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Nur 2,5% beträgt der Ausgabenanteil der Gesetzlichen Krankenversicherung für alle deutschen Apotheken.

Nur 2,5% beträgt der Ausgabenanteil der Gesetzlichen Krankenversicherung für alle deutschen Apotheken.

Informationskampagne

Nur 2,5% für die Apotheken

Saarbrücken - Nur 2,5% beträgt der Ausgabenanteil der Gesetzlichen Krankenversicherung für alle deutschen Apotheken. Diese Zahl stellen die Apothekerkammer des Saarlandes und des Saarländische Apothekerverein in den Mittelpunkt einer gemeinsame Imagekampagne.

Am 11. November startet die diesjährige gemeinsame „Imagekampagne 2,5%“ des Saarländischen Apothekervereins und der Saarländischen Apothekerkammer. 2,5 % beträgt der Ausgabenanteil der Gesetzlichen Krankenversicherung für alle deutschen Apotheken.  Zum Vergleich: Allein die Verwaltungskosten der Gesetzlichen Krankenkassen sind mehr als doppelt so hoch, stellt die Kampagne heraus.

Die Zahl „2,5%“ soll verdeutlichen, dass es nicht die deutschen Apotheken sind, die zu den Kostentreibern in der Gesetzlichen Krankenversicherung gehören. In den letzten Jahren ist der Anteil der Gesamtausgaben der GKV für die deutschen Apotheken sogar stetig zurückgegangen, so die Aussage der Kampagne. Betrug dieser Anteil im Jahr 2002 noch 2,9%, ist er in 2010 auf 2,5% gefallen.

Verband und Kammer erklären, dass dieser signifikante Rückgang v.a. auf der Tatsache beruht, dass sich die Vergütungssituation der deutschen Apotheken seit 2004 (!) nicht verändert hat: „Wie im Jahr 2004 erhalten die Apotheken für die Abgabe von Arzneimitteln auch im Jahr 2011 gemäß Arzneimittelpreisverordnung einen Aufschlag in Höhe von 6,38 Euro netto pro Arzneimittelpackung. Damit sind die Apotheker die einzigen Leistungserbringer im deutschen Gesundheitswesen, die, über Jahre gesehen, keine Einkommenszuwächse zu verzeichnen hatten. Dies trotz gestiegener Lebenshaltungskosten, gestiegener Löhne, gestiegener Mieten.“

Die nunmehrige „Zahlen“-Kampagne soll Auftakt für weitere Informationskampagnen sein, mit denen die saarländischen Apothekerorganisationen einer breiten Öffentlichkeit darlegen wollen, dass die deutschen Apotheken keine Kostentreiber in der gesetzlichen Krankenversicherung sind. Neben für die saarländischen Apotheken bestimmten Plakaten haben die saarländischen Standesorganisationen vom 11. bis 24.11.2011 über 100 Großflächenplakate im gesamten Saarland belegt.

Alle saarländischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten wurden persönlich über die Informationskampagne und deren Hintergründe informiert, so Kammer und Verband.  

Peter Ditzel / 09.11.2011, 16:45 Uhr

Kommentare:

Drinhaus sagt:
13.11.2011 16:46

Es ist offensichtlich der Wunsch vieler Kolleginnen und Kollegen, dass diese längst überfällige Aktion bundesweit erfolgen soll.
Dürfen Apotheker(innen) das saarländische Plakat nicht in ihr Schaufenster hängen, nur weil sie ihre Beiträge an einen anderen Verband bezahlen?
Zumindest eine download-Möglichkeit einer neutralen Version ohne Hinweis auf das Saarland sollte für alle Apotheken angeboten werden.

Jean Blaireau sagt:
10.11.2011 11:43

Eine BITTE an alle Landesvertretungen:
Plakatkampagne in allen Städten >10000 Einwohnern (gerne auch in allen Ortschaften:-))!
Es ist höchste Zeit, oder soll ich sagen höchste Eisenbahn, denn der Zug scheint abzufahren...

Pillenliesel sagt:
10.11.2011 08:48

@ Apatsche:
Prügel? Apotheker?
Ich darf erinnern an die "nächste Eskalationsstufe" der ABDA vor 1 (oder 2?) Jahren. Kein Schwein hat davon auch nur das Geringste bemerkt.
Eventuell müsste man beim "FOCUS" nachlegen. Die haben die journalistische Vorarbeit anscheinend mit ihren -24% EK-
Verlust Artikel schon geleistet.

OH50 sagt:
09.11.2011 20:25

Tja -
wir haben eben ein Schaf im Wolfs-Pelz...

Apatsche sagt:
09.11.2011 19:26

Vermutlich wäre es besser, wenn die ABDA-Kampagnen den Politikern weh täten; die Ärzte machen es seit Jahren vor: Protest mit plakativen Aktionen an bekannten Plätzen mit Einladungen an Fernsehanstalten zum Abfilmen. Und gelegentlich kollektive Quartalsende-Ferien über zwei Wochen.

Huldigungen und Konsensgelaber gegenüber den Politikern bestärkten diese früher offenkundig nur in deren Meinung, dass die Apotheker masochistisch veranlagt seien und alles mitmachten.

[Letzter Absatz gestrichen; bitte keine Verunglimpfungen; die Red.]

Pillenliesel sagt:
09.11.2011 18:49

Wann folgt die ABDA?
Wir hatten schon so viele Schrottplakate, da wäre so etwas ein echtes Highlight !
Oder tun wir damit den Politikern weh und es kommt schlimmer ??

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