.

Die Sammlung kam bei einer Protestaktion von oberfränkischen Apothekerinnen und Apothekern Ende November 2012 zusammen. Zahlreiche Apotheken in den Landkreisen Coburg, Kronach, Kulmbach, Lichtenfels und Wunsiedel hatten für einen halben Tag den Dienst eingeschränkt. Ihr Protest richtete sich gegen die starre Haltung der Krankenkassen beim Kassenabschlag - bis heute sind sich GKV-Spitzenverband und Deutscher Apothekerverband bekanntlich uneins, wie hoch dieser Zwangsrabatt im laufenden Jahr sein soll.

„Die große Anzahl der Unterschriften zeigt uns, welchen Rückhalt die Apotheken bei ihren Kunden haben“, sagt Hubmann. „Das sollten auch die Krankenkassen zur Kenntnis nehmen und den Willen der Versicherten nicht ignorieren“. Auch Huml bekräftigte, dass die Apotheken vor Ort unverzichtbar für eine qualitativ hochwertige, flächendeckende Arzneimittelversorgung in Bayern seien: „Nur Vor-Ort-Apotheken können eine sichere Arzneimittelversorgung rund um die Uhr und eine persönliche Beratung der Patienten gewährleisten“. Bayern werde sich daher auch weiterhin dafür einsetzen, die Apotheken insbesondere im ländlichen Raum, nachhaltig zu stärken.

Hubmann bat Melanie Huml bei der Unterschriftenübergabe, sie möge als Gesundheitsstaatssekretärin ihren politischen Einfluss für eine sichere Versorgung der Menschen mit Arzneimitteln geltend machen. „Apotheken beraten zu Arzneimitteln und stellen individuelle Rezepturen her. Dafür müssen jedoch die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen“, so Hubmann. Gerade in Oberfranken gehe die Anzahl der Apotheken immer weiter zurück. Zwischen 2009 und 2012 sei die Anzahl von 337 Apotheken auf 316 gesunken.

Kirsten Sucker-Sket/BAV / 06.03.2013, 10:30 Uhr

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