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FDP: Pille danach ohne Rezept! (Logo: FDP Bayern)

FDP: Pille danach ohne Rezept! (Logo: FDP Bayern)

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FDP: Pille danach rezeptfrei machen

Berlin - Die FDP Bayern hat sich nun ebenfalls für die Entlassung von Notfallkontrazeptiva aus der Rezeptpflicht ausgesprochen. „Die ‚Pille danach‘ soll ab sofort rezeptfrei in allen Apotheken Deutschlands für alle Personen erhältlich sein“, heißt es in einem Beschluss der Liberalen vom 67. Landesparteitag in Aschaffenburg. Apotheker sollen danach bei der Abgabe die Beratung übernehmen.

Die Regelung soll für alle Präparate gelten, die vor der Einnistung der Eizelle wirken bzw. diese verhindern wie beispielsweise Levonorgestrel. Für die nötige Beratung setzt die bayerische FDP ganz auf die Apotheker: „Statt der Verschreibung beim Frauenarzt können Apotheker beratend einwirken und fehlerhafte Nutzung verhindern.“ Außerdem soll eine groß angelegte Informationskampagne darüber aufklären, dass es sich dabei nur um eine Notfallmaßnahme handelt, die nicht zur dauerhaften Verhütung gedacht ist.

Für die Entlassung aus der Rezeptpflicht hatten sich bereits die Grünen und die SPD in Baden-Württemberg eingesetzt und für das Einbringen einer Bundesratsinitiative plädiert. Um die Forderung abzusichern, wollen die Landesfraktionen jedoch zuvor wissen, ob die Apotheker sich die Abgabe und Beratung zutrauen. Das soll die Landesregierung klären, bevor die Bundesratsinitiative eingebracht wird. Auch die Bundes-SPD setzt sich derzeit dafür ein, dass Notfallkontrazeptiva aus der Rezeptpflicht entlassen und die Arzneimittelverschreibungsverordnung entsprechend geändert wird.

 

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Juliane Ziegler / 05.03.2013, 15:24 Uhr

Kommentare:

Aufbruch!Apotheke sagt:
05.03.2013 23:03

Will die FDP jetzt auch noch die GRÜNEN bei der Abgabe unreflektierter Schnellschüsse überholen ? Ein Blick nach UK hätte gereicht, um den Übereifer der Zeitgeistler einzudämmen.
ww.telegraph.co.uk/health/8291468/Morning-after-pill-handout-causes-rise-in-teenage-sexual-disease-study-finds.html

Paulfi sagt:
05.03.2013 22:20

Bekommen wir dann das ärztliche Honorar dazu oder geht es hier um eine neue Sparmaßnahme? Die Ärzte brauchen sich nicht mehr zu kümmern und di doofen Apotheker machen es für den Festzuschlag.

Manfred Dietwald sagt:
05.03.2013 18:59

Schludriger kann man eine Forderung, bei der es um ein vielschichtiges Problem geht, nicht behandeln. Kaum ein Beratungsraum ist in der Apotheke geeignet. Mit dem zerrissenen Outfit wird die Geschädigte wohl nicht erscheinen. Wer darf das Medikament entgegennehmen? Keine Krankenkasse kann einschreiten bei Missbrauch! Mädel geh nur in Begleitung aus - wie im Mittelalter, ansonsten zahl und beachte die Gebrauchsanweisung! Deine Freie,oder soziale demokratische Partei Deutschlands.

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