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Politik

Bahr will Altarzneimittel anderen Patienten anbieten. (Foto: Sket)
Praxis ohne Grenzen
Bahr: Altarzneimittel können für andere Patienten zur Verfügung stehen
Bad Segeberg - Wahlkampfzeit ist die Zeit für große Versprechen. Da wird nicht immer jedes Politikerwort auf die Goldwaage gelegt. So erging es offenbar auch Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) beim Besuch der „Praxis ohne Grenzen“. Darin behandelt Arzt Uwe Denker in Bad Segeberg nicht nur kostenlos Patienten, die nicht krankenversichert sind. Sie erhalten dort auch Arzneimittel-Musterpackungen.
Doch damit nicht genug. Denker sprach im BMG vor und ersuchte um Hilfe. Nicht aufgebrauchte Arzneimittel will der Arzt an seine Patienten abgeben. Eine Stunde sprach Bahr vor Ort mit Denker, Apothekern und Herstellern. Danach sprach der Bundesgesundheitsminister mehrdeutiges in die Fernsehkameras des NDR: „Arzneimittel, die beispielsweise in Pflegeheimen über bleiben, ungeöffnet sind, von guter Qualität, noch nicht abgelaufen, können ja für andere Patienten zur Verfügung stehen“, so Bahr. Und weiter: „Wichtig ist, dass der Apotheker draufschaut und gewährleistet, dass Qualität und Sicherheit auch wirklich gewährleistet sind. Er übernimmt die Verantwortung dafür.“
Doch was meinte Bahr tatsächlich damit? Soll die Abgabe „gebrauchter“ Arzneimittel als Ausnahme nur für die Praxis ohne Grenzen gelten. Oder will der Bundesgesundheitsminister das Arzneimittelrecht umkrempeln und sogar das Dispensierrecht für Ärzte einführen. Das Berliner BMG wurde offenbar von Bahrs Aussage überrascht und sucht jetzt fieberhaft nach Antworten auf solche Fragen. Dazu später mehr.
Lothar Klein / 19.04.2012, 14:02 Uhr
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Godam sagt:
26.04.2012 08:08was hat das eigentlich mit sozialismus zu tun, wenn menschen freiwillig anderen menschen helfen?
petzold sagt:
25.04.2012 21:39Lieber pdl36,
vom Thema weichen Sie nun ab, wenn sie die Entschädigungszahlungen ins Spiel bringen.
Diese sind sehr wohl gerechtfertigt, auch wenn einem dabei speiübel werden will, denn wir leben in einem Rechtsstaat der jedem ein faieres Verfahren und eine, mehr oder weniger, menschliche Haft zugesteht.
Wie auch immer, und zurück zum Thema:
Ich werde keinesfalls von meinem Standpunkt abweichen können das ich der MEinung bin das wir hier in Deutschlan dnichts zu verschenken haben. Weder an ausländische Hilfsbedürftige, noch an deutsche die ihr Leben verschwendet haben.
So sind die von Darwin beschriebenen Mechanismen eben.
Ich bin gegen eine Regulierung von Sozialisten. Das deutsche Gesundheitswesen wird vor allem vom Apothekerwesen getragen. mehr...
pdl36 sagt:
25.04.2012 20:13Lieber petzold, hier wird warum auch immer vieles von ihnen als perönlich genommen. Peinlich, dies ist ein Diskussions Forum. Und nein ihre Unterstellung kann ich nicht bestätigen, ich gehöre nicht zum "Arbeitsscheuen" Gesindel. Ebenso wie sie habe auch ich mir meine Leitungsfunktion hart erarbeitet. Das war allerdings NICHT das Thema. Vielleicht sollte nicht vergessen werden das es hier um Leben geht, nicht um Sozialschmarotzer die "Saufen" und dem Kind eine X-Box schenken....
Ich komme aus der Gesundheitsbranche und die Menschen um die es geht haben oftmals Biografien über die am wenigsten jemand wie sie urteilen sollte. Bahr wirbt sicher für mehr Stimmen, sein Denken ist allerdings menschlicher als das anderer hier. Aber was solls, bleiben wir doch alle bei uns in der mehr...
petzold sagt:
25.04.2012 18:01Ich bin bereit mich für den Begriff der N.republiken zu entschuldigen.
Dennoch bleibe ich bei der Tatsache das, eben auch verschreibungspflichtige Medikamente sehr wohl gekauft werden. Nur eben von der Solidargemeinschaft, was aber gleichbedeutend mit einem Kunden ist.
Es geht nicht darum das ich kranken Leuten nicht mal den 'Abfall' gönne wie es hier unterstellt wird.
Ich erwarte lediglich eine angemessene Erklärung für den Sozialismus den die FDP hier einführen will.
Gleichfalls erwarte ich das auch Menschen ohne KV ihr bestes geben um in den Kreis der Solidargemeinschaft zurueckkehren zu können. Da kommen wir aber nicht hin, wenn wir jedem das schenken was er gerne haben will.
Und, lieber Nikolaus, ich werde sicher nicht Vor und Zunamen nennen um mehr...
Nikolaus Guttenberger sagt:
25.04.2012 17:54Solange hier kein Gegenbeweis erbracht wird (Nennung von Vor- und Zuname), gehe ich davon aus, daß dieser Herr noch nie in seinem Leben an einem HV Tisch gestanden ist.
Sonst wüsste er auch, daß verschreibungspflichtige Medikamente selten "gekauft" werden, sondern über ein Solidarsystem finanziert.
Es scheint um Provokation zu gehen, aus welchen Gründen auch immer.
godam sagt:
25.04.2012 17:47turbokapitalismus am hv-tisch.
da muss jemand sehr unzufrieden mit seinem leben sein, wenn er den ärmsten nichtmal den abfall gönnt.
rosi sagt:
25.04.2012 17:27@petzold
NEGERREPUBLIKEN??? - Gehts noch??
Sind Sie wirklich Apotheker, oder ein versprengter SPON Leser der nur provozieren will...
egal, bin fassungslos
petzold sagt:
25.04.2012 17:12Zum mitschreiben: Diese Aktion ist NICHT lobenswert. Was kommt als nächstes?
Unser Sytem funktioniert nunmal so, dass Medikamente GEKAUFT werden müssen.
Wer das Geld nicht hat, oder eben keine KV, es tut mir leid: Aber Pech gehabt!
Auf dem Kapitalkreislauf baut unser Wirtschaftssystem auf. Wenn wir alles verschenken, sind wir nicht besser als die sozialistischen Länder im Osten oder die Republiken in Afrika.
Anmerkung der Radktion: Bitte achten Sie unsere Netiquette!
Godam sagt:
25.04.2012 14:43genau diese lobenswerte aktion wurde hier zum anlass genommen, den minister öffentlich derart scharf und völlig ohne bezug zum eigentlichen thema anzugreifen.
und dann wundert man sich, dass das ne schlechte presse gibt....
da könnte man fast drüber lachen, wenns nicht so traurig wäre
Nikolaus Guttenberger sagt:
25.04.2012 14:06"Petzold" heissen viele Menschen in Deutschland. Verifizierbar ist da gar nichts.
Mit der aktuellen Gesundheitspolitik bin ich im Übrigen auch unglücklich. Dennoch meine ich, man sollte speziell diese Diskussion dort lassen wo sie hergekommen ist. Sie hat nämlich eigentlich wenig mit den Problemen der Apothekerschaft zu tun.
Niemand bekommt irgend etwas "weg genommen", würden alte Medikamente für Bedürftige verwendet. Deswegen verwundert mich die Vehemenz der Debatte.
In den von uns belieferten Pflegeeinrichtungen bleibt im Gegenteil sogar extrem wenig übrig. Wahrscheinlich viel weniger als die Allgemeinheit sich so vorstellt. Ein noch viel kleinerer Teil davon erscheint mir für notleidende Menschen wirklich nützlich.
Die mehr...