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Der Einsatz von Antibiotika bei der Tierhaltung soll auf ein Minimum beschränkt werden. (Foto: Bilderbox)

Der Einsatz von Antibiotika bei der Tierhaltung soll auf ein Minimum beschränkt werden. (Foto: Bilderbox)

Verbraucherschutz

Regierung will Antibiotika-Einsatz für Tiere einschränken

Berlin - Die Bundesregierung will den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung erheblich einschränken. Außerdem sollen die Möglichkeiten zur Kontrolle durch die Aufsichtsbehörden ausgeweitet werden. Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) wird in dieser Woche einen entsprechenden Entwurf zur Änderung des Arzneimittelgesetzes vorlegen. Dies bestätigte das Ministerium. Offen ist allerdings, wann der Gesetzentwurf ins Bundeskabinett kommt.

Ziel der Änderung sei es, „den Einsatz von Antibiotika auf das zur Behandlung von Tierkrankheiten absolut notwendige Maß zu beschränken und die Befugnisse der zuständigen Kontroll- und Überwachungsbehörden der Bundesländer deutlich zu erweitern“, bestätigte ein Sprecher.

Gleichzeitig appellierte das Ministerium an die Bundesländer, die Kontrollen zu verstärken. Der Bund sorge dafür, dass die zuständigen Landesbehörden ihre Überwachungsaufgaben noch effektiver, noch schneller und noch unbürokratischer erfüllen könnten, sagte der Ministeriumssprecher: „Die Länder sind nun gefordert, diese Möglichkeiten auch auszuschöpfen. Das Ziel, den Einsatz von Antibiotika deutlich zu reduzieren, ist nur erreichbar, wenn alle an einem Strang ziehen.“

Lothar Klein/dpa / 09.01.2012, 13:47 Uhr

Kommentare:

Schnitzelfan sagt:
11.01.2012 11:17

Der Ansatz ist natürlich sehr löblich und würde auch die teils katastrophalen Haltungsbedingungen in der Massenproduktion verbessern,
nur fürchte ich, dass diese Initiative spätestens an den möglichen Folgekosten scheitert:

- eine deutliche Erhöhung der viel zu niedrigen Fleischpreise in Deutschland wird dem Endverbraucher nicht schmecken

- eine der Haupteinnahmequellen vieler Tierärzte wäre dann ebenfalls Geschichte

- und die Pharmaindustrie hätte wieder einen florierenden (äußerst diskreten) Mark weniger

Das riecht nach viel Widerstand ...

Ohne eine deutlichere Hervorhebung der tatsächlichen Zahl an Todesopfern durch die selbst erschaffenen multi-resistenten Keime aus der Tierhaltung von Seiten der Politik wird das mehr...

Gitte sagt:
10.01.2012 10:10

Richtig! Und wenn darüberhinaus mehr Kontrollen bei der Massentierhaltung durchgeführt würden! Und man müßte deren Auflagen zur viel zu beengten Tierhaltung, die eine Krankheitsübertragung fördern, korrigieren!

Josef Lemke sagt:
09.01.2012 19:26

Dürfte alles kein Problem sein, wenn verschreibungspflichtige Tierarzneimittel endlich von Apotheken und nicht mehr von Tierärzten abgegeben werden dürften!

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