Eckpunkte beschlossen

Koalition bei Präventionsstrategie einig

Berlin - 14.12.2012, 09:41 Uhr


Nach jahrelangen Debatten hat sich die Koalition auf Eckpunkte für die angekündigte Präventionsstrategie für mehr Krankheitsvorbeugung in Deutschland geeinigt. Schwerpunktmäßig enthielten sie eine Stärkung der betrieblichen Gesundheitsvorsorge und neue Ansätze für soziale Brennpunkte, teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend auf Anfrage mit. Gesetzliche Änderungen sollten bald 2013 angegangen werden.

Bereits vor mehr als zwei Jahren hatte der damalige Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) eine neue Präventionsstrategie angekündigt. Sein Nachfolger Daniel Bahr (FDP) hatte die Ankündigung erneuert. Die frühere Ressortchefin Ulla Schmidt (SPD) war mit dem Vorhaben eines Präventionsgesetzes gescheitert.

Bahr hatte angekündigt, Arbeitgeber und Krankenkassen für eine bessere Gesundheitsprävention in die Pflicht nehmen zu wollen. Bahr will dafür sorgen, dass die Krankenkassen mehr für wirksame Maßnahmen ausgeben.

Zuletzt hatten die Ersatzkassen wie Barmer GEK, DAK und Techniker Krankenkasse von der Bundesregierung mehr Anstrengungen für gemeinsame Gesundheitsziele gefordert. Der Ersatzkassen-Verband vdek meinte, Prävention sei eine Aufgabe aller, von der Kommune bis zu den Sozialversicherungsträgern. Die Krankenkassen gäben bereits mehr als 270 Millionen Euro für Präventionsangebote aus, zusammen mit den ärztlichen Vorsorgemaßnahmen, Impfschutz und Zahnprophylaxe und Ähnlichem seien es vier Milliarden Euro pro Jahr.


dpa