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Politik

Eurpas Apotheker sammeln Ideen, wie sie besser als Heilberufler wahrgenommen werden können. (Foto: Peter Kirchhoff/Pixelio.de)
Heilberuflicher Fokus
Europas Apotheker wollen ihren Mehrwert zeigen
Berlin - Die europäischen Apotheker wollen ihre Rolle als Heilberufler und Verbraucherschützer weiterentwickeln und stärken. Dazu will der Zusammenschluss der Apotheker in der Europäischen Union (ZAEU) ein „Weißbuch“ erstellen. Darin sollen die zentralen Elemente einer „zukunftsorientierten Ausgestaltung der Rolle des Berufsstandes innerhalb des vielfältigen Apothekenwesens in der EU“ definiert und beschrieben werden.
Dieses Ergebnis der ZAEU-Generalversammlung in Brüssel vermeldete heute die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf ist 2011 auch Präsident der europäischen Apotheker.
„Der Apotheker muss von der Bevölkerung und der Politik in erster Linie als Heilberufler und nicht als Kaufmann wahrgenommen werden“, erklärte ZAEU-Präsident Wolf bei der Generalversammlung. Der Mehrwert der apothekerlichen Leistungen und die Funktion der Apotheker als Berater der Patienten bei allen Fragen der Arzneimittelanwendung müssten noch deutlicher herausgestellt werden. Wolf sprach sich dafür aus, den Berufsstand zukunftssicher zu positionieren, um dem wachsenden politischen und wirtschaftlichem Druck standhalten zu können. Der ABDA-Präsident lud alle ZAEU-Interessierten ein, ihre Ideen zur Vorschlagssammlung im Weißbuch beizutragen.
Der ZAEU (englisch: PGEU - Pharmaceutical Group of the European Union) vertritt die Interessen von rund 400.000 Apothekerinnen und Apothekern in 31 europäischen Ländern.
Kirsten Sucker-Sket / 17.11.2011, 13:43 Uhr
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Reinhard Rodiger sagt:
21.11.2011 20:30@ Dr Gert Schorn
Fast einmalig ist von einem ehemaligen Mitarbeiter des BMG zu hören,wo der Knackpunkt ist.
Dass Geld nötig ist hat sogar Herr Hansmann zugegeben. Mehr noch:es ist selbstverständlich!
Nur die Umsetzung fehlt,geht ins Leere oder wird eben an die Betroffenen nicht kommuniziert.
Die klaren Worte von Dr Schorn sollten unsere Standesvertreter lesen und verarbeiten.
Wenn die ABDA diese Steilvorlage nicht umsetzt,was hat sie dann begriffen?
Leider sind diese Hinweise nicht neu und das schreit nach Veränderung.
Apotheker55 sagt:
18.11.2011 08:48in der DAZ stand es geschrieben:
§78 AMG
"(2) Die Preise und Preisspannen müssen den berechtigten Interessen der Arzneimittelverbraucher, der Tierärzte, der Apotheken und des Großhandels Rechnung tragen....."
ich kann nicht erkennen, dass das Schrumpfen der Gewinne der Apotheken um 25 % und mehr in unseren berechtigten Interesse liegt. Dafür wurde den Interessen der Krankenkassen, die nun im Geld schwimmen, mehr als Rechnung getragen.
Wo bleibt die Anpassung?(oder Gleichbehandlung? Ärzte bekommen doch auch mehr?) Das Verschwinden des Kassenrabatts wäre eine Möglichkeit. Es könnte ja ein symbolischer Rest von 10 Cent pro Packung bleiben, dmit die Kassen auch pünktlich zahlen.
Auf jeden Fall werden die Apotheken seit Jahren systematisch benachteiligt. Ich mehr...
Elisabeth Jedamzik sagt:
17.11.2011 20:11@ Vorkommentator:
Völlig richtig.Und ich gehe noch weiter:
Über die Weiterentwicklung des Heilberuflers brauchen wir uns erst zu unterhalten, wenn wir die finanzielle Basis dafür geschaffen haben. Wenn der Kaufmann pleite ist, ist der Heilberufler platt. Jahrelang haben wir es umgekehrt gemacht und Heilberufsfleißpunkte gesammelt,immer in der Hoffnung auf Belohnung.
Einen feuchten Kehricht haben wir dafür geerntet.Daraus lernen, heißt mehr Geld fordern, ganz schnöde. Oder sind sich die Herren in den Gremien dafür zu fein?
Dr. Gert Schorn sagt:
17.11.2011 19:01Aber ein Heilberufler muss auch genügend Geld bekommen, um wie andere Kaufleute angemessen seinen Beruf ausüben, die Mitarbeiter entlohnen und den Betrieb führen zu können. Der Lebensmittelhändler versteckt doch seinen Kaufmann-Beruf nicht unter dem Mantel, die Deutschen alle am Leben zu erhalten, indem er ihnen Nahrungsmittel anbietet. Der Politik muss klar gemacht werden, dass die von der Politik verlangte Leistung im Gesundheitswesen auch angemessen honoriert wird, zumal der Apotheker bezüglich des Handels viele Einschränkungen wahrnehmen muss.
Dr. Gert Schorn