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Politik

SPD-Abgeordnete Bärbel Bas beklagt rigide Retaxationen. (Foto: SPD)
Retaxationen
SPD-Abgeordnete Bas schreibt an ABDA-Präsident Wolf
Berlin - Die Duisburger SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas hat in einem Brief an ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf alle Beteiligten aufgefordert, im Interesse der Patienten den Konflikt um überzogenen Retaxationen der BKK Novitas beizulegen. In den den vergangenen Wochen und Monaten hätten sich die Beschwerden von Apothekern und Apothekerverbänden über eine „zunehmend rigide Retaxationspraxis“ einiger Krankenkassen gehäuft.
Die Auswirkungen seien überall die gleichen: „Die Patientinnen und Patienten werden verunsichert, und ihre verlässliche Arzneimittelversorgung wird beeinträchtigt“, sorgt sich Bas. Betroffen seien davon meist schwer kranke Patienten, die auf eine verlässliche Versorgung – auch außerhalb der normalen Geschäftszeiten von Ärzten, Apotheken und Krankenkassen – angewiesen seien.
Die neuerdings strenge Prüfung der Rezepte auf Formfehler habe zur Folge, dass die Apotheker die von den Patienten eingereichten Rezepte ebenfalls umfangreich kontrollierten und gegebenenfalls von den verordnenden Ärzten neu ausstellen ließen. Bas: „Es braucht wenig Phantasie, um sich die daraus resultierenden Verzögerungen und Probleme gerade in der Arzneimittelversorgung von Schwerstkranken oder Palliativpatienten zu vergegenwärtigen. Die Leidtragenden dieses allseitigen Misstrauens und Kontrollierens sind die Patientinnen und Patienten. Ich halte es für nicht hinnehmbar, dass in diesem Fall Probleme der Selbstverwaltung auf dem Rücken der Patienten ausgetragen werden.“
Bas fordert daher ausdrücklich alle beteiligten Selbstverwaltungsorgane, den Spitzenverband der Krankenkassen, die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und die Kassenärztliche Bundesvereinigung auf: „Verständigen Sie sich bitte untereinander darauf, Ihre internen Auseinandersetzungen über die Rechtslage oder mögliche Verletzungen der Sorgfaltspflicht der Beteiligten ohne spürbare Auswirkungen auf die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu klären.“
Lothar Klein / 25.11.2011, 17:11 Uhr
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Friedemann Ahlmeyer sagt:
02.12.2011 00:40Brie an MDB Bas
Habe vorhin folgenden Brief via mail an Frau Bas geschickt. ... bin gespannt auf die Antwort!
Sehr geehrte Frau Bundestagsabgeordnete Bas,
von Ihrem Brief an die ABDA habe ich in Auszügen über DAZ online erfahren.
Ich teile Ihre Besorgnis über die adäquate Versorgung von Patienten.
Allerdings machen Sie in Ihrer Aufforderung an die beteiligten Selbstverwaltungsorgane zur Beilegung der
Streitigkeiten den Bock zum Gärtner. Die verschlechterte Versorgung insbesondere der BKK-Versicherten mit
starken Schmerzmitteln beruht auf geringfügigen "Fehlern" von Ärzten beim Ausstellen der
BTM-Rezepte, die das von einigen BKKs beauftragte Inkassobüro Protax zum Anlass nimmt, den betroffenen
Apotheken den vollen Preis des mehr...
Apotheker B sagt:
28.11.2011 21:42Danke Herr Kollege Küsgens!
Für die E-Mail-Adresse und die ausgeführte
Idee.
Das muß endlich dampfen in den Hirnen dieser Schönredner.
Bernd Küsgens sagt:
28.11.2011 19:09Dieses ist eine E-Mail Anfrage via http://www.baerbelbas.de/ von:
Bernd Küsgens
Sehr geehrte Frau Bas,
Aus DAZ Online habe ich erfahren, dass Sie einen Brief an die ABDA geschrieben haben mit dem Tenor,die "Streitigkeiten" mit den Krankenkassen nicht auf dem Rücken der Patienten auszutragen und eine gemeinsame Lösung der Probleme zu finden.
Es nimmt mich Wunder, dass Sie die Apotheker aufgefordert haben, hier tätig zu werden. Es ist eindeutig dass das Vorgehen bestimmter Krankenkassen, die ungerechtfertigte Retaxationen zum Geschäftsmodell gemacht haben, um Apotheker um ihren gerechten Lohn zu bringen, an dieser Verschlecherung der Arzneimittelversorgung schuld ist. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich dieses Problems annehmen würden und dann ebenfalls mit mehr...
eimer sagt:
28.11.2011 17:47@c redmann
"fachfremd" ist Sie als Mitarbeiterin einer BKK sicher nicht ...
(siehe Vita)
CRedmann sagt:
28.11.2011 14:05"Die Leidtragenden dieses allseitigen Misstrauens und Kontrollierens sind die Patientinnen und Patienten. Ich halte es für nicht hinnehmbar, dass in diesem Fall Probleme der Selbstverwaltung auf dem Rücken der Patienten ausgetragen werden."
... das hat doch niemand vor. Nur sollte Frau Bas - anscheinend fach- und fallfremd nicht großspurig tönen, man solle doch alles beilegen. Fakt ist, dass wir Apotheker jahrelang dafür garantierten, auch in widrigen Fällen eben jene Patienten zu versorgen. Fakt ist, dass wir uns als Händler mit horrenden Summen "verschulden", deren Bezahlung von Dritten abhängig ist. Fakt ist auch, dass eben jene Dritten jetzt aus sehr eigennützen Gründen eben jene Bezahlung für geleistete Dienste kompromisslos verweigern. Letzten Endes mehr...
Heilberufler sagt:
27.11.2011 22:03@ApothekerB
Stimmt,uns Präsenzapotheker hilft in der Zukunft
Keiner! Nehmen wir die Sache doch mal selbst in die Hand! Leidvolles Zuwarten hilft nicht weiter!
Apotheker B sagt:
27.11.2011 19:16@ ad:
Das kommt noch, denn der nächste Knatsch ist schon am anrollen. STICHwort Novartis.
Da sind wir dann wieder so richtig in der Quetsche. Denn die Patienten bekommen dann ihre Medikamente nicht mehr. Mal sehen was Frau Bärbel Bas dann noch zu schreiben weiss, wenn es gegen die richtig Mächtigen geht.
Mann stelle sich nur mal vor; 40-50% der Apotheken können keine Novartis Produkte mehr bekommen, nur weil die hoch vom Rosse schauen und dem Pöbel das eine Prozentchen Skonto verwehren.
Ja Heilberufler, sofort anfangen sich zu wehren ist richtig, und nicht erst abwarten bis einem geholfen wird.
Denn wer will uns schon helfen?
Heilberufler sagt:
27.11.2011 12:04Wenn man die Diskussionen hier so liest,gibt es für Präsenz-Hauptapotheker nur eine Schlussfolgerung:Wer sich nicht wehrt,der lebt verkehrt!Stattdessen leidet jeder still vor sich hin!
Zur Freude der übrigen Marktteilnehmer!
ad sagt:
27.11.2011 00:15Falsch- nichts wird auf dem Rücken der Patienten ausgetragen, aber alles auf dem Rücken der Apotheker.
Apotheker B sagt:
26.11.2011 22:12Gibt es hier kein rotes Button für:
"noch weniger"