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Politik

Ärztepräsident Jonitz ist durch die Pradaxa-Vorfälle alarmiert. (Foto: ÄK Berlin)
Ärztekammer Berlin
Kennzeichnungspflicht für neue Medikamente
Berlin - Weil Risiken und Nebenwirkungen neuer Medikamente bei Markteinführung nie ausreichend bekannt sind, fordert Berlins Ärztekammerpräsident Dr. Günther Jonitz nun eine Kennzeichnungspflicht für neue Medikamente: Sie sollen zukünftig als neu gekennzeichnet werden.
Für den Kammerpräsidenten ist eine Kennzeichnungspflicht neu zugelassener Arzneimittel unumgänglich. Der Verzicht einer solchen Kennzeichnung gefährdet ihm zufolge die Sicherheit der Patientenversorgung und bedient einseitig die Interessen der Pharmaindustrie. Die Geschehnisse rund um den Gerinnungshemmer Pradaxa zeigten doch, dass teilweise tödliche Nebenwirkungen in der Routineversorgung auftreten. Deshalb sei es so wichtig, Risiken und Nebenwirkungen von neuen Medikamenten richtig einzuschätzen, so Jonitz.
„Da genügt ein simples, aber eindeutiges Etikett", bringt Jonitz seine Forderung auf den Punkt. Arzt und Patient könnten so klar erkennen, dass es sich um ein Produkt handelt, dem besondere Aufmerksamkeit zuteilwerden muss. Damit appelliert der Berliner Kammerpräsident an den Gesetzgeber, zum Wohle des Patienten Maßnahmen für mehr Transparenz in der Arzneimitteltherapie zu ergreifen.
Juliane Ziegler / 21.11.2011, 10:11 Uhr
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DscheyBie sagt:
22.11.2011 10:52Also wenn das so ist fordere ich eine Kennzeichungspflicht für Mitmenschen.
Z. B. mit einem T-Shirt und der Aufschrift .
Nicht auszudenken welche Gefährdung von jemandem ausgeht der z. B. den Knopf einer Drückerampel betätigt hat…..
R. W. sagt:
21.11.2011 14:09Eigentlich sollte man wissen was man einem Patienten gibt.
Auch als Arzt.
Auch bei anderen Blutverdünnern.
Auch bei anderen Medikamenten mit geringer therapeutischer Breite, die länger auf dem Markt in der Routineversorgung eingesetzt werden, ohne einen Warnhinweiß zu haben und diesen dementsprechend genauso benötigen würden.
Im Übrigen würde kein Patient ein solches Medikament nehmen.
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