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ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf: 2011 hat Nerven gekostet. (Foto: ABDA)

ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf: 2011 hat Nerven gekostet. (Foto: ABDA)

Bilanz und Ausblick

Wolf: 2011 war nicht vergnügungssteuerpflichtig

Berlin - Das abgelaufene Jahr 2011 hat nach Ansicht von ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf die finanzielle Belastung für die deutschen Apotheken erhöht. Damit nicht genug: Auch in den nächsten 12 Monaten sieht Wolf „weitere Herausforderungen“ auf Apotheker zukommen. „Wenn alle Apotheker nicht nur am selben Strang, sondern auch in dieselbe Richtung ziehen, können wir die Zukunft aktiv mitgestalten“, sagte Wolf zum Jahresauftakt zu DAZ.online. Kämpfen will ABDA-Präsident Wolf 2012 insbesondere für höhere Apothekenhonorare.

„Den dringenden und längst überfälligen Anpassungsbedarf für das Honorar unserer Kollegen haben wir in jedem Gespräch mit der Politik adressiert - wir lassen da auch im neuen Jahr nicht locker. Und zwar nicht, weil wir mehr wollen, sondern weil wir, die Apothekerinnen und Apotheker in Deutschland, mehr brauchen“, sagte Wolf zu DAZ.online. 

Die Bilanz 2011 fällt aus ABDA-Sicht gemischt aus: „Das Jahr 2011 war arbeitsreich in der Offizin - und in der Gesundheitspolitik nun auch keineswegs vergnügungssteuerpflichtig“, so Wolf. Der AMNOG-Zwangsabschlag und die Konditionenkürzungen des Großhandels hätten die Apotheken finanziell belastet und „viele unberechtigte Retaxationen haben mindestens Nerven gekostet“.

Ungewiss sei leider immer noch die Höhe des Zwangsabschlages für die Jahre 2009 und 2010. Mit dem Versorgungsstrukturgesetz, der Apothekenbetriebsordnung und dem Arzneimittelrechtsänderungsgesetz seien die Kammern und Verbände gleich dreifach zu enormen Kraftanstrengungen bei der Erarbeitung von umfangreichen Stellungnahmen gezwungen worden. Wolf: „Wir haben sehr hart gearbeitet - und haben auch einiges erreicht.“

Als Erfolg wertet der ABDA-Präsident die politischen Fortschritte bei der Umsetzung des gemeinsamen Zukunftskonzepts von Apothekern und Ärzten: „Immerhin konnten wir die Bundespolitik überzeugen, das Konzept ins Versorgungsstrukturgesetz aufzunehmen. Dieser Schulterschluss von Apothekern und Ärzten ist und bleibt ein wichtiges Projekt - für dessen erfolgreiche Umsetzung wir in 2011 die Weichen gestellt haben. Nun können wir die ersten Piloten planen. Erste Ärzteorganisationen haben bereits ihr Interesse bekundet.“ 

Weiter wies Wolf auf die wachsende Bedeutung der EU-Politik für die Apotheker hin: „Brüssel ist für uns ja immer wichtiger, weil dort die Weichen gestellt werden für Gesetze, die später in Deutschland umgesetzt werden; wir müssen deshalb auch hier unsere Kompetenz frühzeitig einbringen.“ Auf Europaebene gebe es zurzeit drei wichtige Themen: In der Richtlinie zum Schutz vor gefälschten Arzneimitteln gehe es um den Schutz der Bevölkerung. Dazu habe die ABDA ihre Positionen eingebracht. Beim Thema Pharmakovigilanz gehe es um die Institutionalisierung der Arzneimittelkommission der Apothekerschaft. Und schließlich stehe das Thema Patienteninformation auf der Agenda. Wolf: „Hier vertreten wir konsequent die Position der Heilberufler: Wir wollen keine direkte Werbung an Patienten, wenn es um verschreibungspflichtige Arzneimittel geht.“ 

Lothar Klein / 05.01.2012, 14:18 Uhr

Kommentare:

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Winfried Meyer sagt:
10.01.2012 22:21

BERLIN 26.01.2012
Kommunikation ohne Organisation

www.pressetext.com/convention-berlin

Effiziente Kommunikation ist nicht mehr abhängig von organisatorischen Strukturen und Machtapparaten. Öffentliche Meinung ist nicht länger eine Domäne klassischer Medien wie TV und Print. In immer stärkerem Maße beeinflussen Blogger und Opinion Leader auf Facebook, Twitter, Google und Youtube die Diskussion. Wer genießt in Zukunft das Vertrauen der Öffentlichkeit? Werden Parteien, Gewerkschaften und Verbände noch gehört? Wo bilden sich Meinungen?

Grüße aus Saarbrücken
www.apointernetclub.blogspot.com

Winfried Meyer sagt:
10.01.2012 18:51

TIPP :

www.dprg.de/Meldungen/Social-Media-Verbaende/442

Winfried Meyer sagt:
08.01.2012 20:02

die VORORT-APOTHEKE als PolitMULTIPLIKATOR ?
Was soll das sein ?
http://www.facebook.com/pages/Virtuelles-Unternehmen-in-Br%C3%BCckenfunktion/119554628155473?sk=wall

Winfried Meyer sagt:
08.01.2012 09:49

Niedersachsen-"like-Mafia" nur in Hannover ??? www.welt.de/politik/deutschland/article13802712/Wulff-soll-Haus-mit-anonymem-Scheck-bezahlt-haben.html

Wer PRÜFT eigentlich WANN die Finanzierungsverantwortung seitens des "selbst"-bestellten apothekerlichen Treuhand-e.V. ( ca. 100 Apotheker-Mitglieder) für die Berliner Jägerstraße-"Aktivitäten" ? www.apothekenforum.com/htm/abdaorg.html

>>> Lesenswerte Welt-online-Kommentare unter dem Stichwort "Finanztransaktionssteuer"-Vermeidung.

>>> AUSSERORDENTLICHE ABDA-Hauptversammlung (persönliche AnwesenheitsPFLICHT ALLER Landesdelegierten !!! ) PLUS Stimmrechts-Akkreditierung für freiwillig-anwesende mehr...

Winfried Meyer sagt:
08.01.2012 09:42

Die da oben auf der Bühne
(PARABEL über die ABDA : Namen von Gremien + Personen im Text einfach austauschen ! )

www.welt.de/debatte/kommentare/article13803148/Das-historische-Kunststueck-der-All-Parteien-Kanzlerin.html

"Der „postdemokratische Exekutivföderalismus“ wie Jürgen Habermas das europäische Gipfel-Regime überspitzt beschreibt, darf – wenn die europäische Idee nicht an ihrer eigenen Rettung Schaden nehmen soll – tatsächlich nur ein Übergangsphänomen sein. Ob die Kanzlerin das auch so sieht? Wir wissen es, mangels einer echten europapolitischen Grundsatzrede, tatsächlich nicht.
Der politische Streit um die Europapolitik findet nicht statt. Politischer Streit findet überhaupt immer weniger statt. Die Deutschen sind beim mehr...

Apotheker B sagt:
07.01.2012 15:18

Ja,...lassen wir uns alle verstaatlichen, dann können wir alle, ohne eigenes Risiko
mit helfen den Gesunheitskarren vor die Wand zu setzen.
Dann haben wir bei einem Neuanfang beste Chancen wieder mal Gefragt zu werden und zu sein.

pillepalle sagt:
06.01.2012 17:10

...und danke, liebe ABDA,
für die teure Weihnachtskarte,
(extra drucken lassen, das schöne EINER-WACHT-MOTIV), anlässlich meienr Teilnahme an einer PSEUDO-CUSTOMER_SCHULUNG vor 2 Jahren!
..außer Spesen nix gewesen:
Wir brauchen zur Zeit in Ihrem Raum niemand!
so kann man gut Beiträge "verbrauchen"!

ICH KÜNDIGE!!,
trete aus der ABDA aus und der DDR bei. Da wusste man wenigstens, was man hatte.

Michael Zeimke sagt:
06.01.2012 13:36

Wem haben wir es zu danken ?
Bezahlung pro Packung ?
Rabatte dahin wo sie hingehören ?
Fragen Sie den Autor des Artikels !!!

Dr. Peter Post sagt:
06.01.2012 11:42

Wieso wollen die Apotheker nicht mehr, wenn sie doch mehr brauchen? Das ist falsch, weil Kassen und Politik Apotheker nicht mehr brauchen wollen.

Gunnar Müller / Detmold sagt:
06.01.2012 01:51

Die Deutschen Apotheken B L U T E N !!

> Finanziell !

> Moralisch !

> Und E R S A U F E N in Bürokratie !

Finanziell
aufgrund der AMNOG/1-zwangsverordneten 2,05 €, dem zuletzt AMNOG/2-Wegfall von Handels- und Handlungsmöglichkeiten, der unterlassenen 8,10 €-Anpassung

Moralisch
aufgrund der Doppelzüngigkeit von pick-up/ der Versand-Beratungslüge / der light-Apotheken-Diskussion / der ministeriellen Arroganz gegenüber dem Berufsstand und seinen Repräsentanten

Bürokratisch
(ich bin's leid, das alles aufzuzählen!)

Lieber Herr Wolf,
mit Verlaub, alles andere ist doch nur smartes Geschwafel.

Sind Sie wirklich bereit, für unsere gemeinsame Berufsauffassung zu kämpfen?
mehr...

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