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Politik

Die gesetzlichen Krankenkassen präsentieren sich finanziell stabil. (Foto: Bilderbox)

Die gesetzlichen Krankenkassen präsentieren sich finanziell stabil. (Foto: Bilderbox)

GKV-Finanzen

AOK: Rabattverträge sorgen für satten Überschuss

Berlin - Die AOK meldet für die ersten neun Monate 2011 einen Einnahmenüberschuss von 1,4 Mrd. Euro. Damit ist das Plus nochmals gestiegen – nach dem ersten Halbjahr lag es bei 971 Mio. Euro. Auch in Zukunft werden die AOKen keine Zusatzbeiträge erheben, versprach der Chef des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann.

Wie der AOK-Bundesverband mitteilte, entspricht der Überschuss von 1,4 Mrd. Euro 2,7 Prozent der Gesamtausgaben bzw. den Leistungsausgaben einer Kalenderwoche.

Graalmann freut sich: „Dieses Ergebnis dokumentiert die finanzielle Stabilität der AOK, und das ohne Zusatzbeiträge“. Wesentlich getragen sei das gute Finanzergebnis von den Wirtschaftlichkeitseffekten der AOK-Arzneimittel-Rabattverträge und den gesetzgeberischen Maßnahmen im Arzneimittelbereich. Der AOK-Chef betonte, dass nahezu die Hälfte des Überschusses im laufenden Jahr auf die AOK-Rabattverträge zurückzuführen sei. Graalmann weiter: „Damit wird der Überschuss 2011 insgesamt ausreichen, um AOK-Mitgliedern auch in konjunkturellen Krisenzeiten Zusatzbeiträge ersparen zu können.“

Auch bei anderen Krankenkassen ist es gut um die Finanzen bestellt. Insgesamt zeichnet sich nach drei Quartalen ein Anstieg des Überschusses auf mehr als drei Milliarden Euro ab. Einen entspechenden Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ bestätigte das Gesundheitsministerium grundsätzlich: „Die Tendenz stimmt“. Offiziell will das Ministerium die GKV-Finanzergebnisse Mitte der Woche bekannt geben.

Kirsten Sucker-Sket / 05.12.2011, 12:01 Uhr

Kommentare:

Gunnar Müller / Detmold sagt:
06.12.2011 13:39

"Gratuliere" für soviel Erfolg für soviel "Rabatt-Geheimniskrämerei" - nicht einmal der BMG wird mehr informiert über die Rabatt(v)erträge .........

Und was uns Apotheken angeht:

Mir ist nicht bekannt, wann das letzte Mal eine echte "Überprüfung" der Apothekenaufschläge gem § 78(1) AMG (gem Fußnote 99a WILSON-BLANKE: alle 2 Jahre!!??) stattgefunden hätte geschweige denn die der KrankenKassenABSCHLÄGE nach § 130 SGB V.

Oder läßt die Politik so etwas jetzt durch die Justiz "erarbeiten"??

Apotheker55 sagt:
06.12.2011 07:19

es wäre tatsächlich mal schön, wenn die Arbeit der Apotheken gewürdigt würde. Leider kommen wir in den Hirnen der Kassen(vorstände) nicht vor, nur wenn sie jemanden zum quälen brauchen.
Das ganze Geld darf nicht nur den Kassen zufließen, sondern muss dort landen, wo auch die Arbeit gemacht wird, in den Apotheken. Also weg mit dem Kassenrabatt!

Apotheker B sagt:
05.12.2011 21:46

Die zweite Runde AMNOG folgt auf den Fuß.
Die Großhandlungen fangen schon mal an weiter rote Zahlen zu schreiben und machen uns die Zukunft mit Kündigungen der bestehenden Verträge schmackhaft.
Wir dürfen derweil üben wie der Malus für teure Medikamente berechnet wird.
Aber wir schaffen das schon, ..keine Angst!
Und während wir die Rechnung anfangen zu begreifen, glänzen die von uns verdienten Dollars schon in den Säckeln der kranken Kassen.
Jau, und die Deppen machen die Drecksarbeit!

howy sagt:
05.12.2011 18:36

Chef des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann:

„Dieses Ergebnis dokumentiert die finanzielle Stabilität der AOK, und das ohne Zusatzbeiträge“.

...und welche Deppen machen die Drecksarbeit?

Da sieht man einmal mehr wie "DRINGEND" die Einsparung von 400 Mio. € laut AMNOG in diesem Jahr war.

Danke nach Bonn, danke nach Berlin, danke fürdas unendliche Engagement unsere ABDA(nker?)!!!

Warum sagt man es nicht ehrlich, wenn man die Apotheken weghaben will, um den Ketten direkt den Geldsack zu füllen?

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