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Politik

Apotherverband Rheinlad-Pfalz fordert Rezept-Training für Ärzte. (Foto: Bilderbox)
Apothekerverband Rheinland-Pfalz
Schulung für Ärzte: Rezepte richtig ausstellen
Mainz - Die Apothekerinnen und Apotheker aus Rheinland-Pfalz fordern die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) und die Krankenhäuser dringend auf, durch entsprechende Schulungen der Ärzte die ordnungsgemäße Ausstellung von Rezepten im Rahmen der Verschreibungsverordnung sicher zu stellen. Mit diesem Beschluss reagierte die Mitgliederversammlung des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz auf die steigende Zahl von Retaxationen wegen unsauber ausgestellter Rezepte.
Eine Vielzahl vertraglicher Einzelregelungen machten eine zeitnahe Versorgung der Versicherten aufgrund fehlerhaft ausgestellter Rezepte unmöglich. Als Beispiel führte der Apothekerverband Rheinland-Pfalz auf seiner Mitgliederversammlung die gleichzeitige Verordnung von Arzneimitteln und Hilfsmitteln auf einem Rezeptblatt (z.B Insulin und Pen) an. Beliefere die Apotheke ein fehlerhaft ausgestelltes Rezept, trage sie allein das wirtschaftliche Risiko der Belieferung.
Um eine ordnungsgemäße Abrechnung sicherzustellen, fordert der Apothekerverband Rheinland-Pfalz zudem die Krankenkassen auf, in Zukunft bei Vertragsabschlüssen oder Änderungen die für die jeweils betroffene Krankenkasse gültigen Institutionskennzeichen (IK) mitzuteilen.
Lothar Klein / 17.11.2011, 12:16 Uhr
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Appotheker B sagt:
20.11.2011 00:30Es ist auch schon ganz schön krank, sich den schwachsinnigen Vorgaben der kranken Kassen(-Verträge) anzupassen und es nicht mal zu merken.
Na denn gute Nacht.
pillendreherin sagt:
17.11.2011 21:51nicht nur die Ärzte sollten geschult werden, sondern in erster Linie die "Arzthelferinnen" diese ertellen meist die Rezepte. Ich kenne inzwischen so viele Praxen, auch als Patientin habe ich es erlebt, wie stapelweise unterschriebene Rezepte in den Schubladen der oft völlig überforderten "Helferinnen" liegen und von diesen mit "großer Sachkunde" ausgefüllt und an die Patienten ohne weiteren Arztkontakt abgegeben werden.
Eine nicht repräsentative Umfrage in 8 Arztpraxen ergab vor einigen Jahren, dass weder Arzt noch Helferinnen wussten, dass z.B. ein Kassenrezept nur vier Wochen Gültigkeit hat, das hat für den Arzt im Alltag auch gar keine Bedeutung, warum soll er sich den ganzen Gesetzesballast auch merken.
An den Kliniken die ich kenne, gibt es auch mehr...
Apotheker55 sagt:
17.11.2011 12:58das könnte man überall machen. Schon damit die Ärzte auf die Problematik aufmerksam werden und nicht denken, dass die Apotheken die Ärzte schikanieren möchten. Es ist unmögllich, welche Reaktionen da teilweise kommen. Vor allem auch im Notdienst ist es wichtig, ein sauber ausgestelltes Rezept zu bekommen, da der ausstellende Arzt später oft nicht mehr greifbar ist.