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Der GKV-Spitzenverband hat neue Festbeträge festgesetzt. (Logo: GKV-Spitzenverband)
Neue Festbetragsgruppen
Kassen setzen auf Einsparungen durch Festbeträge
Berlin - Der GKV-Spitzenverband hat am 31. Oktober 2011 die Festbeträge für drei neue Festbetragsgruppen festgesetzt. Diese treten zum 1. Januar 2012 in Kraft und sollen den Kassen ein zusätzliches Einsparvolumen von 75 Mio. Euro pro Jahr verschaffen.
Es handelt sich um zwei Gruppen der Stufe 1 (Arzneimittel mit denselben Wirkstoffen) und eine Gruppe der Stufe 2 (Arzneimittel mit pharmakologisch-therapeutisch vergleichbaren Wirkstoffen). Die Gruppen umfassen Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Venlafaxin) und Epilepsie (Topiramat) sowie gutartiger Prostatavergrößerung (Testosteron-5-alpha-Reduktasehemmer).
Zuvor hatte der Gemeinsame Bundesausschuss diese Festbetragsgruppen gebildet. Es folgte das gesetzlich vorgeschriebene Stellungnahmeverfahren mit Festbetragsvorschlägen des GKV-Spitzenverbandes. Dabei konnten Sachverständige der medizinischen und pharmazeutischen Wissenschaft und Praxis sowie Arzneimittelhersteller und der Berufsvertretungen der Apotheker zu den vorgeschlagenen Festbeträgen Stellung nehmen.
Wie der GKV-Spitzenverband betonte, wird nach diesen Festsetzungsbeschlüssen in allen drei Gruppen eine für die Therapie hinreichende Arzneimittelauswahl sowie eine in der Qualität gesicherte Versorgung gewährleistet.
Die Festbetragsbeschlüsse des GKV-Spitzenverbandes werden am 8. November 2011 im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Sie stehen sodann mit weiteren Servicedateien auch auf der Webseite des GKV-Spitzenverbandes abrufbar zur Verfügung.
Kirsten Sucker-Sket / 07.11.2011, 11:58 Uhr
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KlarText sagt:
08.11.2011 09:47Dann Übersetzten wir doch einfach mal, was diese harmlose Meldung für die Patienten bedeutet:
sollte der Original-Hersteller
(z.B. von Topamax 100mg 200 Stück N3)
nicht zufällig dieser "Aufforderung", den Preis seines Produktes auf weniger als ein Drittel des aktuellen Preises abzusenken, nachkommen,
so bedeutet das für "diesen" Patienten ab dem 1. Januar 2012 ca. 500 EUR Eigenanteil Pro Packung !!!
Und an wem bleibt dann wohl wieder die Aufklärungsarbeit und der ganze Ärger der Patienten hängen ?
Ich kann also nur dringend dazu raten:
die möglicherweise betroffene Patientengruppe RECHTZEITIG auf dieses Thema zu sensibilisieren !
La Roche sagt:
07.11.2011 18:12Ich habe einen Patienten, der 8 Jahre anfallsfrei war unter Topamax. Der Wechsel zum Generikum bescherte ihm nach etwa 2 Monaten einen schweren Anfall. Auch bei einem 2. Kunden beendete der Wechsel zum Generikum eine jahrelange Anfallsfreiheit.
Einer der behandelnden Fachärzte bestätigt, dass dies kein Einzelfall war.
Mehrere hundert Euro Mehrkosten können nicht bezahlt werden.
Ein Festbetrag stellt diese Patienten in eine ungeklärte Versorgungssituation.