Sie sind hier: Tagesnews-Politik > News
Politik

Nullretaxationen sind nicht sachgerecht, so das Positionspapier der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur AMG-Novelle.
Positionspapier der CDU/CSU-Fraktion
Nullretaxation ist inakzeptabel
Berlin - Im Rahmen des AMG-Gesetzgebungsverfahrens sei zu überprüfen, so ein Positionspapier der Union, ob gesetzliche Anpassungen notwendig seien, damit die zurzeit von einigen Betriebskrankenkassen durchgeführten Nutllretaxationen bei Betäubungsmitteln“ in sachgerechte Bahnen gelenkt werden können.
Nullretaxationen bei Betäubungsmitteln wegen leichter formaler Unzulänglichkeiten bei der Rezeptausstellung sieht das Positionspapier der CDU/CSU-Fraktion äußerst kritisch. So führt das Papier aus, dass bei einer Nullretaxation die Krankenkassen den Erstattungsbetrag auf null absenken, das heißt, die Apotheken bekommen ihre Kosten für das ausgelieferte Medikament nicht erstattet. Das Positionspapier dazu deutlich: „Das derzeitige Vorgehen jedenfalls ist inakzeptabel. Hier ist jedoch zunächst der Erfolg der bereits ergriffenen aufsichtsrechtlichen Maßnahmen abzuwarten.“
Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zur zweiten AMG-Novelle soll ebenfalls überprüft werden, ob die Höhe der Betäubungsmittelgebühr, die seit 1978 bei unverändert 0,26 Euro liege, noch sachgerecht sei. Hierzu heißt es: „Es gibt Anzeigen, dass die heutige Höhe nicht mehr sachgerecht ist.“
Peter Ditzel / 24.01.2012, 11:57 Uhr
Sie können die News auch als RSS-Feed abonnieren:
Hier finden Sie weitere Informationen zum RSS-Feed der DAZ.online.




Apotheker55 sagt:
25.01.2012 16:30genau, inakzeptabel. die Zechprellerei muss generell ein Ende haben. Insbesondere, weil immer mehr fadenscheinige Vorwände dafür herangezogen werden.
oh, schroeder sagt:
25.01.2012 00:11Oh, was ist los, sind bald Bundestagswahlen?
dridi sagt:
24.01.2012 22:18Nullretaxationen gibt es nicht nur bei Betäubungsmitteln! Jede Nullretaxtion ist völlig inakzeptabel! Bei tatsächlich vertragswidriger Abgabe kann allenfalls der tatsächlich entstandene Schaden geltend gemacht werden. Hierzu sind die Rabattpreise öffentlich zu machen, oder eine faire Pauschale festzulegen. Sich die medikamentöse Versorgung der Patienten beim geringsten Formalienverstoß gegen diesen unpraktikablen Vorschriften-Dschungel von den Apotheken bezahlen zu lassen, muss endlich gesetzlich geregelt ein Ende haben! Bevor es in der "Sammelklage" einen Entscheid geben wird, sind viele von uns schon pleite.
ApothekerNRW sagt:
24.01.2012 12:24Hat der Wahlkampf schon begonnen? Wer glaubt Union oder FDP denn noch ein einziges positives Wort über Apotheken, nachdem die FDP den meisten von uns in nur 18 Monaten mehr als die Hälfte der Einkaufsrabatte im Rx genommen hat? Ich fühle mich schon genügend als "Klientel der FDP" diffamiert und möchte nicht noch zusätzlich angeschleimt und belogen werden! "FDP-Klientel" ist für mich ein schlimmeres Schimpfwort als viele Ausdrücke der Gossensprache, deren Nutzer vermutlich alle ehrlicher sind als der durchschnittliche FDP-Politiker!