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Auch in Tschechien versucht man, Medikamentenkosten im Griff zu behalten. (Foto: Bilderbox)

Auch in Tschechien versucht man, Medikamentenkosten im Griff zu behalten. (Foto: Bilderbox)

Sparidee aus Tschechien

Pillen einzeln auf Rezept

Prag - Medikamente im Wert von rund 160 Millionen Euro landen allein in Tschechien nach Schätzungen jährlich auf der Müllhalde. Gesundheitsminister Leos Heger sieht darin ein beachtliches Sparpotenzial. Der konservative Politiker hat nun den Vorschlag zur Diskussion gestellt, Tabletten in Zukunft einzeln abgezählt an die Patienten abzugeben. Bei der Apothekervereinigung des EU-Staats stieß der Vorstoß am Montag auf klare Ablehnung.

„Mit einem solchen System würde die gesetzliche Krankenversicherung überhaupt kein Geld einsparen“, sagte Marek Hampel von der Vereinigung der Apothekenbesitzer in Prag der Nachrichtenagentur dpa. Zwar könnten Apotheken theoretisch Pillen aus 1000er-Packungen abzählen, doch um gefährliche Verwechslungen von Medikament und Dosierung zu verhindern, müssten kostspielige Kontrollverfahren eingehalten werden. Hampel schob den Ärzten den Schwarzen Peter zu. Sie sollten doch weniger verschreiben.

dpa / 16.01.2012, 12:08 Uhr

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