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Auch Prof. Sickmüller hält die Schließung der pharmazeutischen Fakultät in Leipzig für einen Fehler. (Foto: BPI)

Auch Prof. Sickmüller hält die Schließung der pharmazeutischen Fakultät in Leipzig für einen Fehler. (Foto: BPI)

Unterstützung für Leipziger Fakultät

BPI: Studiengang muss erhalten bleiben

Berlin - Auch der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) wendet sich gegen die geplante Schließung der pharmazeutischen Fakultät der Universität Leipzig. Die Schließung des traditionsreichen Instituts aus haushaltspolitischen Gründen sei ein Armutszeugnis, so die stellvertretende BPI-Hauptgeschäftsführerin Prof. Dr. Barbara Sickmüller.

Deutschlands Apothekenbesitzer seien ohnehin überaltert, warnt Sickmüller. Nach Angaben der ABDA werde bis zum Jahr 2020 etwa jeder dritte Apotheker in den Ruhestand gehen – darüber hinaus fehlten Pharmazeuten auch in der Industrie. Keine Katastrophe, sondern vor allem eine Chance für den Nachwuchs, findet die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin: „Es gibt so viele junge Menschen, die den spannenden Beruf des Pharmazeuten ergreifen wollen, auch weil sie die krisensicheren Zukunftsaussichten schätzen. Ihnen muss man flächendeckend entsprechende Studienplätze anbieten.“

Sie fordert daher zukunftsfähige haushaltspolitische Lösungen, um den Studiengang zu erhalten. Sonst werde der Rotstift zulasten eines Heilberufs angesetzt, der angesichts des demographischen Wandels deutschlandweit immer wichtiger werde. „Wer die einzige Pharmazie-Fakultät im Bundesland Sachsen schließt, riskiert damit auf längere Sicht auch regionale Lücken in der Gesundheitsversorgung“, so Sickmüller.

Juliane Ziegler / 21.12.2011, 10:42 Uhr

Kommentare:

ad sagt:
24.12.2011 23:51

Einen Großteil der Zeit arbeitet man schon zwangsweise für die Kassen ohne von Ihnen ein Gehalt zu bekommen. Eine Apotheke zu eröffenen kann einem die Existenz kosten.

Wichtiger Beruf sagt:
21.12.2011 21:14

Ein Heilberuf, der angesichts des demographischen Wandels immer wichtiger wird ...
Gibt es da nicht noch Paketzusteller, die in naher Zukunft das pharmazeutische Personal ersetzen sollen?

p.b. sagt:
21.12.2011 11:12

Das einzig spannende mittlerweile an unserem Beruf ist die Frage kann ich mit meiner Apotheke überleben und wann geht es nicht mehr?Soviel eigentlich auch zum Thema krisensichere Zukunftsaussichten!

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