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Politik

Stefan Hartmann hat zum Kooperationsgipfel nach München geladen. (Foto: BVDAK)
Kooperationsgipfel 2012
Hartmann: ApBetrO wird pharmazeutischer
München - Der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Apothekenkooperationen (BVDAK), Dr. Stefan Hartmann, hat die gestern vom Bundeskabinett verabschiedete Novelle der Apothekenbetriebsordnung als Schritt in die richtige Richtung begrüßt: „Die Apothekenbetriebsordnung wird pharmazeutischer“, sagte Hartmann zur Eröffnung des Kooperationsgipfels 2012 in München.
„Wer den Entwurf ablehnt, lebt im Vorvorgestern“, sagte Hartmann. Der BVDAK-Vorsitzende sieht in der ApBetrO viele Forderungen seines Verbandes aufgenommen. So habe sich der BVDAK in den Verhandlungen zur ApBetrO gegenüber dem BMG für die weitgehende Gleichbehandlung von Filialapotheken und Einzelapotheken ausgesprochen. Auch mit der Neuregelung des Not- und Nachtdienstes zeigte sich Hartmann zufrieden. Dem BVDAK sei es um den Standort, um eine patientenfreundliche Lösung gegangen, so Hartmann.
Begrüßt werde vom BVDAK auch die Aufnahme von Körperpflegemitteln in den apothekenüblichen Warenkatalog. Hartmann: „Dafür haben wir uns in der Anhörung des BMG ausgesprochen.“ „Pharmazeutischer“ wird die ApBetrO nach Auffassung des BVDAK-Vorsitzenden durch QMS-Verpflichtung für alle Apotheken, durch die Klarstellung über den ausschließlichen Einsatz von pharmazeutischem Personal sowie die Beibehaltung der Laborpflicht auch für alle Filialapotheken.
Kritik übte Hartmann an der Rolle der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) bei den Verhandlungen über die ApBetrO. Er hätte sich eine souveräne Standesvertretung gewünscht, die die unterschiedlichen Strömungen in der Apothekerschaft zu bündeln versucht. Hartmann: „Was wäre dabei gewesen, wenn die ABDA einmal alle Verbände zu einem Gespräch eingeladen hätte.“ Man hätte sich auf einen gemeinsamen Nenner einigen können.
Hartmann hielt dem Deutschen Apothekerverband (DAV) in diesem Zusammenhang vor, längst nicht mehr die Interessen aller Apotheker zu vertreten. Hartmann: Sonst hätten sich nicht andere Verbände gegründet.“ Der DAV spreche hauptsächlich für die Interessen der inhabergeführten Einzelapotheke. Nach Angaben des BVDAK gehören aber 18.920 der 21.200 Apotheken in Deutschland einer Kooperation an.
Lothar Klein / 02.02.2012, 10:41 Uhr
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miwin sagt:
02.02.2012 18:28„Wer den Entwurf ablehnt, lebt im Vorvorgestern“,
Genau das ist der Fall! Solange wir Apotheker mit unserer Entlohnung im Vorgestern leben müssen, sind wir mit den an uns gerichteten Forderungen von morgen NICHT einverstanden !!
Nachdenklicher Heilberufler sagt:
02.02.2012 13:55Gut der Mann!
Hoffentlich war von ABDA/DAV auch jemand da, hat zugehört und auch verstanden! Nach obigen Zahlen sind also ca. 89 % der deutschen Apotheken in Kooperationen (Punkt!). Das spricht doch eindeutig aus, dass sich 89% der deutschen Apotheken nicht ausreichend durch ABDA/DAV vertreten fühlt (!). Mein Sohn hat gerade sein Zeugnis bekommen. Das war "Gott sei Dank" besser (!). Wenn es bei den o. g. Karteileichen noch jemand gibt,der selbstkritisch ist oder glaubt noch was ändern zu können, wäre jetzt Zeit für hektische Flecken. Für alle anderen gibt es Lasea o. den Hinweis auf ärtzliche Hilfe.