Sie sind hier: Tagesnews-Politik > News

Politik

Heinz Lanfermann (FDP) hat kein Verständnis für die SPD-Forderung nach größen Arzneimittelvertriebsstrukturen. (Foto: www.heinz-lanfermann.de)

Heinz Lanfermann (FDP) hat kein Verständnis für die SPD-Forderung nach größen Arzneimittelvertriebsstrukturen. (Foto: www.heinz-lanfermann.de)

FDP zum SPD-Leitantrag

Lanfermann pro inhabergeführte Apotheke

Berlin - Nach der Kritik der Gesundheits-Staatssekretärin Ulrike Flach am SPD-Parteitagsbeschluss zur Arzneimittelversorgung zieht nun ihr Kollege Heinz Lanfermann, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, nach. Er betonte, dass seine Fraktion ebenfalls klar hinter der inhabergeführten Apotheke stehe.

Im SPD-Parteitagsbeschluss ist davon die Rede, dass bei der Arzneimittelversorgung „größere Vertriebsstrukturen zuzulassen“ sind. Auch nach Lanfermanns Verständnis kann dahinter nur der Ruf nach Apothekenketten stehen. Dies und die damit einhergehende Verdrängung der bewährten inhabergeführten Apotheken lehne die FDP-Bundestagsfraktion ab.

„Vor dem Hintergrund, dass Arzneimittel keine beliebigen Konsumgüter sind und die Apotheker den individuellen Bedürfnissen der Patienten Rechnung tragen müssen, verteidigen die Liberalen die Unabhängigkeit der Heilberufe von Renditeinteressen einzelner Großunternehmen“, heißt es in einer Presseerklärung Lanfermanns. Die inhabergeführte Apotheke sei aus Sicht der FDP am besten geeignet, die hohe Qualität der Arzneimittelversorgung in Deutschland zu sichern. Und die flächendeckende und sichere Arzneimittelversorgung der Bevölkerung habe für sie „oberste Priorität“.

Die Vorstellung, dass die Patienten aufgrund größerer Vertriebsstrukturen von einer günstigeren Versorgung bei gleichem Versorgungsniveau profitieren können, sei kurzsichtig, so Lanfermann weiter. So dürfe beispielsweise das Preisargument auch nicht die Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität außerhalb der Ballungszentren gefährden.

Lesen Sie hierzu auch:

Flach: SPD macht sich lächerlich

Wer steht wirklich für einen liberalisierten Arzneimittelvertrieb?

Bürgerversicherung und liberalisierter Arzneimittelvertrieb

Kirsten Sucker-Sket / 08.12.2011, 13:54 Uhr

Kommentare:

Apotheker sagt:
09.12.2011 17:01

Kann nicht jemand der FDP verbieten sich für uns "einzusetzen"? Ein ehrlicher Feind, dessen gesamtes Streben auf die Vernichtung der vom Inhaber geführten Individual-Apotheken gerichtet ist, ist mir leiber als diese scheinheiligen Schwätzer. Dieses dumme und verlogene Gewäsch sorgt doch dafür, dass wir mit der "Apotheker-Partei" in eine Gosse geworfen werden. Wer solche Freunde wie dieses Pack hat, der braucht wahrlich keine Feinde mehr!

Michael Zeimke sagt:
09.12.2011 09:19

Als Rechtsanwalt sollte man sich an seine
Kürzlichen Taten noch erinnern können.
Wir als Naturwissenschaftler werden uns
2013 noch erinnern. Apothekenbetriebsordnung
2.05 Euro Zwangsrabatt.
Herr Bahr ist vom Grundberuf Bankster.

Godam sagt:
09.12.2011 08:23

Da spricht aber der Entwurf zur neuen Betriebsordnung eine ganz andere Sprache.....
Sei es drum, auf mittlere Sicht wird die FDP eh nichtmehr an Entscheidungen beteiligt sein....

norbert brand sagt:
09.12.2011 07:54

es ist schon erbärmlich, wie die 2% Partei nun, wo sie merkt, daß sie bald Geschichte sein wird, jede Gelegenheit zur Anbiederung bei einer Zielgruppe nutzt, deren nahezu-Ruin sie kurz vorher leichtfertig zugelassen hat. Ich schäme mich jeden Tag, Euch naßforsche Youngster gewählt zu haben!!

doris sagt:
08.12.2011 19:00

"Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er mal die Wahrheit spricht."
Nur, dass die FDP die Wahrheit offenbar gar nicht kennt. Realitätsverweigerung.
Inhabergeführte Apotheken ohne Gewinn werden kurz oder lang schließen, denn dafür findet sich kein Nachfolger.
Die FDP ist alleine verantwortlich für die ungerechtfertigte übermäßige Abzocke der inhabergeführten Apotheke!
Uns muss man nicht mehr weiter belügen. Wir haben alle alles verstanden.

ApothekerNRW sagt:
08.12.2011 15:06

Also bitte:
FDP steht drauf, also ist in jedem Fall eine Lüge drin. Details spielen keine Rolle. Für wie dämlich halten die Gelben uns eigentlich? Kein Apotheker glaubt einem FDP-Politiker noch ein Wort! Die Reformen der FDP haben uns Apothekern mehr geschadet als Ulla in der gesamten Amtszeit, also laßt doch bitte das verlogene und scheinheilige Gewäsch! Bei mir erzeugt dieses Gesabbel akutes und schmerzhaftes Fremdschämen!

eimer sagt:
08.12.2011 15:05

es wird nicht besser... und wenn dann auch noch bahr dasselbe behauptet, glauben wir ihm ebenfalls nicht!

Kommentar abgeben:

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

 

 

Sie können die News auch als RSS-Feed abonnieren:

 

RSS-Feed Tagesnews Alle

RSS-Feed Tagesnews Politik

Hier finden Sie weitere Informationen zum RSS-Feed der DAZ.online.