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Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) stellt Dispensierrecht der Tierärzte auf den Prüfstand. (Foto: CSU)
Dispensierrecht
Veterinären droht Verlust der Verkaufserlaubnis von Arzneien
Berlin - Im Zuge der Eindämmung von massenweisen Arzneigaben in der Tiermast soll auch das Recht der Tierärzte überprüft werden, von ihnen empfohlene Arzneien selbst zu verkaufen. „Das sogenannte Dispensierrecht geht zurück auf eine Ausnahme vom Apothekenmonopol, die in den 1950er-Jahren für die Tierärzte geschaffen wurde. Es stellt sich die Frage, ob das noch in die Zeit passt“, sagte Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Wir stellen das Dispensierrecht deshalb auf den Prüfstand.“
Dies war eine Forderung des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) gewesen, nachdem Aigner ihren Gesetzentwurf zur Eindämmung des Antibiotika-Einsatzes in der Tiermast vorgelegt hatte. Über den Verzehr von Lebensmitteln können Menschen Keime einnehmen, die gegen Antibiotika unempfindlich sind. Das kann dazu führen, dass die Arznei bei Krankheiten nicht mehr wirkt.
dpa / 20.01.2012, 09:25 Uhr
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torsiouteri sagt:
08.02.2012 20:14ein fettes dankeschön an die schlafmützen des berufsverbandes,,,,wem sind die eigentlich hörig?nun trifft es die arschlöcher an der front,die verursacher haben die kohle im beutel und können sich genüsslich zurücklehnen.wer will denn unter diesen umständen noch eine großtierpraxis betreiben ,vielleicht sollte man einfachhalber dem klugen bäurlein neben den wohlverdienten subventionsrecht auch zusätzlich ein schon lange verdientes dispensionsrecht zusprechen,und das nicht nur des reimes wegen;oder herr kollege rodat?
Praktikerin sagt:
28.01.2012 14:22Warum diese Aufregung - Worum geht es denn eigentlich:
1. Um die Möglichkeit der Antibiotka-Resistenzentwicklung durch den Einsatz
von Antibiotika in der Massentierhaltung (Nutztiere), insbesondere als Leistungs-
förderer (was es eigentlich nicht mehr geben sollte). Sollte daß der Fall sein, wäre daß für die Humanmedizin fatal - keine wirksamen Antibiotika mehr.
2. Um das tierärztliche Dispensierrecht von Antibiotika im Rahmen der Nutztierhaltung,
insbesondere der Massentierhaltung von Scheinen, Rindern und Geflügel.
3. Um den wirtschaftlichen Ertrag aus dem Antibiotikaverkauf der tierärztlichen Großtierpraxen.
4. Um einen möglichen zusätzlichen Ertrag für die „normalen“ Apotheken aus dem Antibiotikaverkauf für mehr...
martalein sagt:
25.01.2012 18:48Das ist doch alles Mist.
1. ein Bauer kauft garantiert nicht mehr Antibiotika wie er muss, dass kostet nämlich Geld. Und man mischt nicht mehr ein als man braucht. Was soll das auch????
2. wenn das Dispensierrecht abeschafft wird und der Bauer in die Apotheke geht, dann kommt das doch auf´s gleiche raus, ein Rezept braucht er trotzdem vom Tierarzt und das ist dann total verbraucherfreundlich wenn ein Bauer dort seine Arzneien holt oder wie???Wenn einer 300 Kühe hat und dementsprechend Medikamente braucht (normale Mengen was ist das dann????) und ein Verbraucher sieht das und ist schockiert das ist dann besser oder wie????
3. ich wage zu bezweifeln, dass wenn ein Bauer in die Apotheke kommt, der Apotheker genau weiß was bei einer Krankheit wann zu geben ist er ist schließlich kein Arzt sondern nur der mehr...
pilzejosef99 sagt:
23.01.2012 19:03Alles nur heiße Luft. Welche Lobby Tierärzte haben, zeigt uns doch die Dokumentationspflicht, die uns beim Verkauf von Rx-Tierarzneimitteln auferlegt wurde. Wir können hunderte von Bürgern ohne Dokumentation vergiften, aber keinen einzigen Hund ohne penibelsten Nachweis entwurmen!
Elisabeth Jedamzik sagt:
23.01.2012 13:08@muh:
Nö, aber vielleicht liefert Apotheke nachvollziehbar über PC- Bedarf Tierarzt.
Dann kann sich keiner der Herren mit einem Kofferaum voller Antibiotica an die Autbahn stellen und auf die Bauern warten.
Oder der Bauer muss mit Rezept in die Dorfapotheke. Tut dem Geldbeutel des Apothekers,dem Rindvieh und dem Verbraucher gut.
wurschtweggla sagt:
23.01.2012 10:55Und wie soll das in der Praxis funktionieren?
Kommt das kranke Rindvieh dann mit dem Rezept vom Vet in die Apotheke?
Muuuh!
Götz sagt:
21.01.2012 17:34Eine absolut berechtigte Überlegung.
Die Trennung des Dispensierrechts von der Diagnose hat sowohl einen ethischen als auch einen wirtschaftlichen Hintergrund. Wenn auch Veterinäre den Anschein der "gewinnträchtigen Diagnose" vermeiden wollen, so sollte hier die selbe Regelung wie in der Humanmedizin gelten.
Dazu kommt noch: Warum soll ein Veterinär besser über die pharmakologischen Zusammenhänge bei Tieren Bescheid wissen, als ein Pharmazeut?
Michael Zeimke sagt:
20.01.2012 13:48Arzneiverkauf ohne Kontrolle öffnet Betrug
Tor und Tür ! Wie in jedem Beruf gibt es auch bei den Tierärzten schwarze Schafe.
Die Zulassung der Bestellung über Internet
tut das Ihrige. Man siehts in der Humanmedizin.
Karl Hiller sagt:
20.01.2012 12:52Heisse Luft.
Alles was Fr. Aigner anpackt ist bisher misslungen.
Gruss aus dem Erzgebirge
praktiker sagt:
20.01.2012 10:26Warum muß erst der fachfremde BUND diese Forderung aufstellen?
Es wäre schon lange die Aufgabe unseres Berufsverbandes gewesen,auf diese Konsequenzen hinzuweisen!
DAV schlaf weiter,dieses Jahr gehen leider folglich die Mitgliederzahlen in den LAVs zurück.Selbstverschuldet!