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Politik

Laut Flach gibt es keine Arzneimittelversorgungsengpässe. (Foto: ulrike-flach.de)
Arzneimittel-Lieferengpässe
Regierung sieht kein Versorgungsproblem
Berlin - Die Bundesregierung bestätigt zwar vorübergehende Lieferengpässe von Arzneimitteln - länger andauernde Lieferengpässe oder Versorgungsprobleme hingegen nicht. In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zum Thema „Versorgungsengpässe bei Arzneimitteln“ verweist die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium Ulrike Flach (FDP) außerdem auf den gesetzlich bereits bestehenden Versorgungsauftrag der Pharmaindustrie – Handlungsbedarf sieht die Regierung insoweit nicht.
In ihrer Kleinen Anfrage hatte die Linksfraktion sich nach dem Kenntnisstand der Regierung bezüglich Versorgungsengpässen mit Arzneimitteln erkundigt. In jüngster Vergangenheit habe es zwar einige wenige Fälle gegeben, in denen bestimmte Arzneimittel zeitweise nicht oder nicht ausreichend verfügbar waren, bestätigt Flach. So würden bei dem Krebsmittel Carboplatin Qualitätsmängel als Ursache vermutet, Caelyx® habe dagegen nicht geliefert werden können, weil ein Herstellungsbetrieb geschlossen wurde. Im Fall des Aspirin zur parenteralen Anwendung habe nach Angaben des Herstellers ein Ausgangsstoff gefehlt.
Das Vorliegen länger andauernder Lieferengpässe für lebenswichtige Arzneimittel habe sich auf Nachfrage bei Verbänden der Arzneimittelhersteller, Großhändler, Krankenhausapotheker und Krankenkassen aber nicht bestätigen lassen, so Flach. Sie verweist außerdem auf den bereits bestehenden gesetzlichen Auftrag pharmazeutischer Unternehmer (pU) zur Sicherstellung einer angemessenen und kontinuierlichen Bereitstellung der hierzulande in den Verkehr gebrachten Arzneimittel (§ 52b AMG). Die Einhaltung dieser Vorgabe werde durch die einzelnen Landesbehörden überwacht. Gleichwohl könnten Störungen der Verfügbarkeit auch außerhalb des Verantwortungsbereichs des pU auftreten, zum Beispiel wenn ein Ausgangsstoff auf dem Weltmarkt nicht verfügbar sei.
Keine zufriedenstellenden Antworten für Kathrin Vogler (Linke): Während sich die Meldungen über fehlende Medikamente häuften, stecke die Regierung einfach den Kopf in den Sand, kritisiert sie. Es sei „absurd“, der Pharmaindustrie einerseits eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Arzneimitteln vorzuschreiben und andererseits zu behaupten, die Voraussetzungen dafür lägen außerhalb ihres Verantwortungsbereichs. „Ich frage mich, wozu es einen gesetzlichen Versorgungsauftrag gibt, wenn die Bundesregierung bei Versorgungsengpässen keinen Handlungsbedarf und auch keine Eingriffsmöglichkeiten sieht.“
Lesen Sie weiter:
Arzneimittel-Lieferengpässe: Auch öffentliche Apotheken schlagen Alarm
Kleine Anfrage: Linke löchern Regierung zu Arzneimittel-Lieferengpässen
Juliane Ziegler / 16.07.2012, 16:16 Uhr
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frackhead sagt:
20.07.2012 14:30Das tolle an Uli Flach ist, dass eine Handpuppe denselben Job machen könnte, ohne das irgendjemand es merkt ;-)
Pillenliesel sagt:
17.07.2012 14:12... immer fehlt irgendwas. Mal das Papier, mal die Farbe, mal der Rohstoff.!Den Apothekern das Geld, den Kassen die Beschränkung, dem BMG der Weitblick,Frau Flach die Tiefe, dem Philip der Rückhalt, dem Bahr der Gerechtigkeitssinn, dem Großhandel die Ware und der FDP die Wähler.
Und diesem platten Statement aus dem BMG jeglicher Realitätssinn. Einmal in jeder Apotheke die täglichen Defektmeldungen angeklickt und dann Maul halten!
Winfried Meyer sagt:
17.07.2012 10:15mein ZITAT-Senf dazu nur noch :
klicken, registrieren, anschauen !
http://apothekerprotest.xobor.de/t214f8-Apotheker-quot-Helferlein-quot-beim-Spiel-quot-law-and-order-quot.html#msg1321
SZ-Titel : "rote Pillen statt blaue Pillen"
Florian Becker sagt:
17.07.2012 08:06Das Gesundheitsressort dieser Regierung hat es zu einer beachtlichen Meisterschaft im "keine Probleme sehen" gebracht. Respekt.
Spitzweg sagt:
16.07.2012 23:38Altes Muster: Was man nicht sehen will.....
Was die Fa.(?) oder Waschküche Betapharm gerade wieder abliefert, unter aller Kritik. Eine einzige Zumutung.
Meister sagt:
16.07.2012 22:41Warum lässt die ABDA so etwas unwidersprochen?
Wofür zahlen wir unsere ständig steigenenden
Beiträge?
Für Erfolglosigkeit?
Jean Blaireau sagt:
16.07.2012 22:35Man möge den Grundtenor dieser Partei so subsummieren: liberal, noch liberaler, ohne Einstellung, alles wurscht, der Markt regelt das schon.
Jemanden als Experten in Form eines Staatssekretärenamts auszuweisen, der derart unqualifizierte und von Industrie und Krankenkassen in den Block gehustete Statements abgibt, ist eine Schande. Nichts weiter als eine Marionette im Spiel der großen Lobbyisten aus Pharmaindustrie und Kassenoligopol zu sein, scheint für viele dieser Menschen auch noch eine honorable Lebensaufgabe darzustellen. Pfui Teufel! Keine Ecken, keine Kanten, kein Rückgrat, keine Werte, keine Ideen.
Lambsdorff, Baum, Genscher - eure "Nachkommenschaft" ist zum Vergessen!
Apatsche sagt:
16.07.2012 20:11Tja, liebe Bundesregierung, ist ja nur echt blöd, dass es für immer mehr Wirkstoffe nur noch einen einzigen Hersteller weltweit gibt. Das ist dann meistens ein Chinese, und der hat noch niemals etwas von Palaglaph 52b AMG gehört. Und falls doch, dann wäre es ihm auch egal.
Gunnar Müller / Detmold sagt:
16.07.2012 19:13Dummes, Industrie-gefälliges Geschwafel...................
Was sollen wir von solchen Politiker in den Ihnen verbleibenden 14 Monaten eigentlich noch erwarten ??
OHNE Druck geht Hier GARNICHTS...........!!!
www.apothekerprotest.de
Schweim sagt:
16.07.2012 18:40Das BMG bräuchte nur die ROTE HAND Briefe (die in Abstimmung mit der BMG-angehörigen Bundesoberbehörde BfArM entstehen) auszuwerten: Caelyx (peg. lip. Doxorubicin) hat seit dem 08.08.2011 bis heute andauernde Lieferprobleme. Fast 2 Jahre ist doch wohl "lang andauernd". Urteilen Sie selbst ob "Irreführung" oder "Ahnungslosigkeit", beides ist gleich schlimm.