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BMG will Klarheit für Rezepte von DrEd. (Foto: Bilderbox)

BMG will Klarheit für Rezepte von DrEd. (Foto: Bilderbox)

Rezepte von Online-Arztpraxen

DrEd auf BMG-Agenda

Berlin - Dürfen oder müssen Apotheker in Deutschland unter bestimmten Umständen Rezepte von Online-Arztpraxen wie DrEd ablehnen? Dieser Frage will sich das Bundesgesundheitsministerium in nächster Zeit annehmen, wie ein Sprecher gegenüber DAZ.online bestätigte. Die Überprüfung sei auf die Agenda des Ministeriums gesetzt worden, weil diese Rechtsfrage noch nicht geklärt sei.

Anders als in Deutschland sind Online-Arztpraxen wie DrEd in England erlaubt. Insoweit sei es auch völlig in Ordnung, wenn im EU-Ausland Rezepte nach den dort geltenden Regeln ordnungsgemäß ausgestellt würden, so der Sprecher. Doch was das für die Apotheker in Deutschland bedeutet, die Arzneimittel nach § 17 Abs. 5 Apothekenbetriebsordnung bei „Bedenken“ nicht abgeben dürfen, ist bisher noch nicht juristisch entschieden. „Die Rechtsfrage ist noch nicht geklärt“, so der Sprecher – insoweit werde man sich dem Thema annehmen.

Bei DrEd können sich Patienten per Mausklick mit einem Arzt verbinden. Ist eine Medikation notwendig, bekommen sie ihr Rezept per Post zugesandt – auf Wunsch geht es an die Hamburger Versandapotheke apo-rot. Ärzte sehen das Angebot äußerst kritisch: Es könne einen Arztbesuch nicht ersetzen, betont die Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Und auch im BMG hieß es bereits kurz nach dem Start der Internetseite, ein Arzt könne bei einem persönlichen Besuch viel mehr wahrnehmen als bei einem Kontakt via Internet.

 

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Juliane Ziegler / 06.03.2013, 11:45 Uhr

Kommentare:

David sagt:
23.03.2013 19:12

e-Health Angebote wie Dr Ed sind doch genau was wir brauchen in Deutschland. Das Gesundheitssystem ist überlastet, Patienten in ländlichen Regionen unterversorgt.

Natürlich wettert die versammelte Ärztelobby gegen das Angebot, das dürfte doch niemanden wundern.

maykan sagt:
06.03.2013 23:10

"Und auch im BMG hieß es bereits kurz nach dem Start der Internetseite, ein Arzt könne bei einem persönlichen Besuch viel mehr wahrnehmen als bei einem Kontakt via Internet."

Wenn der Bruder eines gewissen Ministers Apotheker gewesen wäre, könnte man wohl in diesem Satz "Arzt" durch "Apotheker" und "Internet" durch "Versand" ersetzen.

Das BMG und ALLE seine Referenten sind einfach nur peinlich, ignorant und inkompetent!

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