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BDA-Präsident Dieter Hundt plädiert für eine Freigabe der Arzneimittelpreise. (Foto: BDA)

BDA-Präsident Dieter Hundt plädiert für eine Freigabe der Arzneimittelpreise. (Foto: BDA)

AMG-Novelle

BDA für Freigabe der Arzneimittelpreise

Berlin - Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) lehnt die mit der AMG-Novelle vorgesehene Anwendung der Arzneimittelpreisverordnung für den Versandhandel aus dem Ausland nach Deutschland „als kontraproduktiv“ ab und fordert die Freigabe der Arzneimittelpreise. Der Preiswettbewerb auf den Arzneimittelmärkten und zwischen den Apotheken dürfe nicht noch weiter eingeschränkt werden, heißt es in der BDA-Stellungnahme zur AMG-Novelle.

Das Gegenteil sei richtig, schreibt der BDA: „Der Preis- und Qualitätswettbewerb ist – vor allem auch im Interesse der Versicherten und Beitragszahler – zu intensivieren, und zwar sowohl im Inland als auch zwischen Inland und Ausland.“  Bereits durch die weiterhin vorgeschriebenen einheitlichen Apothekenabgabepreise für verschreibungspflichtige Medikamente werde der Preiswettbewerb zwischen den Apotheken weitgehend verhindert. Die Preisbindung durch die Arzneimittelpreisverordnung dürfe nicht auch noch auf den Versandhandel aus dem Ausland nach Deutschland ausgedehnt werden, so der BDA.

Stattdessen sollte die Preisbindung durch die Arzneimittelpreisverordnung – mit dem Ziel einer Fortführung der Liberalisierung des Arzneimittelvertriebes – insgesamt beziehungsweise für alle Apotheken beseitigt werden. Den Krankenkassen und ihren Verbänden müsse es ermöglicht werden, neben den Rabattverträgen mit Pharmaherstellern auch mit den Apotheken und deren Verbänden Versorgungsverträge auf selektivvertraglicher Basis zu schließen.

Auch das Mehr- und Fremdbesitzverbot für Apotheken sei im Interesse einer höheren Wettbewerbsintensität in der Arzneimittelversorgung weiter zu lockern und letztlich vollständig aufzuheben, fordert der BDA. Zugleich sei die Eigenverantwortung der Versicherten gerade auch im Bereich der Arznei- und Heilmittel durch mehr Selbstbeteiligung auszuweiten. Das sei als Steuerungselement unverzichtbar und stellt auch keine Überforderung des Einzelnen dar. 

Lothar Klein / 12.01.2012, 15:50 Uhr

Kommentare:

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Alexander Hupe sagt:
16.01.2012 09:27

@ Hasso

Der will doch nur spielen ;-)

Hasso sagt:
13.01.2012 12:08

SITZ !!!
AUS !!!
Braver Hundt

M.R sagt:
13.01.2012 08:20

Sehr geehrter Herr Hundt,

Sie haben keine Ahnung, wie die Apotheken funktionieren, weder im Inland noch im Ausland. Daher sollten Sie sich lieber auf Dinge konzentrieren, die Sie kennen.
Herr Hundt, Sie haben in ihrer Position bis dato nichts bewegen können. Wahrscheinlich wissen Sie auch nicht, dass Apotheken bereits in harten Wettbewerb sich befinden. Apotheken sind auch Arbeitgeber Herr Hundt.

Also die Katze beist sich im Schwanz.

Elisabeth Jedamzik sagt:
12.01.2012 20:19

Wettbewerb ist gut, wenn ein Mehrwertsteuergefälle Anreize setzt.Wenn ausländische Arbeitnehmer gefördert werden. Wenn die einen die Auflagen haben und Zuschussgeschäfte machen müssen und der andere den Rahm abschöpft. Wenn der Holländer und der Tscheche schläft und der deutsche Michel den Nachtdienst schiebt.
Und wenn der Millionenkonzern GKV mit der Feld- oder Wald- oder Wiesen- oder Stadt-Apotheke Verträge Verträge schließt.
Ist das nur Blödheit oder Mediengeilheit, geistige Inkontinenz oder schon beginnende Demenz?

Apatsche sagt:
12.01.2012 20:04

Herr Hundt war noch niemals ein allzu tolles Aushängeschild für seinen Verband.

Und wenn er mal länger als 5 Tage seinen Namen nicht in der Presse sieht, wird er ganz hibbelig und wulfft eben die Agenturfaxe mit Pressemeldungen voll, egal zu welcher Thematik.

Außerdem redet er zu beinahe wirklich jedem Thema einen ziemlichen Senf daher; sehr wahrscheinlich wird er in weiten Kreisen eh' nur noch als Klamauk-Onkel wahrgenommen.

Und so sollten auch wir es mit diesem besten Freund des Menschen halten.

Eppinger sagt:
12.01.2012 19:32

Schon vor Jahren habe ich nach einem stümperhaften Interview des Herrn Hundt in der Südd.Zeitung diesem versucht, die Zusammenhänge der Arzneidistribution näher zu bringen und Ihn aufgefordert, seine unqualifizierte Meinung für sich zu behalten. Er antwortet gerne auf nicht gestellte Fragen. Als Anwort kam ein orthographisch desolates Schreiben seiner Verbandsjuristen. Er als Sonnenkönig schwebt und kann nicht schreiben. Ich schäme mich im Namen aller Arbeitgeber für solche "Persönlichkeiten". Si tacuisses...

Dr Schweikert sagt:
12.01.2012 19:29

Dieses Gebilde sollte richtigerweise Apothekerhonorarverordnung heissen. Ich habe den Verdacht dass Fachfremde denke in der Arzneimittelpreisverordnung wuerde Hoehe des Arzneimittelpreises bzw. die Marge des Herstellers definiert.

Gunnar Müller / Detmold sagt:
12.01.2012 19:23

"Preiswettbewerb zwischen den Apotheken"

Hätte mich ja auch schwer gewundert, wenn dieser Mann ein Opfer von der Pharma-INDUSTRIE gefordert hätte.

Aber welches Bild von den deutschen Apotheken und von den "Verbrauchern" und deren Gesundheit (!) schwebt Ihnen vor, wenn Sie solche Ansichten äußern?

Schmerzmittel - Kauf' 3, zahl' 2??
Abführmittel - heute zum Sonderpreis ??
Halten SIE die gesetzlichen Vorgaben für die Apotheken-Aufschläge für unangemessen??

Mit Verlaub, Herr Dr. Hundt:

Ich hätte Ihnen gerne mehr Geist, mehr Herz oder zumindest eine bessere Detail-Kenntnisse zugestanden.

Oder muß man - auch SIE - reduzieren auf die blanke Formel:

"Wes' Brot ich ess', des' Lied ich mehr...

eimer sagt:
12.01.2012 18:09

ein dicker hundt, der hundt!
für fans: einfach mal die facebookseite "hundt raus" googeln...

Guenter sagt:
12.01.2012 17:22

Die Apotheker sollten sich zukünftig auch in alle für sie fachfremde Bereiche einmischen, egal ob nun mal der Sachverstand dazu vorhanden ist oder nicht. Die anderen machen es uns doch vor! So fordere ich einfach mal, flachere Hierarchiestrukturen im Vorstand des BDA und eine mit dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts gekoppelte Honorierung und Offenlegung der Vorstandsgehälter selbiger Herren.

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