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Der GKV-Spitzenverband freut sich: Es bleibt bei 16 Prozent Rabatt auf Rx-Arzneien ohne Festbetrag.

Der GKV-Spitzenverband freut sich: Es bleibt bei 16 Prozent Rabatt auf Rx-Arzneien ohne Festbetrag.

Herstellerrabatt und Preisstopp

Kassen freuen sich über weiterhin hohe Rabatte

Berlin - Die gesetzlichen Krankenkassen sind erleichtert, dass das Bundesgesundheitsministerium den erhöhten Herstellerabschlag und das Preismoratorium vorerst unangetastet lässt. „Es ist gut, dass der Minister hier Rückgrat zeigt und sachliche Argumente offensichtlich höher gewichtet als die Lobbyarbeit der Pharmaindustrie“, erklärte eine Sprecherin des GKV-Spitzenverbandes. Der Verband der Ersatzkassen (vdek) ist der Auffassung, dass ein Festhalten am erhöhten Abschlag bis Ende 2013 „unerlässlich“ ist.

„Die kurzfristigen Einsparungen durch den Herstellerabschlag sind nach wie vor notwendig und unverzichtbar“, sagte Ann Marini, stellvertretende Pressesprecherin des GKV-Spitzenverbandes. In Zukunft sollen im Bereich der verschreibungspflichtigen und patentgeschützten Arzneimittel die zwischen Herstellern und GKV-Spitzenverband ausgehandelten Erstattungsbeträge für Einsparungen sorgen. Doch die ersten derartigen Rabattverhandlungen haben gerade erst begonnen. Und ehe es zu den vom Gesetzgeber erhofften Kosten einsparenden Effekten kommen wird, dürfte es sicher noch eine ganze Weile dauern. Bis dahin ist nach Auffassung der Kassen auch nicht an den erhöhten Zwangsabschlägen zu rütteln.

Die Ersatzkassen begrüßten die Entscheidung des Ministeriums ebenfalls ausdrücklich. „Erstmalig seit Jahren stellen wir erfolgreich Einsparungen im Arzneimittelbereich fest“, betonte der vdek-Vorstandsvorsitzende Thomas Ballast. Er verwies auf ABDA-Frühinformationen, wonach 2011 ein Ausgabenrückgang von rund 800 Millionen Euro erzielt werden konnte. Damit sei aber noch nicht das Einsparvolumen erreicht, das durch das Arzneimittelsparpaket mittelfristig erreicht werden soll. „Es ist daher unerlässlich, dass das Preismoratorium und der Herstellerabschlag wie beabsichtigt bis Ende 2013 aufrechterhalten bleiben“, fordert Ballast. 

Das Gesetz sieht allerdings eine regelmäßige Überprüfung der Erforderlichkeit der Abschläge vor – das Bundesgesundheitsministerium hat auch klargestellt, dass es diese jährlich vornehmen werde.

Kirsten Sucker-Sket / 02.02.2012, 15:12 Uhr

Kommentare:

Gunnar Müller / Detmold sagt:
03.02.2012 16:33

Für alle, denen wie mir die Freude im Halse steckenbleibt:
www.apothekerprotest.de

(Wo Apotheken sich nicht länger für dummm verkaufen lassen ........)

burn out sagt:
03.02.2012 12:13

1. Offenlegung der Rabattverträge und Kontrolle der Ausgaben und Einnahmen von unabhängiger Seite.
2. Reduzierung der Betriebsausgaben.
Das sind gute Möglichkeiten zum Sparen.

Pillenliesel sagt:
02.02.2012 17:40

Was ist denn ein geplantes Einsparvolumen?
Arzneimittel die Hälfte der Arzthonorare?
Alles Geld für Prävention und Diagnostik?
Als Therapie dann Kamillentee und Handauflegen? Und ein paar Wassertabletten?
Und für die Partyabteilung der Gesundheitskassen ein paar Kröten mehr für Kino, Kletterkurs und Eisbärstreicheln !Und wenn es trotzdem eng wird, dann retaxieren wir mal wieder!

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