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Gerangel um Apothekenhonorar geht weiter. (Foto: Bilderbox)
Apothekenhonorar
Regierungskreise: Keine Einigung mit DAV
Berlin - In Kürze werden Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und Bundesgesundheitsministerium (BMG) einen Vorschlag zur Anhebung des Apothekenhonorars auf den Tisch legen. Aber klar ist, die Forderungen der Apotheker werden nicht erfüllt. „600 Millionen Euro sind völlig unrealistisch“, hieß es jetzt in Regierungskreisen gegenüber DAZ.online. Im Gespräch sei ein „deutlich niedrigerer Betrag“.
Auch in einem weiteren Punkt gehen BMWi und BMG auf Konfrontationskurs zum Deutschen Apothekerverband (DAV). Es gebe mit dem DAV keine Einigung auf eine gemeinsame Datenbasis über die Kostenentwicklung der Apotheken in den letzten Jahren. Die vom DAV in den wochenlangen Verhandlungen gelieferten Daten seien „nicht hilfreich gewesen“, hieß es ausdrücklich. Die DAV-Daten seien von beiden Ressorts nicht akzeptiert worden.
Wie aus Regierungskreisen jetzt zu erfahren war, haben sich BMWi und BMG in Abstimmung mit dem Statistischen Bundesamt (Destatis) stattdessen auf eine eigene Datenbasis über die wirtschaftliche Lage der Apotheken weitgehend verständigt. Die Feinabstimmung der Zahlen werde in Kürze fertiggestellt. „Wir sind auf gutem Wege“, hieß es. Auf dieser Basis könne in Kürze ein konkreter Vorschlag für die anstehende Honorarerhöhung erfolgen.
Damit widersprachen Regierungskreise ausdrücklich der kürzlich in der Apotheker Zeitung von DAV-Chef Fritz Becker dargelegten Sichtweise. Nach Angaben von Becker sollen sich BMWi, BMG und DAV bereits auf eine gemeinsame Datenbasis verständigt haben, die weitgehend den vom DAV vorgelegten Zahlen entspreche.
Becker in der AZ-Ausgabe vom letzten Montag: „DAV, Bundeswirtschaftsministerium und Bundesgesundheitsministerium haben sich auf eine gemeinsame Zahlenbasis verständigt.“ Im Ergebnis gebe es „nur minimale Abweichungen“ von den ursprünglichen DAV-Daten. Daher war für den DAV-Chef vor wenigen Tagen eines klar: „Die von Spahn genannten 8,35 Euro entsprechen in keiner Weise der mit den gemeinsamen Zahlen belegbaren Entwicklung in den Apotheken.“ Eine solche gemeinsame Datenbasis gebe es nicht, hieß es jetzt aus den Ministerien.
Über das Ausmaß der Honorarerhöhung lässt sich daher vorerst nur spekulieren. Nach DAZ.online-Informationen war seit Monaten in der Koalition ein Betrag von knapp 200 Millionen Euro im Gespräch. Umgerechnet auf das Apothekenhonorar entspricht dies einer Anhebung auf den Wert von 8,35 Euro, ein Plus von 0,25 Euro. Diesen Wert hatte kürzlich bereits CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn ins Gespräch gebracht. Hoffnungen auf einen deutlich höheren Wert erscheinen daher nicht gerechtfertigt.
Lothar Klein / 12.07.2012, 13:15 Uhr
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Florian Becker sagt:
13.07.2012 16:54Ja, das kann ich bestätigen. Ich führe solche Diskussionen täglich im Dutzend und es macht Spahass :-)
Jean Blaireau sagt:
13.07.2012 10:27Ich zitiere drei meiner morgendlichen Kunden (alles innerhalb einer Stunde!): "Als Erstes gehört der Rösler aufgehängt...", "...diese Halsabschneider von den Krankenkassen", "...Gratler", "... jedes halbe Jahr wird einem noch mehr an Zuzahlung abgeknöpft".
Diese Debatten befeuert man gerne mit eigenen Erfahrungen:-).
Liebe Politik, wie liebend gern solidarisiere ich mich mit diesen Menschen, denen es in gewisser Hinsicht nicht anders geht wie uns Apotheken.
P.S. Bitte um Weiterleitung an die obersten Stellen. Unsere lieben Vertreter von der ABDA haben ja ebendort beste Kontakte:-).
Apotheker B sagt:
13.07.2012 00:15Der Weg ist ganz klar vorgezeichnet;
in Griechenland wird (wenn die Apotheke noch besteht) bar bezahlt (wenn der arme, bedürftige Schlucker noch Geld hat),
in Spanien stehen die Versicherungen bei den Apotheken mit je 200.000.-€ in der Kreide (Pleite sind die meisten somit allemal),
in Italien steht das Apothekenwesen, ausgehebelt von Drogerie- und OTC-Märkten vor dem Aus, und es kratzt dort keinen von den Politikern mehr ob jemand Streikt oder direkt schließt.
Und wir haben uns jahrelang vorführen lassen von kranken Kassen, die immer nur ihre eigenen....
[Gelöscht, da Verstoß gegen die Pöbelschwelle. Bitte polemisch bleiben. Bitte immer schön einzahlen und Schn..ze halten; Eigenzensur wegen Kragenplatzung].
....von den Standesschläfern die ohne mehr...
Heilberufler sagt:
12.07.2012 22:16Wenn man die Diskussionen verfolgt hier auf DAZ-online oder auf Apotheke -Adhoc, so stellt man fest,dass sich die schreibende. Basis weit
von der ABDA entfernt hat !
Ich bin davon überzeugt,dass sich diese Erkenntnis bei immer mehr Kollegen, bedingt durch die desaströsen wirtschaftlichen Veränderungen, zeigen wird.
Die Apothekerverbände werden unter diesen Bedingungen eine verlöschenden Kerze gleichen
Da werden die Hansmaenner nichts daran ändern oder aufhalten können!
Die Zeiten ändern sich! Und wir uns mit ihnen!
ApotjekerNRW sagt:
12.07.2012 21:58@ApothekerRP
... das ist kein Widerpsruch: 5-8000 werden vernichtet werden, bevor sich etwas bessert. Ob Neueröffnung oder Tarditionsbetrieb ist völlig egal. Es wird für uns nur Häme, Spott und Missgunst geben - so wie bisher. Unser Image ist nun einmal so negativ, dass man den "Apothekern" nicht einmal den Lebensuntergalt für ihre Familien gönnt. Bedanken können wir jungen Apotheker uns dafür bei jenen dekadenten und raffgierigen Kollegen, welche in den sog. "fetten Jahren" Geld gescheffelt und damit geprotzt haben. Pech für uns.
Nochmal: 5-8000 sterben, bevor die Bevölkerung langsam mit dem Beginnen wird. Beginnen wohlgemerkt.
Das Jammern und Lamentieren hier im Forum bringt uns dabei nichts, ebenso wie die sog. Standespolitik. Mir tun unsere mehr...
J.Raum sagt:
12.07.2012 21:41Warum, bringen wir keine Petition ein, dass Abgeordneten Diäten auf das Niveau von 2004 zurückzufahren sind? Die Schuldenkrise und das Missmanagement der Koalition erlaubt bei der Datenlage weder so hohe Diäten, noch Aufwandsentschädigungen. Ob bei so einer Petition wenigstens 20.tsd Apothekerinnen und Apotheker mitzögen?
Pillenliesel sagt:
12.07.2012 20:48Gute Nacht Freunde,
es wird Zeit für Euch zu gehn....
was ich noch zu sagen hätte,
das verbietet mir die Netiquette,
aber ich hab's kommen sehn!
Optimist sagt:
12.07.2012 19:57Wir können hier bis Jahresende weiterdiskutieren!
Egal, ob Heilberufsgläubige,Preisjunkies,Verbandstrolle oder stockkonservative Landapothekerinnen
sich hier aussern:
Uns fehlt die gemeinsame Botschaft,mit der wir Politiker oder Öffentlichkeit überzeugen könnten!
Diese Zeiten sind vorbei!
Das sollten auch Apothekerverbände begreifen,
auch der Kollege Hansmann.
Jeder geht jetzt schon seinen eigenen Weg!
Offen oder verborgen !
apothekerRP sagt:
12.07.2012 19:40zu ApothekerNRW In meinem 2800 Einwohner Örtchen,kein Schreibfehler, hat die 4.Apotheke eröffnet.Sie arbeitet mit 25 prozent Gutscheinen und OTC Preisen unter Ek.Scheint noch Saft in der Zitrone zu sein.Liegt für die Bevölkerung auf der Hand.Auch Politiker sind nicht blind.
Gunnar Müller / Detmold sagt:
12.07.2012 19:34Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen:
Die Deutsche Bevölkerung / unsere Patienten-Kunden stehen zu "Ihrer Apotheke" !!
Laßt uns DAS nie vergessen - 3,5 Millionen-fach Tag für Tag.
Ein Pfund, mit dem nur WIR wuchern können. Jeder kann es jederzeit nutzen und eine Unterschriften-Aktion starten ....
Fragt nach bei Eurer Apothekerkammer.
Kopie für Euch - Original direkt an Daniel Bahr - Info an:
www.apothekerprotest.de
Damit "einer" den Überblick behält ....
P.S. Bei mir sind's schon 700 .....